Histaminpirat – Blogparade „Mein Körper (und ich)“

Eva von Histaminpirat schreibt über Histaminintoleranz und stellt ein Gesundheitsbuch für Frauen vor
Hier gehts zum Artikel ->

Ich werde demnächst auch noch mal eine kleine Liste von guten Büchern zum Thema Gesundheit und Körper machen, speziell für Frauen.

Hier findet Ihr die vorherigen beiträge zur Blogparade:

Martina
Eine Körpergeschichte

Karolin
Bauchweh 2

Christiane
Ich bin der Typ der alles in sich reinfrisst

Karolin
Bauchweh

Sandy
Das Essen und Ich

Marie
Körperfreundliche Kindererziehung

Maren
Der Pharma-Zoo

Solina
Thema Wohlfühlkörper und Fitness

Hiltrud

Schmerz und Leben und Humor

Wortbunt mit 3 Texten und Collagen

Augenwischerei

Schamhaare

Traumkörper

Chutriel
und die Geschichte ihrer Panik

Monika
HPU und Hochsensibilität

Nadine
„Mein Körper und ich“ und keine Waage

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Bauchweh Teil 2 – Blogparade „Mein Körper (und ich)“

Der Körper. Der einen von Anfang an begleitet. Ist man dieser Körper? Oder ist man nur in Ihm? Aufjedenfall ist klar er ist da und so richtig bestimmen über ihn kann ich nicht. Er macht ganz schön viel ohne mich. Er funktioniert tagtäglich in einem faszinierendem Zusammenspiel all der inneren Organe und der Muskeln, Nerven, Haut und Fasern. Und manchmal funktioniert er eben gar nicht so wie er soll. Da schmerzt er. Da wuchert er. Da wachsen Sachen wo sie nicht hingehören. Oder verschwinden Teile wie Zähne und Haare in langen Prozessen oder anfallsweise. Manchmal spielt alles verrückt und man dreht fast durch, auch aus Angst das es nicht mehr aufhört. Oder weil man grade nicht mehr klar denken kann.
Wenn man da mitten drin steckt und gefühlt so gar keinen Einfluß nehmen kann, da ist da nicht viel morgen. Und mitten im Schmerz oder der Krankheit ist es kaum vorstellbar wie es ohne war; und wenn es einem gut geht ist auch die Erinnerung an die schlimmen Momente eben nur mehr Erinnerung.

Endometriose. Sie wird oft lang nicht erkannt. Regelschmerzen werden nicht als ungewöhnlich betrachtet und auch Bauchweh oft viel zu schnell der Psychosomatik zugeordnet, was dann in der medizinischen Realität heißt: da machmer nichts, entspannen sie sich einfach mal, oder so ähnlich.
Überhaupt wird über die monatliche Regel viel zuwenig gesprochen. Auch unter Frauen. Echt jetzt? Ja, is so. Wenn man mal was erfährt dann von Frauen die ja gar kein Problem haben oder die jeden Monat Tabletten schlucken um klar zu kommen im Alltag.
(Text Teil 1 -> hier entlang)

Als meine Frauenärztin meinte das ich Endometriose hätte drängte Sie recht schnell auf eine Op und die Einnahme der Pille. Von alternativen Behandlungsmethoden war keine Rede, geschweige denn von einer Wahl. Und auch wenn ich seit vielen Jahren diese monatlichen Tage voller Schmerz und Elend gewohnt war, war es jedesmal wieder eine ungute Zeit, ein sprichwörtlicher Krampf und Kampf, vielleicht auch weil da eben niemand war um drüber zu reden. Man nicht funktionierte in einer Welt wo man parat zu stehen hat.
Ich hatte das Glück das mein Zyklus sehr regelmäßig war und ich ungefähr planen konnte. So schaute ich wo es ging, das ich in dieser einen Woche im Monat keine Termine hatte, das ich genug zu Essen zu Hause hatte um nicht rausgehen zu müssen usw. Schlimm war es wenn ich mich an den 2,3 schlimmsten Tagen auf Arbeit schleppen mußte und alles an mir sich unwohl anfühlte.

Manchmal gab es Lichtblicke, Monate wo es nicht ganz so schlimm war.
Ich habe ja letztens schon geschrieben das ich dann operiert wurde. Und ich sage euch es hat nichts verändert. Man hat wohl jede Menge Streuungen gefunden und ich hatte Glück das alles glatt gelaufen ist. Inzwischen habe ich im Internet von genug Frauen gelesen die nicht soviel Glück hatten, wo z.b. die Blase oder der Darm in Mitleidenschaft gezogen wurden oder verletzt wurden durch die Op. Manche Frauen haben sich x mal unter das Messer gelegt. Das Ding ist aber das die Endometriose dort dann oft Narbengewebe erzeugt und andere Beschwerden hinzukommen.
Die Pille kann das sozusagen stilllegen, viele Sorten gibt es da nicht, die die es gibt haben, wie die meisten Pillen, oft starke Nebenwirkungen, die leider von den Frauenärzten verschwiegen werden.
Bei mir und auch bei anderen Frauen bleibt die Menstruation dann vollends weg. Und nein das fühlt sich nicht gut an. Die Frauenärztin damals meinte ich solle doch froh sein, andere Frauen würden sich drüber freuen. Dabei ist so eine monatliche Blutung, ja viel mehr als nur eine Blutung. Sie ist ein Teil eines zutiefst weiblichen Rhythmus, eine innere Reinigungsprozedur und gehört zum Frau sein dazu.

Ich fühlte mich wie ein Luftballon gefüllt mit Kieselsteinen. Durch die Pille veränderten sich auch meine Gefühle und mein Körper zeigte komische Symptome – auch Schmerzen nur anders. Viele Pillen verursachen oder verstärken depressive Tendenzen, lösen Kopfschmerzen aus oder Übelkeit usw. Die Pille ist das Gegenteil von einem gutem Körpergefühl, bzw. verwehrt sie dieses. Sie steht im Weg und hilft nicht, außer das sie die Endometriose wohl stoppen kann. Ich finde es unfassbar das die moderne Medizin nicht ein Stück weiter denkt, aber überraschen tut mich das nach meinen allgemeinen Erfahrungen nicht.

Zwei Jahre nach der Op startete meine Revolution. Ich hatte entgültig die Nase voll davon mich nur noch mies zu fühlen. Ich setzte die Pille ab, meine Ärztin hatte keine Alternative und rief mir eine Art Fluch hinterher das die Endometriose ja jetzt wieder froh wachsen könne. Super. Das ich dort nicht mehr hin bin – auch klar. die nächste Frauenärztin wollte dann übrigens gleich meine Gebärmutter ganz entfernen, als wäre diese nur ein Stein im Schuh.
Und ja nach ein paar Jahren ist Sie auch wieder gewachsen, die Endometriose, aber ich lebe damit. Momentan weiß ich nicht wie es aussieht. Nachdem ich unterschiedliche Ärzte und Ärztinnen ausprobiert habe hatte ich erstmal keinen Nerv mehr.

Jetzt will ich euch aber nicht weiter zutexten sondern darüber schreiben was mir geholfen hat und hilft:

* Ich lese jede Menge (alternative) Literatur über Frauenkörper, Frauenweisheiten, Frauentraditionen, Frauengesundheit usw.
z.b. Die weise Wunde Menstruation, Der Ursprung der Welt, Frauenkörper Frauenweisheit, Das Tao der Frau, Die Weisheit der Menstruation etc. gibt wirklich tolle und hilfreiche Bücher

*Ich nutze Kräuter wie z.b. für Tees oder als Duftöl – mir hilft Melisse, Hopfen, Lavendel, Kamille zum entspannen und entkrampfen

*ich teste mich durch verschiedene homöopathische Mittel, auch als Mittel zum Spritzen (Endometrium), geholfen haben mir Sepia, Lachesis, Pulsatilla, Nox Vomica, Colocynthis, Chamomilla, Belladonna, Ignatia – wichtig ist hier immer zu schauen wie und welche Beschwerden im Moment da sind (die Ratgeber von GU kann ich empfehlen) – was ich immer zu Hause habe und was sehr gut bei Krämpfen hilft ist das Schüsslersalz Nr. 7 (Magnesium)

*In der Zeit wenig essen und vorallem leicht verdauliches, Wasser trinken ist immer gut. Wurzelgemüse stärkt und eine gute Suppe ist sehr wohltuend – da heißt es nach dem Typ zu schauen (mir war oft kalt und ich hab Wärme gebraucht) -> hilfreich kann hier die TCM sein
Eher nicht so gut sind Milchprodukte, Kaffee, Fleisch, sehr gut ist alles Grüne, das man besten zumindest gedämpft

*Zitrone: mit dem Saft einreiben (hilft bei allen Krämpfen) Zitronensaft trinken hilft gegen Kopfschmerz, Blutarmut und depressiven Verstimmungen

*Mineralstoffhaushalt: mit Endometriose geht oft ein Mangel an Nährstoffen einher, wie z.b. Eisenmangel (Ferritinwert checken), Zinkmangel, Vitamin B Mangel usw. -> großes Blutbild machen lassen -> dadurch das man Beschwerden hat (unbedingt eine Liste machen) gibt es eine Indikation dafür, sonst müßte man das meiste selber zahlen. Wenn der Arzt sich querstellt zum nächsten gehen. Hilfreich sind hier oft Ärzte für Hämatologie, ich war in einer Krebspraxis! Nehme seitdem zusätzlich Nährstoffe zu mir, das sollte regelmäßig geprüft werden. Der Körper ist ein fein abgestimmtes System und man kann nicht einfach was zuführen und fertig. Hier heißt es sensibel vorzugehen und gut zu beobachten. Außerdem verschiedene Mittel testen. Das Eisen aus der Apotheke ist meistens nicht verträglich, ich habe, nachdem ich schon total verzweifelt war und eine starke Anämie hatte, endlich bei Vitaminexpress ein verträgliches Eisen gefunden. Manchmal sind auch gefühlte Depressionen einfach Nährstoffmängel, und ich finde es ein ganz großes Versäumnis, das sowas nicht als allererstes überprüft wird beim Hausarzt. Davon sind sehr sehr viele Frauen betroffen udn wissen es nicht. Unser alltäglicher stress verbraucht unmengen an Eisen, bzw schädigt die Aufnahmefähigkeit des Darmes, so das nicht alle Nährstoffe verwertet werden können – natürlich sollten auch gute Nährstoffe zugeführt werdn also frische Nahrungsmittel, kein Fertigessen

*Kuscheln mit der Wärmflasche, hinlegen

*überhaupt 3 Gänge runterschalten, egal was man müßte oder sollte, du gehst vor, also ist verwöhnen und ausruhen angesagt

*ruhige Spaziergänge wenn möglich/Tageslicht

*Schlaf bzw ausruhen

*leichte Yogaübungen/Gymnastik – hinlegen 🙂

*Akupressur, hier lohnt es sich nach Büchern zu schauen, es gibt mehrere Punkte die man selbst behandeln kann und ich habe damit hervorragende Erfahrungen gemacht. Man muß aber drauf gefasst sein das es nicht immer gleich hilft. Es braucht Ruhe dafür und etwas Geduld – die Punkte müssen schon so 15 bis 20 Minuten behandelt werden.
Z.b. gibt es 2 Leistenpunkte die sehr hilfreich sind

