Am Ende schmeissen wir mit Gold – Fabian Hischmann

Meine Bücherei zieht um, und nun bin ich bemüht noch mehr auszuleihen als sonst damit die Mitarbeiterinnen nicht so viel schleppen müssen – haben Sie drum gebeten. Is immer ne ganz schöne Schlepperei. Einer dieser Ausleihen war „Am Ende schmeissDSC03920en wir mit Gold“. Sehr hübsch anzuschauen das Buch, sehr ästhetisch gemacht. Der Verlag ist der Berlin Verlag, den kannte ich bis dato noch nicht. Das Buch ist irgendwie verdammt deutsch, deswegen passt das alles irgendwie, auch mit dem schicken Neonpink, was ja grade sehr trendy ist. Ein hübsches passenden Logo hat der Verlag auch:

„Der Jugend mit Freudentränen nachzuweinen – das ist kaum einem Buch der letzten Jahre so sehr gelungen wie Fabian Hischmanns….“ meint der Paul Jandl, der aber schon im nächsten Satz sagt: … „Melancholisch, leicht und gefühlsecht…“ so steht es auf dem Buchrücken.

Ja, über das Gefühlsecht mag ich mir kein Urteil erlauben, das mag jeder sehen bzw. fühlen wie es halt so ganz persönlich ist. Bei melancholisch stimme ich voll zu und suche Freudentränen ohne welche zu finden. Leicht? Nunja, das ist mir nicht ganz klar was damit gemeint sein könnte. Vielleicht der Aufbau des Romans? Könnte gut sein.

Ich habs nicht wirklich fertig gelesen, sondern habe mich nach der Hälfte in Sprüngen vorwärtsbewegt. Nicht mein Fall das Buch. Der Schriftsteller verarbeitet hier vermutlich, wirklich nur vermutlich, biografisches.Das vermute ich nachdem ich Ihn habe lesen gehört habe auch deshalb weil ich das gefühl habe das er zu nah dran ist … und auch dieses Gefühl das er ein Anliegen hat, aber mir kommt das nicht genaug raus…nicht ausgearbeitet genug, aber das kann durch aus auch Absicht sein. Damit das Peng dazwischen lauter knallt… wer weiß.

Man landet in Süddeutschland mit Haus, Garten, Hund und Wald. Es gibt ein Unglück und viele Unglücke in der Erinnerung. Manchmal wird man ganz spontan von Brutalitäten erwischt. Und dann spielen Reisen noch eine größere Rolle, nach Kreta, nochmal nach Kreta und nach New York, bevor das Ziel dann doch die Kindheitsgefilde werden. Ne, dieses Buch kann ich nicht empfehlen. Ich finde das mit dem reisen auch nicht ganz plausibel und mir hat der Stil einfach nicht gefallen, so ganz persönlich subjektiv. Eigentlich hat das Buch sogar einen gewissen Ekel bei mir vorgerufen, das kann ich jetzt auch nicht spezifizieren, wahrscheinlich weil ich nicht drüber nachdenken will. Nunja, ja man kann nicht alles mögen, und ich weiß auch nicht ob ich es besser könnte. Ich denke aber wenn es um Biografisches geht erzählt sich das in einer Dokumentarischen Art irgendwie echter als in einem Roman. Wobei natürlich jeder Roman aus dem Erleben des Autors besteht…ach ich denke ihr wißt was ich meine.

Hier noch ein Artikel in der „Zeit“ dazu, der auch noch eine andere Idee aufzeigt: Stichwort Fight Club (genialer Film fand ich damals) und Alter Ego/Multiple Persönlichkeitsstruktur/Störung…? ->Hier lang (Ps.: Saturiertheit heißt übrigens wirklich was mit satt, nämlich: gleichgültig, satt, träge, übersatt, verwöhnt – ich dachte erst das Wort kommt von Saturn *g*)

Das geht jetzt zurück, und dann werde ich hoffentlich noch ein Gutes Buch bzw. mehrere für die lange Schließzeit bis Dezember – Oh mein gott – finden. Hoffentlich. Zur Not habe ich dann noch Bücher hier die auf ein 2. Lesen warten. Außerdem „Die Wand“ (auch eher finster), „Federkleid“ und nunja Fachliteratur eben. Eigentlich muß ich wirklich lernen, noch 6 Wochen. Seufz. Vor kurzem habe ich „Booklooker“ entdeckt – da schaue ich jetzt immer nach günstigen Büchern. Aber die neueren Sachen gibts es leider selten günstig. Aber immerhin habe ich jetzt dank Booklooker „Das Wochenende“ und auch „Liebesfluchten“ zu Hause, sehr günstig, und so gut wie neu.

 

Advertisements

Ein Kommentar (+deinen hinzufügen?)

  1. buzzaldrinsblog
    Aug 16, 2014 @ 16:45:40

    Danke für deine Besprechung, ich habe Hischmann in Hildesheim lesen hören, war aber nicht wirklich berührt von seinem Text. Sein Buch steht hier noch ungelesen und du machst mich nicht gerade neugierig auf die Lektüre. 😉

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow reingelesen on WordPress.com
© 2014 - 2016

Blogstatistik

  • 24,335 Treffer
%d Bloggern gefällt das: