Leinensee – Anne Reinecke

„Leinsee“ ist der erste Roman von Anne Reinecke. Er wurde schon hochgelobt und ist nominiert für den Debütpreis der LitCologne 2018, außerdem gab es ein Stipendium der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin für das Manuskript Leinsee im Jahr 2012. Hier sieht man, dass es doch eine Weile dauert bis man so ein feines Werk zustande bekommt.
Ich hatte das Ganze als Hörbuch, und das war eine sehr gute Entscheidung, wie ich dann feststellen durfte. Der Lesende, der Schauspieler Franz Dinda, war ganz wunderbar. Seine Stimme, ja seine ganze Person scheint komplett mit Karl verbunden. Ich war gar nicht mehr so am zuhören, sondern regelrecht mittendrin.
Am Anfang habe ich mich gefragt warum ein Mann die Geschichte liest, obwohl es eine Frau geschrieben hat. Und klar frage ich mich auch wieder warum eine Frau einen männlichen Protagonisten wählt – davon gibt es ja nun mal schon sehr viele.
Wie wäre die Geschichte gewesen wenn es eine junge Künstlerin gewesen wäre? Nun ich denke der Rahmen des ganzen hätte erhebliche Probleme gemacht. Denn der junge Karl ist schon recht bekannt in der Szene, und es ist nun mal so, dass auch hier die Männer erheblich mehr Chancen haben, wenn wir die Realität betrachten. Aber die Literatur ist ja durchaus auch da um anderes auszuloten.

*Achtung in diesem Artikel wird gespoilert*

Auch ein anderer Handlungsstrang wäre sehr viel „schwieriger“ gewesen, wenn es eine Künstlerin gewesen wäre. Dazu gleich mehr. Ich denke es ist schon ausschlaggebend, das die ganze Geschichte eingebettet ist in einen großen Reichtum. Das dieser Reichtum durch das „Kunst machen“ entstand, gibt dem ganzen natürlich eine gewisse Coolheit. Die Kunst wird sehr ausgiebig thematisiert, was mir, als ehemalige Kunststudentin, sehr gut gefallen hat. Es ist nicht irgendeine Kunst, sondern schon was spezielles, es geht um Objektkunst. Um das sammeln und bewahren und um Erinnerungen. Auf einer anderen Ebene um weiches und lebendiges was sich später in er ausgehärteten Masse wiederfindet. Eine schöne Symbolik.
Auch dem jungen Karl geht es erstmal viel um Erinnerungen. Ich würde sagen das erste Drittel der Geschichte ist damit gefüllt.
Der junge und erfolgreiche Künstler Karl bekommt die Nachricht über den Tod des Vaters, den er seit Jahren nicht gesehen hat. Der Vater hat sich suizidiert, weil er ohne die Frau an seiner Seite nicht mehr leben wollte. Die Mutter des Künstlers ist nämlich schwer erkrankt.
Der Vater hat sich auch hier am Schluß davon gestohlen.
Auch die Eltern waren Künstler, und zwar sehr bekannte. Der Sohn hat unter einem anderen Namen gearbeitet – er wollte seinen eigenen Weg gehen. Und das hat sehr erfolgreich funktioniert.
Nun wird er mit seiner Vergangenheit und dem Leben seiner Eltern konfrontiert. Übernimmt sozusagen ihr Haus, Atelier und Grundstück. Besucht die Mutter, die ihn nicht erkennt.
Karl bleibt und eignet sich die Vergangenheit inklusive Haus, Grundstück und Kunstwerken an. Das verändert viel für ihn und sein bisheriges Leben. Einfach ist es nicht aber durchaus aufregend und neu.
Und dann treffen wir Tanja, neben Karl und der Kunst im Roman, die dritte Hauptfigur. Ein Kind aus der Nachbarschaft, mit dem Karl sich anfreundet. Ein Kind, was auch ihn seine kindliche Seite ausleben läßt. Welches aber ganz ohne weitere Verbindung zu sein scheint. Die Figur schwebt förmlich in Karls Kosmos, und scheinbar nur dort. Es beginnt eine Art großes Spiel, welches ihn wiederum sehr mit der Arbeit seiner Eltern verbindet. Auch mit der Mutter kann nochmal eine neue Art von Beziehung beginnen, auf den letzten Metern.

Mir hat die Geschichte sehr gefallen, nur gegen Ende hin empfand ich eine Schwäche in der Beschreibung der Beziehung von Karl und Tanja, die vielleicht so etwas wie seelenverwandt sind. Es war CD 5 von 6. Da rutscht Anne Reinecke zu schnell über die Veränderung hinweg, meiner Meinung nach, das hat mir richtig einen Stich versetzt beim hören. Eine andere Leserin schrieb sowas in der Art, wie dass sie es toll fände das es zwischen Karl und Tanja, die beiden Hauptfiguren, so gar nicht komisch war in der Geschichte. Mir dagegen hat dieses „komisch“ gefehlt. Es bleibt für mich ein wenig flach – wo wir doch vorher auch viel an Karls Gedanken beteiligt werden, hier fehlen sie an der Stelle wo der große Altersunterschied zwischen Karl und Tanja immer wieder doch irgendwie Thema ist, und über den sehr schnellen Lauf der Jahre, als Tanja vom Mädchen zur jungen Frau heranwächst. Es wird schon versucht das in einigen Bildern darzustellen, aber mir geht das alles zu rund und zu einfach. Ich würde sagen „gerade in unseren Zeiten“, da würde doch sofort Verdacht aufkommen, wenn ein erwachsener Mann und ein kleines Mädchen befreundet sind. Vielleicht ist das alles auch viel zu heimlich, aber über eine so lange Zeit? Da ist niemand groß, der diesen kleinen Kosmos wirklich stört, bis auf einmal, dem auch eine lange Pause folgt und ein ganz selbstverständliches Wiedertreffen.

Ich freue mich auf mehr von dieser Autorin und bin gespannt auf die Themen.

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Hörbuch
6 CD , 7 Std. 39 Min.
€ (D) 24.00 / sFr 32.00* / € (A) 27.00

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A Monster calls – Sieben Minuten nach Mitternacht

Filmbesprechung

Ein Junge und ein Monster. Ein Monster welches eigentlich ein Baum ist, und zwar eine uralte Eibe. Das sind die 2 Hauptrollen in diesem Film. Es geht um die Familie, um Bindungen, Einsamkeit, Krankheit, Tod und um das annehmen und sehen dessen was wirklich ist. Sich selbst zu glauben, sich der Realität zu stellen und Schmerzen zu tragen. Zutiefst berührend und wunderbar umgesetzt mit viel Feingefühl und ganz besonderen Bildern.

Der Roman von Patrick Ness (2011 veröffentlicht) nach einer Originalidee der verstorbenen Siobhan Dowd wurde in fast 40 Sprachen übersetzt. „Sieben Minuten nach Mitternacht“ hat zahlreiche renommierte Preise weltweit erhalten, darunter die angesehene Carnegie Medal sowie die Kate Greenaway Medal für Illustrator Jim Kay.

Ich war ewig nicht mehr im Kino bis zu diesem Film, und es war wirklich beeindruckend diese Geschichte auf einer großen Leinwand zu sehen und auch der Sound war phänomenal. Ich sag es gleich, falls ihr ihn anschaut, haltet Taschentücher bereit.

Conor (Lewis MacDougall) ein Junge von vielleicht 10- 12 Jahren lebt allein mit seiner Mutter (Felicity Jones) in einem kleinem Haus, und hat immer wieder Alpträume. Er wird in der Schule gehänselt, und wie wir dann mitbekommen ist seine Mutter sehr krank. Sein Vater nicht erreichbar für Ihn. Und dann beginnt es, regelmäßig um sieben Minuten nach Mitternacht passieren merkwürdige Dinge. Auf dem Hügel, den er von seinem Fenster aus sieht, steht ein sehr großer alter Baum. Ein Baum der zum Leben erwacht.

„Was willst du von mir?“, fragte Conor.
Das Monster presste sein Gesicht gegen die Scheibe.
Es geht nicht darum, was ich von dir will, Conor O’Malley.
Es geht darum, was du von mir willst.“

Schon gleich am Anfang war ich ganz fasziniert von den Nahaufnahmen und der Sinnlichkeit der Darstellung. Conor zeichnet gern und viel und sehr gekonnt; wir folgen dem Strich des Bleistiftes, spät am Abend in seinem Zimmer. Das Zeichnen und Malen spielt im Film eine ganz besondere Rolle. Dieses Talent verbindet Conor mit seiner Mutter, und am Ende schließt sich hier ein überraschender Kreis und es bleibt eine Magie im Raum hängen, die Trost spendet.

Es geht darum die Wahrheit auszusprechen und die Wut anzuerkennen, so schmerzhaft das auch alles ist,  und das Monster hilft Connor im Grunde dabei auch wenn das erst nicht unbedingt so scheint. Es besucht Ihn nun regelmäßig und es bleibt etwas unklar welche Rolle es spielt. Es ist kein liebes Monster. Und die Themen sind schwer und voller Wucht. So heftig das Sie uns und eben auch Conor förmlich umhauen. Es wird nichts beschönigt. Doch auch im Schmerz und den Themen Krankheit, Einsamkeit und Tod findet sich eine eigene Art der Poesie.

„Es ist ok wenn du wütend bist“

Umgesetzt wird das in Form von 3 Erzählungen, die das Monster Conor Nachts erzählt. In einer Mischung aus Collagentechnik und fließenden Aquarellstrichen werden diese Geschichten vorgetragen, absolut faszinierend und wunderschön gemacht.

Geschichten sind wichtig, sagte das Monster.

Sie können wichtiger sein als alles andere. Wenn sie die Wahrheit in sich tragen.

In Conors Leben taucht dann seine Großmutter (Sigourney Weaver) auf, bei der er Leben soll. Sie wirkt streng und Conor hat so gar keine Lust bei Ihr zu sein – an diesem Punkt läuft das Faß dann auch über und er spürt eine mächtige Wut, eine Wut die das Monster zu nähren scheint. Wer ist dieses Baummonster? Es ist eine Eibe so alt und groß wie es Sie in der Realität wohl kaum noch irgendwo geben wird. Der Eibenbaum steht bei uns auf der roten Liste schon im 16. Jh gab es kaum noch Eibenbäume, da Ihr Holz zur Bogenherstellung verwendet wurde. Die Eibe ist ein wirklich besonderer Baum, die meisten werden die Eibe wohl nur als Busch kennen. Auf dem Friedhof zur Grabgestaltung sehr beliebt. Und traditionell ein Baum der als Totenbaum galt.
Alles an der Eibe, außer das rote Fruchtfleich der Samen, ist giftig. Aber wie das so ist, die richtige Dosis kann auch heilen. Und in diesem Sinne hilft das Monster Conor durch seinen schmerzhaften Prozess hindurch.

„Natürlich hast du Angst, aber du wirst es schaffen!“

Ein mächtiger und wunderbarer Film!

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Sieben Minuten nach Mitternacht

Länge 108 min

Freigegeben ab 6 Jahre – ich finde das ist kein Film für so kleine Kinder, ich denke eher ab 10 – 12 Jahre geeignet

Verfilmt hat das Buch der spanische Regisseur Juan Antonio Bayona,

Das Waisenhaus (2008) und The Impossible (2013)

Produzent ist Belén Atienza (Pans Labyrinth)