*Eft Klopftechnik, hierzu gibt es einige Anbieter bei Youtube die das erklären, da mußt du mal schauen welcher Dir zusagt. Ich finde die Erklärungen von Magic Button Maxim (Ja es ist mit der Akupressur verwandt) oder Michaela Thiede sehr gut

*Atemübungen – da hab ich viel aus meiner Singgruppe mitgenommen. Singen und Tönen ist ganz famos, dadurch wird das Zwerchfell bewegt und unsere inneren Organe angeschubst. Wenn wir dann richtig tief atmen, so wirklich in den Bauch rein, hilft das sich zu lockern und damit den Krämpfen entgegen zu wirken, sehr gut sind – also wenn man Töne machen mag, tiefe Töne und erdiges wie das U… ruhig raustöhnen, es hilft!
Im Alltag atmen wir oft viel zu flach und dadurch entstehen auch permanente Verkrampfungen – man kann da wirklich jeden Tag was machen.

*Keine Tampons – das gehört zur Thematik Körperverhältnis. Das ist ja oft ein verkrampftes Thema an sich. Und die Tage gibts ja irgendwie oft nur so im Geheimen obwohl 50% der Weltbevölkerung monatlich davon betroffen sind. Oft wird das Menstruatiosnblut mit etwas unreinem und ekligem in Verbindung gebracht und die Tampons verbergen das dann schön… Stichwort Werbung, Unsichtbar, Geruchslos, Sauber  – alles klar. Aber wie geht man eigentlich mit sich und seinem Körper um wenn man denkt das jeden Monat etwas widerliches und schlechtes mit diesem passiert und dieser Körper etwas ekliges absondert? Deine Einstellung zu Dir und deinem Körper macht etwas aus. Ich denke das Blut will fließen, übrigens tut es das auch in der Schwerelosigkeit raus aus der Vagina! Also würde ich sagen stehen wir dem nicht im Wege und verstopfen den Ausgang mit Zellstoff und seinen Zusatzstoffen. Modern sind ja inzwischen die Menstruationstassen. Ich finde aber auch das ist zuviel Plastik und eine Art Verschluß, aber da muß jede selber schauen. Eigentlich ist die Menstruation ja ein Wunder, jeden Monat bereitet Sie unseren Körper darauf vor ein Kind zu empfangen und zu beherbergen.

*Wohlfühlkleidung

*Sich mit der eigenen Weiblichkeit und dem eigenem Körper auseinander setzen.
dazu gehört für mich auch sich mit natürlichen Rhythmen zu beschäftigen, in der Natur (also auch in uns) z.b. Jahreszeiten, Mondrhythmus, Tagesrhythmus, eigener Rhythmus

*Sich Zeit nehmen, am Besten schon 2,3 Tage vorher damit anfangen

Empfehlung: Broschüre des feministischen Frauengesundheitszentrums Berlin – gibt es für schlappe 7 € – viele Infos zu Nährstoffen u.a.
https://www.ffgz.de/bestellen/broschueren/endometriose-verstehen-meinen-weg-gehen.html

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http://www.endometriose-vereinigung.de/was-ist-endometriose.html

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http://generation-pille.com/endometriose-einziger-ausweg-pille-natuerliche-behandlung-bei-endometriose/?

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http://www.netzwerk-endometriose.de/qs-endo-was-ist-das/

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http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/hysterektomie-jeder-sechsten-frau-wird-gebaermutter-entfernt-a-953374.html

 

 

 

Bauchweh – zur Blogparade „Mein Körper (und ich)“

Das macht mir Bauchweh, das heißt man fühlt sich nicht wohl mit etwas. Wenn man nun dauernd Bauch weh hat, heißt das dann das man sich dauernd nicht wohlfühlt? Der Bauch als Sitz der Kraft, sagt man wohl bei den Chinesen. Der Bauch, unsere Mitte, eine Mitte die schmerzt. Die Mitte also.
Als ich in der Grundschule war, einige Zeit nach unserer Ausreise aus der DDR, hatte ich immer wieder Bauchschmerzen und kam für eine längere Untersuchungszeit ins Krankenhaus. Die Untersuchungen waren teilweise scheußlich, aber sonst fand ich das Krankenhaus ganz schön und fühlte mich so wohl das ich es gar nicht eilig hatte wieder nach Hause zu kommen. Meinem Bauchweh half das aber nicht. Es wurde nichts gefunden und dabei hat man es belassen.

Vielleicht war das der Moment als der Bauch zu meinem Radar wurde, einem Radar den ich nicht Verstand. Ich glaube mich zu erinnern das ich auch vorher schon öfter mal Bauchweh hatte. An einen Moment erinnere ich mich besonders.

Kurz bevor ich in die Schule kam wurde ich in der DDR zur Kur geschickt. Das war eine schlimme Zeit. Ich war 6 Jahre alt, sehr klein und sehr dünn, sagten die Erwachsenen. Ich hatte damit kein Problem. Ich sollte wachsen und zunehmen und mit mehr Hunger zurückkommen. In der Kur mußten wir jeden Tag Milch trinken, einen großen Plastikbecher voll. Ich fand Milch immer eklig und auch Plastikgeschirr. Heute weiß ich das ich Laktoseintoleranz hatte.

