Der Tod

Der Tod kommt oft so schnell, so unvorhergesehen und plötzlich. Am Dienstag und auch Mittwoch lebten Wir hier noch ganz normal, Filine, Karlchen und Ich. Gestern Nacht bin ich um 2.00 in die Tierklinik, die Ärztin wollte nicht zu uns kommen. Filine rang schon seit Stunden um jeden Atemzug und starrte und saß ganz angespannt rum. Manchmal kam Sie noch kurz in Bewegung und torkelte zum Wasser. Jeder wache Augenlick den Sie hatte erzeugt in mir Hoffnung das es Bergauf geht. Fressen wollte Sie ja schon länger nix mehr. Sie hat nicht ein Auge zugetan den ganzen Tag und es gelang mir kaum Sie etwas zu entspannen. Aber manchmal gab es da diese wachen Funken, wo Sie mich doch noch anschaute oder vorm Bett saß und mit rein wollte, sich unter die Decke an mich kuschelte.

Ich mache mir Vorwürfe das ich Sie zum Arzt brachte, bzw. Sie nicht wieder mitnahm als Sie so gestresst dort in der Ecke saß. Freitag Abend hatte ich noch ein gutes Gefühl, das es besser wird und habe mich von der Tierärztin bequatschen lassen. Und Sa Morgen ist es radikal schlechter gewesen und ich frage mich was da passiert ist über Nacht. Bzw. an dem Morgen, als der Tierarzt Filine sogar von sich aus Nachhause schickte.

Ich hab alle möglichen Leckerlies gekauft. Hühnchen und Leber, Babybrei und Quark. Der einzige der scharf drauf war, war Carlito. Er war es auch der irgendwie nicht so richtig zu verstehen schien das es Filine schlecht ging.

Oder ob Sie meine Kleene einfach so rabiat Zwangsgefüttert haben…die Gedanken drehen sich in meinem Kopf, ich fühl mich furchtbar. Das schlimme ist wenn man versucht zu schlafen das der Kopf ein eigenleben anfängt und immer und immer wieder die Bilder abspult…

Ich konnte mir gar nie vorstellen wie es ohne Filine ist. Sie hat 8,5 lange Jahre mein Leben begleitet und war eine der letzten Brücken zu meinem vergangenem Ich und Leben. Fast 3 Jahre genau nach dem Tod von meinem jüngeren Kater Rakete ist Sie jetzt gestorben.  Der Mai scheint ein echter Sterbemonat zu sein. Warum so ein beschissenes Sterben…..?

Ich denk an die „Bücherdiebin“ – das Buch hat mein Bild vom Tod geprägt. Und ich hoffe oben im Katzenhimmel warten die Ahnen schon auf Filinchen um Sie liebevoll aufzunehmen. Karlchen sucht nach Ihr. Es ist schrecklich still.

 

 

 

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7 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Anyusha
    Mai 05, 2014 @ 04:45:57

    Fühl dich gedrückt. Ganz fest.
    Es tut weh, aber sie muss nun nicht mehr leiden. Wir alle, die Tiere haben, können dich sehr gut verstehen. Mach dir aber bloß keine Vorwürfe. Du hast alles für sie getan, was du konntest. Sie nun gehen zu lassen, ist der letzte Liebesbeweis. Meine Motti ist jetzt fast 3 Jahre tot und sie wird immer einen Platz in meinem Herzen haben. Ihren Platz auf Erden haben zwei andere, geliebte Fellsöhne eingenommen. Das hatte ich ihr zuletzt versprochen. Sie war eine Zugelaufene. Und diese Chance sollte wieder eine Katze bekommen.
    Ich wünsche dir alles Liebe und Kraft in dieser schweren Zeit!!!

    Antwort

  2. Jade
    Mai 04, 2014 @ 21:28:44

    Ich weiss wie schwer es ist. Nimm dir Zeit zum Verarbeiten und versuche das Geschenk zu sehen, dass sie dir mit ihrer Wegbegleitung gemacht hat. Ihr geht es jetzt bestimmt gut. Alles Liebe Jade

    Antwort

  3. Xeniana
    Mai 04, 2014 @ 13:38:57

    Eine Tröstungseinheit via Internet. Liebe Grüße Xeniana

    Antwort

  4. zitronentarte
    Mai 04, 2014 @ 10:39:03

    Armes Filinchen! Ich wünsch Dir viel Kraft! Feel hugged!
    Geh raus in die Sonne, damit sie auf Dich herabschauen kann aus dem Katzenhimmel! 🙂

    Antwort

    • madameflamusse
      Mai 04, 2014 @ 12:59:50

      Danke Dir…rausgehen is heute nicht, ich krieg Heulattacken und will mich nicht ablenken lassen vom an Filinschen denken. So ein Katzenhimmel ist ein wirklich tröstliches Bild. Ich hoffe das da oben meine 2 Onkel Artur und Adolf sind, die selber immer Katzen auf dem Hof hatten und Abends gern mit Ihnen auf der Bank saßen. Da hätte Sie jemand der Sie kräftig druchknuddelt und Ihren großen Bauch krault, das mochte Sie immer sehr.

      Antwort

  5. IngridW
    Mai 04, 2014 @ 10:16:42

    Ich glaube, ich kann mich gut in Deine Lage und Deine Stimmung versetzen. Vor 10 Jahren mussten wir unsere Katze Merlin einschläfern lassen (Lungentumor). Das war ganz schrecklich, und die Bilder habe ich heute noch im Kopf. Aber auch die schönen Erinnerungen. Mitfühlende Grüße, Ingrid

    Antwort

    • madameflamusse
      Mai 04, 2014 @ 12:57:48

      Danke Dir, ich glaube fast wirklich das es meistens nur die Menschen nachfühlen können die etwas ähnliches aus eigenem Erleben kennen. Und auch wissen wie es ist ein Haustier zu haben was einem so Nahesteht. Für mich sind die Katzen meine Family. Meine Hauptbeschäftigung ist auch an Sie und schöne Sachen mit Ihr zu denken. Und nicht abzurutschen in die anderen Gedanken, nicht einfach.

      Antwort

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