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http://www.siebenminutennachmitternacht.de

http://www.geo.de/reisen/community/bild/594485/Eibe-in-Llansilio

http://www.heilkraeuter.de/lexikon/eibe.htm

https://www.vitamine.com/heilpflanzen/eibe/

Besuch bei der Künstlerin Mirjam Moritz

DSCN4495Dammschlösschen nennt sich das schöne Haus der Künstlerin. 2006 bis 2009 wurde es saniert und beherbergt auch das Atelier und 2 Ferienwohnungen. Was mich schon eine ganze Weile besonders angezogen hat war der Garten, an welchem ich sehr oft zu allen Jahreszeiten bewundernd stehengeblieben bin. Er ist aufs feinste abgestimmt und bietet zu fast allen Zeiten etwas für das Auge.  Wunderschöne feine Farbspiele, so wie jetzt gerade, in weiß, rosé, flieder, lila bis dunkelpurpur. Bezaubernde kleine Wege aus alten Steinen bilden Kreuzgänge. Allium und Rosen setzen Akzente.

Nie hätte man in dieser unscheinbaren Nebenstraße so einen Garten erwartet. Welch ein Glück für die Urlaubsgäste die sich hier einmieten. Inmitten eines lebendigen Viertels, ruhig trotz der nah vorbeifahrenden Züge.

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Donnerstags zwischen 16 und 19 Uhr kann man sich das kleine, erstaunlich ordentliche, Atelier anschauen. Mirjam Moritz lädt dazu ein. Ich war sehr neugierig was für Bilder eine solch talentierte Gärtnerin wohl „malt“. Ich nenne die Arbeiten Stilleben und ich mochte Sie sehr. Sie wirken zeichnerich, fast ein bisschen krakelig, grafisch. Führen in meinen Augen oft eine Zwiesprache zwischen Linie und Fläche. Besonders gefällt mir die Farbästhetik. Die Farben sind kräftig aber weich, manchmal auch ein zarterer Ton dazwischen. Sie arbeitet in kleinen und größeren Formaten. Die Schichttechniken mit dem, wie gebraucht wirkendem, Untergrund, finde ich besonders schön. Viele Arbeiten sind Monotypien… auf mich haben Sie auf den ersten Blick wie eine Radierung gewirkt.

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Planzen und Gefäße sind das Hauptsujet der Arbeiten die ich gesehen habe. Wie passend mit Blick auf den Garten. Manches mutet mir ein wenig japanisch an, so reduziert sind die Objekte auf den Bildern. Dazwischen hin und wieder kleine „Störungen“ die mich an den Prozess des Druckens denken lassen, was noch verstärkt wird durch den vorherrschenden dunklen Strich auf allen Arbeiten. Spontanes verliebt sein in die Arbeiten läßt sich nicht leugen. Für alle die sich die Kunst nicht leisten können gibt es einen kleinen Trost. Die Künstlerin gibt jedes Jahr einen großen Kalender heraus mit einem schönen mattem Papier auf welchem Ihre Bilder gut wirken können. Und dann gibt es noch einen kleinen Tischkalender. Man muß sich aber immer beeilen, sie sind jedes Jahr wieder schnell ausverkauft, was mich nicht wundert.

Information und Kontakt unter http://dammschloesschen.de/

 

 

Spaziergang durch die Welt der Planzen

DSCN4569Heute möchte ich Euch ein Bildband vorstellen und auch einige Bilder meiner letzten Spaziergänge zeigen.

„Die Kunst der botanischen Illustration“ ist fast so etwas wie ein Prachtband. Es wird die Sammlung des Chelsea Physic Garden vorgestellt mit einer Auswahl verschiedenster Pflanzenporträts von unterschiedlichen Künstlern.

Der Garten fand seinen Anfang 1673 als Apothekergarten und machte einige Veränderungen mit, dabei wuchs er und es sammelten sich immer mehr Pflanzen. Inzwischen ist der Chelsea Physic Garden auch für Publikum zugänglich.

Auf den ersten Seiten wird die Geschichte des Gartens erzählt. Sowie in einem kurzem Abschnitt wissenswertes zur Namensgebung der Pflanzen und zur Entstehung der Zeichnungen. Den Ton der Zeilen finde ich etwas ruppig. Begonnen hat das Erstellen von Pflanzenzeichnungen mit besonders exotischen Pflanzen, die natürlich auch irgendwann wieder verblühen oder manchmal auch eingehen – diese sollten festgehalten werden im sogenannten Florilegium. Diese Sammlung wächst seit vielen Jahren beständig.