Wenn wir nicht aufgegessen haben,mußten wir uns neben die Erzieherin an den Tisch stellen, solange bis wir alles aufgegessen hatten. Eine Qual. Wenn der Bauch weh tat, wurde einfach die Hose aufgeknöpft. Ein Kind, was sich über seinem Teller übergab, mußte das wieder auslöffeln. Ein anderer der geflüstert hatte bekam dagegen ein Pflaster über den Mund geklebt.
Ich weiß nicht wie es ging, aber die Kur hat es geschafft, als ich wieder zurück war nach 6 Wochen – ich erinnere mich noch an die Brote mit Blutwurst auf der Rückfahrt im Bus – da aß ich mehr. Verlangte im Kindergarten Nachschlag bei der Suppe und wurde dafür gelobt.
Aber ich wurde weder dicker noch viel größer. Ich blieb lange die Kleinste, und da dies auch immer wieder thematisiert wurde hat mich das bis in mein Erwachsenenalter hinein beschwert – von innen her. Denn dünn blieb ich genauso ewig noch.

In der Schule hatte ich oft Bauchweh, besonders bei Fächern wie Sport oder später dann im Sprachlabor – heute weiß ich, ich hatte ziemlich oft Angst. Angst vor Sport, vorm Sprachlabor und vor Lehrern und solchen Sachen. Angst was falsch zu machen und mich zu blamieren. Da nützte es auch nichts klein und dünn zu sein, man kam immer irgendwie dran. Nur bei einem Spiel konnte ich punkten, da wurde man von außen mit dem Ball abgeschossen (Krieg), sehr merkwürdig. Mich trafen sie meistens nicht, ich war auch zu flink.

Wenn ich heute zurückschaue ist es mir klar, das dieses Bauchweh ein Angstradar wahr. Spezielle Ängste, bei Gewitter ist er nicht angesprungen, obwohl ich da viel Angst vor hatte. Ich hatte auch Angst vor Einbrechern, und Angst vor Krieg, bestimmten Flugzeugen, und vor Atomenergie.

Viele Jahre später war ich an einem Arbeitsplatz gelandet wo es mir überhaupt nicht gut ging, aber ich hatte auch sehr viel Angst vor dem Arbeitsamt, so das ich mich jeden Tag wieder zur Arbeit quälte. Angst hier, Angst dort. Zu einem cholerischen und echt ekligem Chef.

1,5 Jahre quälte ich mich durch. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon lange jeden Monat mindestens 2 Tage furchtbare Schmerzen, Menstruationsschmerzen – diese begleiteten mich seit meinem 13. Lebensjahr. Seit inzwischen über 28 Jahren, Monat für Monat, pünktlich. Ich konnte meine Uhr danach stellen. Ich weiß gar nicht mehr so richtig wie ich damit umgegangen bin, ob es früher irgendwie auszuhalten war, wenn ich mich wenig bewegte… ich erinnere mich noch das ich große Probleme hatte Tabletten zu schlucken, also kamen die damals wohl nicht in Frage. Heute kenne ich Schmerzen von denen ich denke, das ich das ohne Tablette nicht aushalte. Ich versuche trotzdem so selten wie möglich welche zu nehmen, weil ich das nicht mag und die Dinger ja auch Nebenwirkungen haben.
In der Zeit mit dem blöden Job, kamen dann noch schlimme Kopfschmerzen hinzu nun ja und die allgemeine Quälerei. Und dann bekam ich die Diagnose Endometriose. ‚Das sind eine Art Zysten die nicht von alleine wieder verschwinden, sondern sogar wachsen und sich verteilen können – sagte die Ärztin. Sie riet mir sehr schnell zu einer OP und das ich danach unbedingt mit Rauchen aufhören mußte und die Pille nehmen müßte um weiteres Wachstum zu verhindern. „Na super“ dachte ich. Und wieder war sie da, die Angst.
Diesmal ging ich so überhaupt nicht gern ins Krankenhaus und fühlte mich total verlassen und ahnungslos. Und das war ich im Grunde genommen auch. Die blöden Details lasse ich jetzt mal weg, von Empathie kann man beim Krankenhauspersonal nicht reden. Von Aufklärung seitens der Ärzte auch nicht.
Ich kann aber sagen, wenn du mörderische Bauchschmerzen hast jeden Monat, könnte es sein du hast Endometriose (und vielleicht auch Angst).

Fortsetzung (mit Tips) folgt
zum Teil 2 -> hier entlang

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Ein Feuerwerk – Untenrum frei

Seit Wochen schiebe ich diese Rezension vor mir her, dabei muß ich sagen:
Verdammt! Ja! Lest dieses Buch!
Margarete Stokowski beginnt, wie es so oft üblich ist bei solchen Büchern die zwischen Sachbuch und persönlichem Erfahrungsbericht hin- und her pendeln, mit eigenen Kindheits- und Jugenderlebnissen. Und ich dachte, wenn das so weitergeht hab ich mich echt vertan. Die Autorin ist nun doch eine andere Generation, hat andere Erfahrungen gemacht, und zieht daraus andere Schlüsse. Mir hat da ein ganzes Stück weit eine Identifikationsfläche gefehlt.
Doch nach und nach nehmen die Erzählungen und Berichte richtig Fahrt auf. Und ich glaube was es so schwer macht darüber zu schreiben ist die Unmenge an Themen, Ankern und wirklich wichtigen Punkten – durch jede Menge Markierungen in meinem Buch gekennzeichnet.

zwischendurch

Das Buch ist, meiner Meinung nach, ein Must-have für Jeden und vor allem für jede Frau. Im Grunde genommen ist „untenrum frei“ eine Kampfschrift – eine die eben leider immer noch nötig ist. Denn von der Gleichberechtigung der Geschlechter sind wir immer noch weit entfernt.

