Schattenarbeit

In unserer Gesellschaft ist das verdrängen von Gefühlen, insbesondere von Unangenehmen, eine weit verbreitete Unsitte. Dies führt zu Burnout, Depression, Süchten und anderen psychischen Störungen. Die, wenn einmal erkannt und in „Angriff“ genommen nichts anderes sind als Entwicklungsschritte auf unserem Lebensweg. Gefühle möchten gefühlt werden.

Wie auch in vielen anderen Methoden der Therapie geht es darum seine Schattenanteilen anzuerkennen. Die Methode der Dämonenfütterung geht hier aber noch einige Schritte weiter und war für mich eine Art Offenbarung.

Die Technik stammt aus dem Tibet des 13.Jahrhunderts. Frau Allione hat Sie für uns in die Neuzeit übertragen. Das Buch ist sehr spannend und gut verständlich geschrieben und die Methode im Grunde genommen sofort anwendbar. Es werden auch viele Beispiele zu allen Dämonenarten gebracht, was ich als sehr hilfreich empfinde. Ich hoffe die Autorin schreibt irgendwann noch ein Fragen-Antwort Buch zur Methode.

Alles was Wir ablehnen erzeugen wir in unserer eigenen Welt noch stärker. Das was Wir nicht sehen wollen wächst gerade dann umso mehr, damit Wir es endlich bemerken. Deswegen würde ich einen Partner für die Übung empfehlen wenn es sich um größere Schattenanteile handelt.

Für die Technik sollte man eine gewisse Vorstellungskraft haben, bzw. Lust auf Visualisierungen und vorallem auch Geduld mitbringen wenn es nicht gleich klappt. Ich bin sehr begeistert von der Methode und werden Sie in meinen Methodenkoffer aufnehmen. Durch das Buch habe ich auch entdeckt das es inzwischen einiges an Literatur zur Buddhistischen Psychotherapie gibt und ich bin schon gespannt dies nach und nach zu entdecken und in meine Arbeit mit einzubeziehen.

„Wer über sich selbst hinausgehen will, muss in sich selbst
hinabsteigen.“ Tibetische Weisheit

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2 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. madameflamusse
    Mai 31, 2013 @ 21:17:35

    Ja, ich habs jetzt auch nochmal bestellt in der Bibo, bis ich mir es kaufen kann. Es lohnt sich sehr. Sie hat auch noch eines über die weißen Frauen Tibets geschrieben. Die werden dort nämlich auch gern „verschwiegen“.

    Pastellesoszene is ja ein herrliches Wort *g* – ich wußte sofort was Du meinst.

    Antwort

  2. Anja Esser
    Mai 31, 2013 @ 19:35:02

    Dass die eigenen dunklen Seiten kennenzulernen ein erlösener Prozess ist, erlebe ich auch immer wieder. Das ist ein sehr wichtiges Thema welches in der Pastellesoszene oft übersehen wird. Interessant finde ich, dass die Wurzeln dieses Buches bereits so alt sind. Danke für den Buchtipp, das Werk kommt auf meine „Haben-Will-Liste-“ Muss doch meinen Bücherwurmanteil füttern 😉

    Antwort

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