Jedes der 70 Pflanzenpoträts bekam eine ganze Doppelseite:

DSCN4570Das Buch ist recht groß – etwas größer als Din A4 und aufgeklappt dann also mehr als Din A3, so das man sehr gut Details der Zeichnungen erkennen kann. Leider ist auf sehr glattem und leicht glänzendem Papier gedruckt – was ich wirklich schade finde. Auch der Einband hätte schöner sein können – grünes Hochglanzcover unter dem Umschlag.

Ein gutes, weiches, mattes Papier hätte dem Buch und vor allen den Zeichnungen gut getan, auch ein Leineneinband.. oder zumindest etwas passenderes zu den großartigen Zeichnungen wäre ebenfalls schöner gewesen.

Sowas finde ich immer wieder sehr bedauerlich das grade an solchen Stellen wenig auf Qualität geachtet wird. Auch ist das Buch in China gedruckt, was mich dann doch irritiert hat. Gut es ist recht günstig für 39,99 €, doch ich denke jeder Pflanzenliebhaber hätte für einen echten Prachtband auch gerne etwas mehr hingelegt, denn es geht ja gerade auch um die besondere Kunst der Illustration.

Wenn Ihr die Bilder anklickt vergrößern Sie sich.

Das Buch ist bei DVA am 18.04.2016 erschienen, kostet 39,99 €. Es hat 176 Seiten, 126 Illustrationen

„Die Kunst der botanischen Illustration“

Die schönsten zeitgenössischen Pflanzenporträts des Chelsea Physic Garden

Andrew Brown, Chelsea Physic Garden Florilegium Society (Hrsg.)

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

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Hier nun einige meiner neueren Pflanzenfotos:

 

Blogparade Tag 8

Roswitha hat mir geschrieben. Sie ist Künstlerin und zeichnet wunderschöne Porträts. Oft auch KinderPorträts zur Erinnerung. Die sind mir schon oft aufgefallen. Ihre Aufzeichnungen bestehen aus detaillierten  Zeichnungen und kleinenTexten. Die kleinen Collagen sammelt Sie in Moleskinebüchern – schaut unbedingt mal vorbei, wirklich faszinierend.

Einen Leitspruch hat Roswitha auch, der ist fabulös:

Ignoring your passion is slow suicide. Never ignore what your heart pumps for.“ ( Kevin Claiborne )

https://roswithageisler.wordpress.com/2011/01/11/spater-vielleicht/

Das Moleskine

https://roswithageisler.wordpress.com/?s=moleskine

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vorherige Beiträge

Von der Kunst des schreibens

https://reingelesen.wordpress.com/2016/05/22/blogparade-special/

Letternwald

https://letternwald.wordpress.com/2016/05/20/warum-schreiben/

Starlit Sky Thoughts

https://starlitskythoughts.wordpress.com/2016/05/18/schreib-an-dich-blogparade/

Christel T. Aktivistin

https://sonstigesblog.wordpress.com/2016/05/18/warum-schreibe-ich-ueberhaupt/comment-page-1/#comment-56

wortgeflumselkritzelkram

https://wortgeflumselkritzelkram.wordpress.com/2016/05/18/blogparade-schreiben/

Unsagbares muss man eben schreiben

https://konsonaut.wordpress.com/2016/05/16/eine-autobiografische-geschichte-beitrag-fuer-die-reingelesen-blogparade/

Von Orten die verschwinden

https://reingelesen.wordpress.com/2016/05/16/die-blogparade-geschichte-von-orten-die-verschwinden/

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Wer noch mitmachen will

https://reingelesen.wordpress.com/2016/05/15/blogparade-erster-teil-verlosung/#comment-894

Kunstanstifter im wahrsten Sinne des Wortes – Grossmutters Pelz

DSC05681Kein Kleinod sondern ein Großod.