Die Autorin scheut sich nicht Dinge anzusprechen über die man vielleicht noch nie weiter mit jemandem gesprochen hat oder nur mit den besten Freunden. Dinge über die man aber viel mehr sprechen sollte. Erstens um sich auszutauschen, für den Realitätscheck; und auch um zu merken wieviele dieser Themen eben nicht nur unsere Eigenen sind, sondern wirklich relevante Themen, die in eine öffentliche Debatte gehören. Auch wenn die Debatten erst mal in einer kleinen Öffentlichkeit stattfinden würden, wie eben im Freundeskreis oder auf Blogs, es wäre ein Anfang. Oder wie man es sieht, auch ein Anknüpfen – an Kämpfe, die viele Frauengenerationen vor uns geführt haben. Kämpfe deren Gewinn mir langsam unter zu gehen scheint, weil in schwierigen Zeiten oft ein Rückzug stattfindet. Scheinbar altbewährtes hervorgeholt wird, man doch in Traditionellem stecken bleibt anstatt zu hinterfragen was gerade Sache ist und wo wir wirklich stehen.


Klar ist es oft einfacher sich irgendwo sicher einzukuscheln, auf dem kleinstem gemeinsamen Nenner klarzukommen, aber eigentlich ist es auf Dauer gesehen unheimlich kraftraubend und vorallem Selbstverleugnend. Wenn du dich schlecht fühlen solltest, frag dich woran es liegt. Hinterfrage deine Lebensweise, dein Umfeld und die Strukturen – finde Dich nicht ab mit Dingen die als gegeben erscheinen. Glaube dir und deinem unguten Gefühl. Gefühle haben immer recht. Sie zeigen Dir was Sache ist, mehr als Gedanken, die du oft nur gelernt hast zu denken.

Wir haben heute, wie nie zuvor, die Möglichkeit uns zu äußern, Debatten zu beginnen und durch das Internet eine Möglichkeit auch viele Menschen zu erreichen. Es ist so wichtig Dinge anzusprechen und auszusprechen und sich zu zeigen. Es ist wichtig eine Vision zu haben und Wünsche und nicht stehenzubleiben und sich zufrieden zu geben .. weil es ist doch schon was, und es ist doch schon besser und eigentlich doch kein Problem.
Doch es gibt beim Thema Gleichberechtigung ein ganz großes Problem, und das ist das Problem der Konditionierung und des Erlernten – Frauen und Mädchen die sich für frei halten, weil es Ihnen so verkauft wurde. Die Sexy sein cool finden und der männlichen Welt so richtig schön zuspielen, weil Sie die Dinge nicht hinterfragen und nicht reflektieren. Das hat nichts damit zu tun das jeder frei bestimmen sollte wie er/sie rumlaufen mag usw.
Die Welt ist eine männliche, und viele Menschen bemerken das nicht, merken nicht wie Frauen immer noch als Menschen zweiter Klasse behandelt werden und wie normal es in unserer Welt ist Sexismus und Frauenfeindlichkeit ausgeliefert zu sein, der täglichen kleinen Gewalt, und wie oft der weibliche Körper verdinglicht wird.

Margarete Stokowski greift in Ihrem Buch soviele wichtige Themen auf. Schreibt über Rollenbilder, Freiheiten und Macht und deren Auswirkungen. Ich zähle die Kapitelüberschriftenjetzt nicht auf denn Sie sagen zuwenig aus über den wirklich wichtigen Inhalt. Die Aufmachung des buches finde ich richtig gut, es fällt auf und das gebührt ihm und der Autorin allemal. Was das Buch für mich hervorragend ergänzt sind die Anmerkungen und die Literaturliste im Anhang, die ich sonst oft vermisse. Also hier habt ihr dann gleich eine gute Buchliste zum weiterlesen. Fight for your Right! Steh auf und kämpfe für dein Recht – und wie es Margarete Stokowski so gut formuliert: es beginnt wenn wir das Wort ergreifen! Auch lesen hilft weiter z.b. dieses Buch (und andere Literatur von Frauen) – das man aufjedenfall immer wieder lesen wird können, um sich daran zu erinnern auf was es ankommt.

Beim Rowohltverlag findet sich eine Leseprobe, sowie Lesetermine und ein Interview.

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Margarete Stokowski

„untenrum frei“

Rowohlt, 19,95 €

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Wenn du das Wort jetzt ergreifen möchtest mach doch mit bei meiner Blogparade „Mein Körper(und ich)“

„Mein Körper (und ich)“ – 2. Beitrag

Heute geht es weiter, mit einem Gesundheitsthema. Monika Richrath ist
Eft Coach und hat eine Stoffwechselstörung über die Sie heute, auch im Zusammenhang mit Hochsensibilität erzählt.

zum Artikel: HPU und Hochsensibilität

 

Der gestrige Beitrag:

Der erste Beitrag ist von Nadine vom Blog Mutterfreu(n)de – ein Blog von 7 Freundinnen mit Kinderwunsch

„Mein Körper und ich“ und keine Waage

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Du kannst gern noch mitschreiben, meld Dich mit einem  Thema bei mir

madameflamusse@googlemail.com

 

Einladung – kleine Blogparade

Hallo ihr BücherliebhaberInnen, Schreibwütige und BuchstabenverehrerInnen,

ich möchte euch zu einer kleinen Schreibparade einladen. Am 7.4. – also nächsten Freitag ist Weltgesundheitstag.
Mir liegt das Thema sehr am Herzen, diesmal geht es um Depression unter dem Motto „Let´s talk about“.
Also: Lasst uns drüber sprechen. Ich verlinke hier alle Texte die bis Freitag 20:00 Uhr bei mir eingegangen sind.
Auch auf Facebook werde ich auf meiner Seite:

https://www.facebook.com/findeAusdruck ein paar Sachen posten.

Die Dinge werden nicht besser wenn jeder in seinem Süppchen schmort, es ist wichtig Ausdruck zu finden und über das zu reden was los ist. Ich weiß manchmal wollen die Leute es nicht hören, hier aber hast du die Möglichkeit – auch gerne anonymisiert – über das zu sprechen was dich beschäftigt. Wer nicht schreiben mag ist auch gern mit einem Bild willkommen.

