Comictag – es gibt Geschenke

Am Samstag, den 13. Mai, ist wieder der GRATIS COMIC TAG – eine der größten Kooperation in der Verlagsbranche, (fast) alle Comicverlage produzieren kostenlose Hefte, die dann am GCT bei mittlerweile über 320 Händlern kostenlos verteilt werden. 2017 werden 400.000 Comics kostenlos verteilt!

Dieses Jahr werden verschenkt: Ehapa Comic Collection feiert den 65sten Geburtstag von Entenhausens genialischen Erfinder „Daniel Düsentrieb“ und beim Carlsen Verlag wird ein weniger brillanter Erfinder 60 Jahre alt – André Franquins Berufschaot „Gaston“. Der Rowohlt-Verlag schickt mit Ralf König einen der meist verdienten deutschen Comickünstler ins Rennen, der seit den 1980ern unter Beweis stellt, wie erfolgreich Comics im Buchhandel sein können. Daneben finden sich Auszüge aus aktuellen Manga-Bestsellern wie „One-Punch Man“, crossmediale Comic-Stories zu TV-Formaten wie „Dr. Who“ und „Sherlock“, traditionelle US-Comichelden wie Superman und Spider-Man und moderne zeitgeistige Heldinnen wie die „Paper Girls“ aus dem Verlag Cross Cult. Dazu intelligente Independent- und freche Pulp-Unterhaltung aus Deutschland, Kindercomics, Krimis und allerlei Phantastisches. Bei vielen Händlern wird es auch dieses Jahr wieder Signierstunden, Lesungen, Feste und weitere Events geben! 

 

http://www.gratiscomictag.de/

… und über uns kein Himmel

dscn6401Geschichte und Psychiatrie im Comic. Krasses Thema, krasses Buch. Ein Baby, das beim erweiterten Suizidversuch der Mutter  im Jahr 1935 überlebt und fortan in Heimen, Pflegeanstalten und Kliniken untergebracht wird. Ein Junge, sein Name Fritz Blume.

Der Zeichenstil hat mir erst gar nicht gefallen, aber die Geschichte ist so heftig, dass die kantigen Zeichnungen irgendwie doch sehr gut dazu passen. Es hat mich sehr ergriffen. Ich habe schon einiges gelesen und gesehen über Heime in der Zeit des Nationalsozialismus. Das Thema ist ja heute nicht mehr ganz unbekannt, das Menschen sehr schnell als sogenanntes „unwertes“ Leben klassifiziert wurden, oder sagen wir lieber, diesen Stempel aufgedrückt bekamen, um dann in Erziehungsheime und Anstalten geschickt zu werden. Viele wurden getötet, gequält oder zwangssterilisiert.
Zucht und Ordnung im allerschlimmsten Sinne, macht Fritz von Anfang an durch. Mit schlimmster Brutalität, und das oft auch noch von Christen/Nonnen, die regimetreu in den Erziehungsanstalten ihre uneingeschränkte Macht und Gewalt auslebten, selbst den Kindern und auch den Kleinsten gegenüber.
Weil die Mutter sich und Ihre Kinder töten wollte, wird sie als kranke Person eingestuft und somit auch ihre Kinder als krank definiert – der Hintergrund spielte damals keine Rolle. Es gibt kein Entkommen für Fritz.

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Was mir nicht bewusst war ist, dass auch in sogenannten Waisenhäusern so schlimm mit den Kindern umgegangen wurde – aber es vermischt sich später, weil Fritz als „gestört“ angesehen wird.  Getötet wird er nicht, wie viele seiner Kameraden, und er überlebt alle Misshandlungen und Quälereien. „Ausmerzen durch Hunger und Arbeit hieß das Programm der Nazis“ – wenn das mal alles gewesen wäre. Aber es war viel schlimmer. Seine Arbeitskraft wird schamlos ausgenutzt und hier finden sich Methoden der weißen Folter – Folter die man den Menschen nicht ansieht. Als er etwas größer ist, kommt er zu einem Bauern, und dort vom Regen in die Traufe. Aber er begegnet hier einer Kuh, der es genauso geht wie Fritz und hier erlebt er das erstemal Zuneigung. Sehr berührend….