Format: 24 x 30cm
Umfang: 48 Seiten.

„Absurd“ und „Drama“  – sind die ersten Begriffe die ich assozieren kann. Und welch ein Verlag wohl solche Bücher druckt. Wer einem Künstler die Möglichkeit gibt so etwas verlegt zu wissen? Es ist der Kunstanstifter Verlag. Zufällig entdeckt und schwer beeindruckt hat er mich, mit seiner Auswahl von durchweg einzigartigen Kleinoden und Großoden.

Illustration wird hier ein Raum zur Verfügung gestellt, der sich soooo gut anfühlt. Warm, weich und tröstlich. Raum für Absurdes, Schräges, Exzessives und all den anderen Dramen die hier kurz, knapp und gewaltig zwischen den Buchdeckeln einen Platz finden, der es für viele möglich macht einzutreten. Ich denke solche Werke bleiben oft eher im Verborgen, in Schubladen, liegen. So affektiv wirken Sie und so sinnfrei. Figuren wie aus einer durchgedrehten Schaubude entsprungen. Viel Fremder als gewohnt. Bekanntes in Anders sozusagen.

Und genau das macht dieses ganz Spezielle aus. Absurd wie das Leben so oft ist. Wenn es das nicht ist wird es Zeit sich zu besinnen bzw. das Gegenteil davon zu sein. Lebendigkeit braucht genau solche ver_rückten, ent_rückten Geschichten und sei es um einfach nur mal l o s z u l a s s e n.

DSC05685DSC05683Ein voll und ganz finsteres und furchtbar entspanntes Buch, welches sehr anregt einfach auch mal was ohne Sinn zu machen oder zu denken…hach mir lockern sich gleich die Nackenmuskeln.

Die Künstlerin ist jung, Jg 1988, Mara Burmester Ihr Name. Wir dürfen also gespannt sein wie es sich entwickelt und was als nächstes kommt. Ob es so finster bleibt oder so schräg. Ich bin schon neugierig.

Eine Anmerkung möchte ich noch machen: Das Buch bietet noch sehr viel Raum, sprich weißes Papier. Jedes Werk hat eine ganze Seite bekommen und darf sich entfalten. Und ich dachte mir das mir das gefällt, weil es unter anderem auch dazu einlädt ein bisschen was dazu zu kritzeln. Das hätte ich mir in jüngeren Jahren verbeten und weit von mir gewiesen doch dieses Buch würde das glaube ich mögen und es passt für mich zu den schrägen dunklen Bildern und Sekundengeschichten.

Das Buch: „Grossmutters Pelz“ ist für 20,00 € beim Buchhändler ihres Vertrauens zu beziehen. Eher für Erwachsene!

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Minathon – Fragerunde 2

Autorenfragerunde

1. Kennt Ihr die Schrifstellerin Susanna Clarke? Was haltet Ihr von Ihren beiden Büchern? Wenn Ihr sie nicht kennt, wäre das was für Euch?

Sagte mir jetzt erstmal nichts… hab nachgeschaut. Das Buch hatte ich schonmal ausgeliehen aber bin nicht weit gekommen… war nicht so meins

2. Habt Ihr schon etwas von Stephen King gelesen? Wenn ja, was denn? Wenn Ihr noch nie etwas von ihm gelesen habt, woran liegt das?

Nein, war nei mein Fall. Zu gruslig – liegt vielleicht daran das ich zu den Hochsensiblen gehöre und meine Phantasie sehr ausgeprägt ist. ich glaube meine Schwester liest ihn… kann solche Filme auch gar nicht leiden…brrr

3. Wer von Euch kennt noch die Romane von Wolfgang und Heike Hohlbein?

Der Name is mir bekannt, hab ich aber nie gelesen… wäre vielelicht mal was. Wo fängt man da an?