Freue mich auf Eure Beiträge! ❤

Nicht diese Art von Mädchen – Lena Dunham

dscn7659Wild, schräg, ungeordnet, bisschen erschreckend auch… alles dabei bei Lena Dunham. Ich liebe ihre Serie „Girls“ und die wunderbaren Figuren. Auch wenn es nicht mehr meine Generation ist, aber sie erzählt viel, und das unglaublich befreiend und offen, was mir auch bekannt ist, und was ich so vorher nirgendwo gesehen habe. Nun war ich natürlich auf Ihr Buch extrem gespannt – manchmal fiel es mir schwer die Serie und ihr Erzählungen im Buch voneinander zu trennen. Sie spielt bei „Girls“ selbst die Hauptrolle und erzählt davon auch in „Not that Kind of Girl“.

Es macht auf mich den Eindruck als würde sie sehr ehrlich schreiben, und deswegen verzeih ich auch das ungeordnete, das abschweifen und das andere-Geschichten-dazwischen-werfen.

Sie ist neurotisch, hat jede Menge Gesundheitsprobleme, ist seelisch unbalanciert (kommt mir immer wieder mal bekannt vor), das aber in einem Maße, was mich doch etwas verstört zurückgelassen hat und zwischendurch schwierig war auszuhalten – also Achtung wenn Ihr selber da ein Thema habt, es könnte triggern, sprich etwas unangenehm anstoßen in eurem Inneren. auf der anderen Seite ist diese Ehrlichkeit wirklich erfrischen und fühlt sich einfach sehr authentisch an.

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Lena Dunham ist aber auch so schon alles andere als eine durchschnittliche oder gewöhnliche junge Frau. Ihr Eltern sind beide künstlerisch tätig und so wie es klingt ist sie recht unkonventionell, frei und geborgen aufgewachsen. Sie erzählt von ihrer Familie und ihrer Schwester, Ihren Freunden, Männern, Sex (tut mir voll leid das Sie da soviele miese Erfahrungen gemacht hat), dem schreiben, über das Kranksein, Medikamente und Drogen, Ihre Zustände, Ihre Versuche und ihrem Lebenslauf bis hin zum Feriencamp – ich mag es sehr und hoffe es gibt viele junge Frauen die Ihr folgen und es einfach wagen sie selbst zu sein und das auch auszudrücken.

Will gar nicht mehr schreiben, da ich nicht zuviel verraten möchte, lest es einfach selbst.

Ps.: Es gibt im Buch total schöne kleine Zeichnungen, die mich an meine Kindheit erinnert haben als ich großer Nöstlingerfan war:

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Lena Dunham

Not that kind of Girl

Was ich im Leben so gelernt habe

S.Fischer, 19,99 €

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Interview mit Lena Dunham

http://www.fischerverlage.de/interview/11_Fragen_an_Lena_Dunham/1718713

http://www.hollywoodreporter.com/features/goodbye-girls-as-lena-dunham-cast-execs-overshare-show-oral-history-970777

 

 

 

 

Das Buch der Duftöle

dscn5723Duftöle – finde ich ein spannendes Thema. Wieviel verbinden wir mit Düften und wie sehr wirken Düfte auf uns. Und dies verbunden mit Ölen kann so heilsam sein.

Dieses Buch dazu lohnt sich sehr. Es ist nicht nur eins dieser Miniratgeber die einem erzählen was für was helfen kann, nein es ist sehr viel ausführlicher und richtig dick – über 200 Seiten. Ich bin sehr begeistert und es wird fortan in meiner Hausapotheke zu finden sein. Ich arbeite immer erst mal mit naturheilkundlichen Mitteln und der Homöopathie. Oft hilft das mehr als irgendwelche schulmedizinischen Medikamente. Ich denke viel Wissen ist in der modernen Zeit verloren gegangen, aber so manches Hausmittel erlebt eine Renaissance, weil eben nicht jeder gut auf die „künstlichen“ Medikamente unserer Zeit reagiert.

So hatte ich z.b. vor 2 Jahren eine sehr schlimme Verbrennung durch kochendes Wasser, schon damals wurde mir das reine Lavendelöl empfohlen – hier unbedingt auf die Echtheit achten. Und es hat sehr gut geholfen. Nicht nur das dieses Öl die Nerven beruhigt, nein es hilft eben auch sehr bei der Heilung von Verbrennungswunden.

Öle sind sehr ergiebig. Und die Autorin geht hier im Buch auch genau darauf ein warum und wie die verschiedenen Öle helfen. Ob nun äußerlich angewendet oder auch inhaliert. Pfefferminz, Eukalyptus und Teebaumöl helfen z.b. sehr bei grippalen Infekten und momentan bin ich sehr froh das ich diese Öle da habe und kann das nur weiterempfehlen.

Gerne auch wende ich Öle in der Duftlampe an wenn die Stimmung mies, ängstlich, depressiv ist – das ist auch eine tolle Sache für Haustiere und kleine Kinder. Eine sanfte Methoder zur Unterstützung. Noch toller ist natürlich ein richtiger Diffuser.

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Hier die einzelnen Kapitel im Buch:

  1. Wenn ätherische Öle sprechen könnten
  2. Ätherische Öle und die Emotionen
  3. Ätherische Öle, die uns in Notfällen zur Verfügung stehen
  4. Ätherische Öle: Die Schwingungsmedizin
  5. Die Natur hütet das Geheimnis des Lebens
  6. Biochemie – Wunder der Natur
  7. Therapeutische Öle am Prüfstand gegen Duftöle
  8. Ätherische Öle von A bis Z
  9. Praktische Anwendung der ätherischen Öle
  10. Geschichten aus der Praxis
  11. Ätherische Öle – die Urmedizin der Menschheit
  12. Ätherische Öle und ihre therapeutische Anwendung

Es läßt sich auch direkt nach Wirkstoffen nachschlagen oder nach Beschwerden.