Als der Krieg vorbei ist – er spielt im Buch keine Rolle –  geht es genauso weiter wie zuvor.

Was diese Grafik Novel sehr besonders macht, ist dass hier tatsächliche Personen vorkommen und es ein echter Lebenslauf ist. Wirklich beklemmend. Und für mich immer noch und immer wieder schockierend, wie die alten Nazis nach dem Krieg einfach weitermachen konnten. Meistens an den vorherigen Arbeitsstellen, oft gar mit Beförderung nach dem Entnazifizierungsprogramm – unfassbar. Echte Beispiele werden hier aufgeführt. Die Geschichte basiert auf autobiografischen Schriften von Fritz, der nicht schwieg.

Ärzte und Pfarrer, bis in die 1950iger, 1960iger Jahre hinein, bis zur Rente, durften Sie unbehelligt weitermachen, auch wenn sie an Menschenversuchen beteiligt waren – auch das nicht neu. Irgendwas ist da so verdammt schief gelaufen. Und wenn man sich dann vorstellt, welche Nachfolger von ihnen ausgebildet wurden, dann weiß man, wie weit der Nationalsozialismus mit seinen kruden Ansichten in das Leben heute hineinreicht. So war es nicht nur in der Medizin und Pflege/Erziehung der Fall sondern durchaus auch gern in Behörden oder den Schulen. Das hat starke Auswirkungen, vor allem wenn wir auf das Menschenbild schauen, welches die Nationalsozialisten verbreitet haben und welches heute in unseren Systemen immer noch stark zu erkennen ist. Es geht immer um gesellschaftliche Normen, damals und heute. Auch nach dem Krieg verschwanden immer wieder nicht passende junge Menschen in Heimen – die DDR hat da auch noch eine ganz eigene Geschichte zu erzählen. Die Opfer kämpfen heute noch um Wiedergutmachung..

Die Geschichte von Fritz geht weiter, leider endet sie abrupt und man erfährt nicht so richtig, was aus ihm geworden ist, aber es gelang ihm wohl, sich ein Leben aufzubauen.

Die Konzentrationslager wurden befreit. Viele Kliniken und Heime, blieben noch Jahre nach Kriegsende, so wie sie waren. Keiner kam und befreite die gequälten Seelen. Unfassbar traurig.

Der Geschichte geht eine kurze Einleitung zum Thema voraus und folgt ein langes und interessantes Nachwort, welches den Bogen bis heute schlägt; allerdings hätte ich mir hier weniger Fachtermini und eine einfachere Sprache gewünscht, um für jeden Leser verständlich zu sein.

Wenn wir denken das ist heute vorbei, so liegen wir falsch. Vieles erlebt ein Comeback. Es kommen wieder mehr bestimmte starke Medikamente zum Einsatz und für unpassende Kinder gibt es heute die Diagnosen wie ADHS. Viele Kinder werden mit dem gefährlichen Ritalin behandelt, welches oft heftige Nebenwirkungen hat.
Das ganze geht aber noch viel weiter mit der modernen Forschung – welches Menschenbild haben wir, und was liegt dem Zugrunde, sehr schön zusammengefasst und sehr lehrreich im Nachwort zur Sprache gebracht.

Ein wichtiges Buch!

****

Robert Krieg/Daniel Daemgen
…und über uns kein Himmel
Graphic Novel

95 Seiten, 14,90 Euro

****

von Gerda wurde ich auf einen weiteren Fall aufmerksam gemacht: http://www.zeit.de/1964/08/der-merkwuerdige-fall-heyde

Zum Ende der DDR – Treibsand

DSCN5202Eines dieser Bücher welches ich gern Selbst geschrieben hätte. Das Trio Mönch Lahl Kahane kannte ich schon vom „17.Juni“ – welches mir auch ausgesprochen gut gefällt.