4. Wer ist Euer Lieblingsschriftsteller, wer Eure Lieblingsschriftstellerin?

Davon habe ich viele, und es wechselt im lauf der Lesejahre. Ich liebte Haruki Murakami sehr. Wartete jedesmal dringend auf ein neues Buch von Ihm. Seit Kafka am Strand ist das vorbei. Die letzten 2 Jahre habe ich Schlink und Suter für mich entdeckt. Ich liebe alles von Doris Dörrie. Mag Frau Kempff und auch Tanja Kinkel (zumindest das meiste). Liebe Jakob Arjouni. Mag alles von Marina Lewycka. Sonst vorzugsweise amerikanische Schriftsteller, wie Siri Hustvedt, Irving, Franzen, Eugenides, Boyle..sowie Ian McEwan..etc. Bin da nicht so festgelegt. z.B. Irving und Suter ich liebe die Hälfte Ihrer Bücher und die andere Hälfte gar nicht. Entdecke auch gern neue Leute. Mir ist nur irgendwann aufgefallen das ich sehr viel amerikanisches lese und da auch bevorzugt Männer was ich schade finde.

5. Welches Genre lest Ihr am liebsten?

Ich mag biografisch angehauchtes, Lebens – und Weltgeschichte. Aber hin und wieder gern auch mal was phantastisches wie Harry Potter oder eben so verwobenes wie bei Murakami.

6. Lest Ihr Biographien über Schrifsteller?

Ja sehr gern. Irving hat auch eine Art Filmbiografie geschrieben: My Moveibusiness, sehr spannend. Mich interessiert es sehr wie das Leben derjenigen verlaufen ist von denen ich die Bücher verschlinge, auch was die parallelen angeht zum Oevre (wie man so schön sagt). Murakamis Luafbuch hab ich gelesen und jede Menge Interviews mit Schriftstellern. Und dann liegt hier noch von Safranski die Goethebio auf die ich mich sehr freue, weil ich Goethe, allerdings als Wissenschaftler, sehr verehre. Aber ich mag generell gern Biografien – auch von Politikern und Künstlern.. z.B. von Pallucca oder Loki Schmidt und Mann, …

7. Habt Ihr einen Autorengeheimtipp für uns? Also einen Schrifsteller, von dem man nicht (mehr) so viel hört, den Ihr aber absolut empfehlen würdet?

Schlink – muß man gelesen haben ich empfehle: Das Wochenende und Deutsche Zeitgeschichte von Peter Henning. mmh das is jetzt nocht so leichte Literatur, wers leichter mag Marina Lewycka – is aber nicht nur leicht aber unterhaltsam dargebracht.

bis später 🙂

Nach dem Abwasch bei Marschmusik und nem leckeren Mittagssalat

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freue ich mich jetzt auf Erdbeerkompott + Espresso 4fach und aufs weiterlesen – hoffe so sehr das bald der Ausbruch aus dem Elend gelingt.

Textgeschenk – Betrachtungsweise

Als kleines weihnachtliches Geschenk gibt es heute für meine LeserInnen einen Text von mir zum Thema Kunstbetrachtung, Motto war das Wort Lee(h)rstelle: (Ich bitte das Copyright zu beachten und bei Zitaten o.ä. die Quelle zu nennen, Danke)

Viel Freude damit

 

Ode an die Leerstelle – Aufforderung zur Nutzung des eigenen Denkraumes

Liebe/r KünstlerInn, Liebe Konsumenten, haben Sie sie bemerkt? Diese zarte Stelle? Diesen kleinen Zwischraum? Diese Leerstelle? Zwischen dem Werk und Ihnen als Betrachter, Konsument oder Rezipient?

Eine Lücke, eine perfekte und absolute Lee(h)rstelle. Ein Raum voller Möglichkeiten. Die Leere ist mehr als ein Nichts. Sie ist ungefüllter Raum. Ein Denkraum; der Ihnen zur freien Verfügung steht. Den Sie füllen dürfen!