Düfte erschnuppern wir nicht nur, sondern die Atome wandern sozusagen in jede einzelne Zelle. Selbst bei starken Beschwerden kann es Wunder wirken, Duftöle von außen und innen anzuwenden. Dazu gibt es hier Anleitung und nähere Erklärungen. In Praxen und Krankenhäusern könnte das z.b. auch sehr hilfreich sein. Besonder spannend finde ich die Anwendung gegen resistente Superkeime. die Natur bietet einfach soviel Möglichkeiten. Ich möchte mir jetzt erstmal ein Wintergrünöl besorgen gegen kalte Füße.

Hier geht es zur Internetseite: http://www.duftmedizin.org

Duftmedizin

Ätherische Öle und ihre therapeutische Anwendung

Crotona Verlag, 19,95 €

Und hier finden sich tolle Artikel zu verschiedenen Anwendungen – auch in der Pflege, wirklich tolle Artikel:

rosenhydrolat lindert angst bei hämodialyse

Innereien

Heute möchte ich Euch 3 sehr gute Bücher für Gesamtgesundheit vorstellen. Das betrifft nicht nur den Körper denn wie es so schön heißt nur in einem gesundem Körper wohnt ein gesunder Geist. Andersrum wenn man krank ist macht einen das auch psychisch fertig und kann regelrecht zu Depressionen führen.
Das Gute man kann was tun, mit Ernährung und weiteren unterstützenden Maßnahmen.

2b18628f61Ayurvedisches Heilfasten

Ellen Ertner und TraudelNastansky

Nymphenburger Verlag, 18,00 €

Ein tolles Buch und eine schöne Kur. Wirklich ganzheitlich aufgebaut mit allem drum und dran. Außerdem ist es sehr schön und trotzdem übersichtlich gestaltet.

Zuerst werden die Grundlagen geklärt und es geht auch um die Typen im Ayurveda. Die Kur ist aufgebaut mit 3 Entlastungstagen, 5 Fastentagen und 3 Aufbautagen und individuell anpassbar.

Ganz toll fand ich den Einkaufszettel – so muß man sich nicht alles selbst aus dem Buch zusammensuchen.  Für die ganze Zeit gibt es Rezepte und Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen wie einfache Yogaübungen und Selbstmassage. Und auch dem Danach sind einige Seiten gewidmet.

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Organ_Balance_Cover.inddOrganbalance

Dagmar Hemm, Andreas Noll

Gu Verlag, 14,99 €

Das ist eines meiner Lieblingsbücher geworden, in welchem ich gern mal nachschlage wenn wieder mal ein gesundheitliches Problemchen auftaucht. Sehr reichhaltige Tips und Hilfsmittel. Ich bin ein großer Fan der TCM 🙂 Sie erkennt auch oft viel eher als die Schulmedizin wenn da was nicht ganz rund läuft.

Auch hier eine Einleitung zum Thema und danach werden dann die besten Hilfsmittel vorgestellt. Danach dann gibt es erstmal eine Checkliste um die DysBalancen herauszufinden. Es ist oft nicht so ganz offensichtlich für uns was zu welchem Organ gehört – da kann man hier viel lernen.

Danach werden die jeweiligen Organsysteme in längeren Kapiteln einzeln behandelt, hier findet man immer konkrete Hinweise was man machen kann. Über Akupressur, über Bachblüte, Homöopathie oder mit Aura Soma, hilfreiche Nahrungsmittel, verbundene Thematiken, Hausmittel und Heilpflanzen sowie Naturheilkunde. Alles recht ausführlich und umfassend erklärt für das doch recht dünne Büchlein. Die klare Gliederung ist ebenso hilfreich wie die übersichtliche Gestaltung.

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Fuenf Elemente Ernaehrung von Ilse-Maria Fahrnow

Fuenf Elemente Ernaehrung von Ilse-Maria Fahrnow

Fünf Elemente Ernährung

Dr.med.Ilse-Maria Fahrnow, Jürgen Fahrnow

Irisiana Verlag, 16,99 €

Ein sehr ausführliches Buch zum Thema Ernährung auf Grundlage der TCM. Liebevoll gestaltet, 170 Seiten dick. Hier hat man schon ein bisschen zu tun sich durchzulesen. Die Sichtweise ist einfach anders und erstmal neu. Auch wenn ich mich schon damit beschäftigt habe ist es doch nicht so einfach passend zu kochen. Es gibt einen Typentest… also welchem Element man zugeordnet ist und dann noch Ying und Yang Stärke oder Schwäche, ja da gibts doch einige Kombinationen – und mir kommt es auch vor als wechsle man mal den Typ.
Aber wie es so ist in der TCM wird hier auch viel Wert auf Balance und Gleichgewicht gelegt so das es sowieso wichtig ist das alle Elemente bedient werden. Auch dazu gibt es Tips.
Womit ich mir ein bisschen schwer tue: Das Buch handelt von den Grundlagen, ist aber auch mehr als nur ein Grundlagenbuch, dafür gibt es mir aber zuwenig Anwendungen. Es gibt zwar Rezepte, aber wenige und irgendwie empfinde ich Sie auch als ungewöhnlich. Insgesamt fehlt mir da etwas mehr Anwenderfreundlichkeit, und mehr Auswahl. Da scheint mir zuviel gewollt und zuwenig Inhalt dazu sein.