Beiden Graphic Novels ist gemeinsam das Politik und Geschichte auf eine einzigartige und tolle Weise erzählt wird. Inhaltlich tiefgehend und lehrreich.

In „Treibsand“ wird der Zusammenbruch der DDR aufgearbeitet und schließt damit irgendwie auch an den „17.Juni“ an – damals wurden die Aufstände gewaltsam niedergeschlagen. ´89 lief da anders – in Treibsand klingt es wie ein Versehen der Ostdeutschen Politik. Keine uninteressante Theorie, denn wenn man sich mal das Alter der Mächtigen damals anschaut und beachtet wie lange alle an der Macht waren, wie eingefahren und steif Gesetze, Vorgaben, Lauf der Dinge, was für ein riesen Apparat dahinter und wie wenig Geld…

Im Buch ist es ein amerikanischer Journalist der Deutschland besucht. Gerade hat er noch in China die blutige und gewaltsame Demonstration der Staatsmacht erlebt und ist nun voller Besorgnis beobachtet was in der DDR passiert. Er begegnet einer Frau die flüchten wollte und erwischt wurde – Ihre Geschichte und die Geschichte Ihrer Familie ist eng mit dem Staat verbunden und gibt Aufschluß darüber wie die DDR mit ihren Bürgern umzugehen pflegte.

Sehr viele Themen sind im Buch untergebracht und Detailreich erzählt – ein wirklich gutes Geschichtsbuch. Stelle ich mir perfekt vor für den Geschichtsunterricht, so lebendig und vielseitig wie es erzählt. Ich habe es jetzt 2 mal gelesen und habs trotzdem auf meine Wunschliste gesetzt (es ist aus der Bücherei).

Spoiler:

Man erfährt etwas über die Grenze, die Arbeit an der Grenze, über Gorbi und die verschiedenen Politiker der DDR. Über den Umgang mit Flüchtlingen, das Frauengefängnis Hoheneck und es geht viel um Geld. Geld für das Menschen vom Westen freigekauft wurden oder Geld was der Staat mit der Arbeit seiner vielen Gefängnisinsassen verdiente.
Die Flüchtlinge in der westdeutschen Botschaft kommen genauso vor, wie die Staatssicherheit und der Spitzelapparat, die Maueröffnung und die Demonstrationen und und und … die groben Zeichnungen in ihrer ganzen Vielfalt passen wieder hervorragend zum Buch.

Treibsand

Max Mönch und Alexander Lahl

Zeichnungen Kitty Kahane

Graphic Novel, Metrolit Verlag

gesponsert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur

Literatur des Nordens 2 von 3

DSCN1550Geschichten? Märchen? Sagen? aus dem Norden von Isabel Greenberg (hinter dem Link gibt es eine Leseprobe und einen kleinen Film). Am Anfang dachte ich es handle sich um eine Sammlung von Weltenenstehungsgeschichten, Überlieferungen, neu erzählt und interpretiert. Vielleicht ist es auch so, aber eine Ahnung sagt mir das das meiste doch eher eine freie Erfindung ist, was mich persönlich im laufe des lesens etwas unruhig machte, der Wirkung des Buchs aber keinen Abbruch tut. Vielleicht hat mich auch der Titel „Die Enzyklopädie der Frühen Erde“ denken lassen das es um Volkssagen geht.

Im Zuge meiner Diplomarbeit vor vielen Jahren habe ich mich mal mit Schöpfungsmythen weltweit beschäftigt, und deshalb denke ich auch das hier doch eher erfundenes erzählt wird.

DSCN1551Ich mochte den Zeichenstil von Isabel Greenberg von Anfang an, sehr einfach, aber auf den Punkt. Des Reduktion der Farben verstärkt für mich die Wirkung der Bilder. Das mit dem gelben Hintergrund ist eine Außnahme und ist die Innenseite des Covers.

Am Anfang kann man sehr gut folgen im laufe der Geschichte wird es etwas wilder, passend zu Eis und Schnee und der markanten nicht unbedingt lebensfreundlichen Umwelt des Nordens.

Das Buch ist voller Fantasie die aber meiner Meinung nach immer eng an die echten Geschichten anknüpft, vielleicht geht es auch gar nicht anders. Wirklich märchenhaft und spannend all die Geschichten.

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Soviel Phantasie und Erzählfreude macht richtig Spaß. Finde es so wunderbar das dieses Buch einen Verlag gefunden hat.

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Die Enzyklopädie der Frühen Erde

Isabel Greenberg

suhrkamp taschenbuch 4561

D: 16,99 €

Irmina – Grafik Novel

DSC05666Irmina von Barbara Yelin ist ein wirklich tolles Comic. Mich sprach die Geschichte an und so bestellte ich mir das Buch in der Bücherei und war total baff als ich diesen dicken Brocken vor mir sah – habs grad noch so in meinen Rucksack bekommen, aber damit ist auch der Preis geklärt.

Die Zeichnungen haben mich durchweg sehr angesprochen. Mit einem kräftigen, manchmal suchend erscheinendem, Strich sind die wunderbaren Bilder gezeichnet. In der Nähe ganz grob, erschafft Barbara Yelin doch wunderbare Details die vorallem durch Farbe/Kontraste dargestellt werden.

Die Geschichte spielt ja hauptsächlich in einer düsteren Zeit und das wird durch den dunklen Strich natürlich sehr gut dargestellt – ich bin wirklich sehr begeistert von den Zeichnungen.

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Einige Details – Bitte anklicken zum vergrößeren

Und natürlich hat mich auch die Geschichte gepackt. Nicht nur weil es auch eines meiner Themen ist, sondern weil Sie sehr gut erzählt wird. Es hat mir schon die Tränen in die Augen getrieben. Alle die wir damals nicht lebten, können uns glücklich schätzen.

Achtung Spoiler:

Irmina ist am Anfang des Buches eine junge Frau die eine Ausbildung in England macht – dort aber in Ihrem Umfeld schon ein wenig eine Außenseiterin ist. Mir kommt Sie manchmal ein bisschen schüchtern vor und unsicher. Das lese ich auch sehr aus der Körperhaltung in den Zeichnungen heraus. Sie lernt dann einen jungen Mann kennen, der ebenfalls ein Außenseiter ist, durch seine Hautfarbe. Die beiden freunden sich an und genießen Ihre Zeit zusammen. Durch die politischen Umstände geht Irmina irgendwann das Geld aus und auch Ihre Unterkunft wird gekündigt, so das Sie erstmal zurück nach Deutschland fährt, wo der Irrsinn leider schon voll im Gange ist.

Man versteht es vielleicht nicht ganz warum Sie zurück geht. Aber ich denke es ist sehr schwer für Sie, so allein in England, wo Sie auch nie richtig Anschluß gefunden zu haben scheint und als Deutsche sich immer wieder erklären muß.

Howard Ihr Freund ist sehr mit seinem Studium beschäftigt, und da wo sich Irmina wagt aufzulehnen ist er lieber vorsichtig. Sie bleiben in Kontakt, aber irgendwann kommt ein Brief an Ihn zurück. Und der Kontakt ist nicht mehr da.

Spoiler aus

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Die Geschichte gefällt mir und gleichzeitig macht Sie mich sehr traurig. Eine junge Frau, auch mutig – ein bisschen naiv vielleicht, aber mit Ideen; geht unter im Lauf der Geschichte. Wird auch zu einer Mitläuferin. Aber eigentlich steckt Sie nur in einem normalen Alltag fest, wie soviele Frauen heute auch. Sie heiratet, bekommt ein Kind. Ihr Mann fällt im Krieg, danach bleibt Sie für immer allein, obwohl dieser Mann bestimmt nicht Ihre große Liebe war. Sie scheint mehr auszuhalten als zu leben, und das kommt mir manchmal ziemlich bekannt vor. Es es tut einem im Herzen weh..