Es ist schon eine Wissenschaft für sich die 5 Elementeernährung. Das hier ist dann das Buch mit den Zusatzinfos und zum kreativ kochen brauche ich dann eben noch ein extra Rezeptbuch. Zur Stärkung und gegen Kälte weiß ich zumindest was hilft (gekochtes, Wurzelgemüse).

Dann gibt es Tips zum Wohlbefinden, die ich finde jetzt nicht so unbedingt dazu gehört haben. Wo am Ende die geweckten Erwartungen nicht so ganz erfüllt werden, denn die Seiten hätte man ja für mehr Rezepte verwenden können.

Alles in allem aber ein nettes Buch mit viel Wissen, und wenn man noch nicht soviele Bücher in die Richtung gelesen hat denke ich genau das richtige um die Grundlagen zu kennen und dann selber kreativ zu werden.

Das innere Kind, vom verstehen zum wohlfühlen

Das Kind in dir muss Heimat finden von Stefanie StahlDieses Buch ist  seit seinem erscheinen im November 2015 auf Amazon zum Nr. 1 Bestseller geworden, und das wundert mich gar nicht. Ein wirklich umfassendes und sehr verständlich geschriebenes Buch zum Thema. Ich habe es inzwischen schon vielfach empfohlen.

Ich gebe der Autorin recht beim Untertitel: „Der Schlüssel zur Lösung (fast) aller Probleme“, auch wenn das zuerst etwas hochtrabend klingt. Aber es ist so das wir Menschen zuerst die Kindheit durchleben, und das oft nicht unbedingt glücklich. Grade die Menschen, die das Kriegsenkelsyndrom betrifft haben in der Kindheit unter schlechter Behandlung, wenig artgerechten Umgang oder auch Dingen wie der Sprachlosigkeit in der Familie o.ä. gelitten. Und die Kindheit prägt. Inzwischen wird das zum Glück immer mehr erforscht, auch die Prägung in der Schwangerschaft und den ersten Jahren, die später am schwersten aufzuarbeiten ist, da wir uns daran nicht erinnern und auch noch keine Sprache hatten, was das Empfinden später oft diffus macht.

Stefanie Stahl spricht vom Schattenkind und vom Sonnenkind – Anteile in uns. Anteile aus verschiedenen Lebensaltern. Man kann mit diesen verschiedenen Anteilen oft lange ganz unbehelligt vor sich hin leben. Probleme gibt es manchmal in der Form das Sie gar nicht so richtig bemerkt werden, eben weil man es nur so kennt. Meistens wird einem aber irgendwann klar das es da Anteile gibt die einem im Weg stehen, oder es geht einem einfach nicht gut mit bestimmten Themen. Manchmal werden auch durch Krisen oder Erkrankungen Dinge wieder nach oben gespült.

Die Autorin weiß von was Sie spricht. Sie ist Diplompsychologin und beschäftigt sich eben mit genau den Themen die im inneren Schattenkind begannen, wie Bindungsangst oder ein schlechtes Selbstwertgefühl. Die Stimme unserer Eltern und Erziehungspersonen und  der Umwelt wird später zu unserer inneren Stimme, und die kann ganz schön fies sein.

Auf den ersten 30 Seiten schreibt die Autorin um was es bei dem Thema geht um dann von Grund auf das Thema aufzufächern. Es geht um die psychischen Grundbedürfnisse und wie unsere Kindheit unser Verhalten prägt. Es gibt kleinere Exkursionen zu Themen die sich daraus ergeben. Dann wir das Schattenkind ausführlichst erklärt, es folgen 40 Seiten zu den Schutzstrategien die das Schattenkind entwickelt hat, da wird sich vermutlich jeder irgendwo wiederfinden. Und wenn man sich wiederfindet ist das schon mal ein guter Schritt. Es folgen viele Übungen zur Heilung des inneren Kindes und dann entdecken wir das Sonnenkind in uns.

Die letzten fast 100 Seiten widmet die Therapeutin dem Thema „Von den Schutz- zu den Schatzstrategien, wieder mit vielen Übungen. Ich denke man merkt schon an der Beschreibung das dieses Buch in einer sehr zuwendenden Sprache gehalten ist. Es ist wirklich ein Schatzkästchen an Wissen, Informationen und hilfreichen Übungen.

Ich denke wenn jeder sein inneres Kind heilen würde gäbe es auf der Welt keine Kriege mehr. Denn wenn dieser alte Schmerz und diese Wunden angenommen und geheilt werden findet man sich selbst und ein großes Selbstverständnis, viel Kraft und Freude. Mann kann vollkommen erwachsen werden. Und das, nehme ich immer wieder wahr, fehlt vielen Menschen heute. Sie bleiben in den alten Verstrickungen und Mustern hängen, üben ungern Selbstreflexion und flüchten lieber oder greifen an – im Grunde nur weil Sie mit sich selbst nicht klar kommen.

Auch für jegliche Beziehungen ist das Thema ausschlaggebend. Sei es die Paarbeziehung oder die zum Chef, vor allem aber natürlich die zu uns selbst. Überall toben die inneren Kinder im Alltag und wenn dann da zwei aufeinander treffen – also die Schattenkinder, kommt selten etwas Gutes bei raus. Ich kann das Buch wärmsten Herzens empfehlen und hoffe das es noch sehr sehr viel Leser findet.

Ein ganz besonders Special hat sich der Verlag noch ausgedacht, ein sehr schönes. Es gibt 2 schöne Meditationen zu den inneren Kindern http://rhspecials.randomhouse.de/microsites/stefanie_stahl/

Zur Einstimmung könnt Ihr Euch ja mal das Interview anschauen was Sie in der Litlounge gegeben hat.

 

Stefanie Stahl

Das Kind in dir muss Heimat finden

Der Schlüssel zur Lösung (fast) aller Probleme

14,99 €, Kailash Verlag

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