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AchtuDSC05670ng Spoiler:

Sehr sehr viel später macht Howard, der Freund von damals aus England aus England Sie ausfindig. Und Irmina fährt nach Barbados. Dort ist Howard ein angesehener Mann und hat im Gegensatz zu Irmina Wohlstand und Familie. Ein wirkliches Gespräch ist nicht möglich…. und trotzdem hinterläßt es ein versöhnliches Gefühl das Irmina nun doch nochmal in Barbados war und beide von sich wissen.

Spoiler aus.

Mein Lieblingsbild ist eines auf dem sehr wenig drauf ist und was auch dadurch sehr viel Stimmung erzeugt.

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Das ganze hat ein, für mich unerwartetes Nachwort, von einem Dr. Alexander Korb. Diesem kann ich mich aber nicht anschließen. Ich lese anderes aus den Bildern.

B. Yelins Stil gefällt mir sehr gut, und zwar so, das ich jetzt nochmal ganz konkret nach Ihren anderen Arbeiten schauen werde. Sie hat auch eine interessante Webseite – Irmina wurde mehrfach ausgezeichnet.

Es gab sogar eine Veranstaltung zum Thema „Comics als Metageschichte – Lesung mit Christina Plaka und Barbara Yelin“.

Wirklich schön diese Mischung von Comic und ernsten Themen – ähnlich wie Michel Kichka – Zweite Generation nur anders eben.

***

Irmina

Barbara Yelin

288 Seiten, farbig, 19,5 x 23,5 cm, Hardcover

EUR 39,00

Reproduktverlag

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weitere Rezensionen:

http://www.fr-online.de/literatur/barbara-yelin–irmina–die-ganze-welt-stand-ihr-offen,1472266,28766614.html

http://www.spiegel.de/kultur/literatur/graphic-novel-irmina-ueber-nazizeit-alternative-zu-deutschland-a-1008601.html

Widerstandscomic Grenzfall

DSC05550Ich liebe Comics, auch wenn ich etwas wählersich bin und sicher subjektiv was den Zeichenstil angeht. Aber wer ist das nicht. Grenzfall hab ich gestern Nacht an einem Stück gelesen. Die Geschichte beginnt 1982 und erzählt anhand des Schülers Peter Grimm ein Stück DDR Geschichte. Genauer gesagt die Geschichte der Enstehung des Widerstand der am Ende zum Ende der Deutschen Demokratischen Republik führte. Im Anhang befindet sich ein Glossar mit wichtigen Begriffen und auch Zwischendurch werden DDR Vokabeln geklärt, für die jüngere Generation.

„Grenzfall“ wäre ein gutes Buch für den Geschichtsuntericht, weil hier einfach und in einem Unterhaltsstil wichtige deutsche geschichte erzählt wird. Greifbar durch den privaten Faden eines jungen Lebens. Peter bekommt erst Probleme in der Schule – im Grunde wegen Nichtigkeiten. Später soll er angeworben werden vom Spitzeldienst, und in der zweiten Hälfte der Geschichte – Peter nun mit Frau und Kind – dann als Bespitzelter und politischer Aktivist.

Der Zeichenstil, ist schwarz-weiß und schlicht. Schrift sehr gut lesbar. Insgesamt ein guter Comics bzw eine interessante Graphic Novel. Und der Stil kommt der geschichte sehr entgegen. So wird Geschichte gut greifbar finde ich, vorallem für junge schulmüde Menschen, die mal ein bisschen Unterhaltung brauchen und trotzdem was lernen wollen.

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