Die eigentliche und wirkliche Bedeutung eines Werkes geschieht genau an dieser Stelle wenn das Werk mit dem Schauenden zusammentrifft. Wobei dies auch eine andere Bedeutung sein kann, als die, die der Künstler meinte. Denkt der Künstler eigentlich auch an den Betrachter, so wie der Betrachter an den Künstler?

In der Kunst gibt es eine große Menge an Lee(h)rstellen. Soviele wie es Fragen gibt. Überhaupt ist die Kunst in meinen Augen doch mehr eine große Frage, denn das Sie eine Antwort gibt. Bei der Frage nach dem Wert der gefühlten Lee(h)rstelle oder auch der Tatsächlichen, verliere ich mich schnell in all den Fragen an die Kunst und auch an den Wert. Das gute an den Fragen ist, sie können immer wieder neu gestellt werden. Und jede Zeit hat ihre eigenen Fragen, genauso wie jeder Fragensteller.

Es ist schwer zu bewerten Was und Wie künstlerisches Schaffen ist. Denn ist es nicht so, das es in der Kunst nichts Objektives gibt, da Sie rein durch die Art der Entstehung und Betrachtung, Subjekt und subjektiv ist?

Ganz einfach weil es um die Seele, Kandinsky würde sagen um das „Geistige“, in der Kunst geht. Die Seele des Schaffenden/Erschaffenden, die Seele des Werkes und die Seele des Betrachters.

Der Inhalt/der Wert des Werkes, im Sinne von Gewicht, Bedeutung, das was wir interpretieren, ist immer auch das, was wir sehen; und einen Schritt weiter, das was wir sehen wollen. Was wir jeder mit unseren eigenem Kopf und unserem Ich, mit unserer eigenen kleinen Welt, hineindeuten und herrausinterpretieren.

Das ist für mich die erste Stufe des Wertes, den ein Kunstwerk hat. Die Zweite Stufe wird sich erst mit der Zeit zeigen. Die Zeit, die ein Werk als „Wertvoll“ bestehen wird. Das Werk welches die Zeit überdauert. Das was „gut“ ist, wird bestehen bleiben.

Doch zuerst geht es immer um das Jetzt, den Augenblick des Betrachtens. Den Augenblick in welchem Sie die Möglichkeit haben die Lee(h)rstelle zu füllen. Mit Ihren eigenen Gedanken und Ihrem eigenem Gefühl.

Gewiss kann es nicht schaden über Wissen zu verfügen. Und es kann hilfreich sein Kritiken zu lesen und mit anderen über ein Werk zu kommunizieren.

In Kritiken und Artikeln wird sich stets bemüht,etwas an Worten zu finden was das Werk beschreibt, ihm irgendwie nahe kommt, es auseinandernimmt, und erklärt, was in meinen Augen nur teilweise gelingen wird, weil Kunst so subjektiv ist, wie die Welt jedes einzelnen Betrachters.

Bei manchen Ausstellungstexten scheint mir die Suche nach dieser Beschreibung schon fast verzweifelt zu sein. Möglichst sich steigernde Worte, groß und vollmundig, gern leicht poetisch oder auch provokant. Was generell in der Kunstwelt etwas zu sein scheint das den Wert eines Werkes zuerst einmal steigert – die Provokation. Porno, Tod, Konsum, Politik etc. (Siehe D. Hirst, B.Kruger, Gonzales-Torres, J.Wall, T. Emin, M. Abramovic um nur einige zu nennen) haben gute Chancen bemerkt zu werden.

Dazu fällt mir die Offstimme am Anfang eines Filmes (L.A.Crash/2004/Paul Haggis) ein, die in etwa sagte : „Manchmal müssen die Menschen zusammenknallen um überhaupt noch etwas zu spüren“.

Und wenn die Zuhörer laut lachen, dann nicht weil es lustig ist, sondern weil Sie sich abgrenzen. Weil Fragen aufgeworfen werden, Finger in Wunden treffen. Ja, provokante Fragen, die es trotzdem, oder eben unbedingt, gilt zu beantworten. Wenn das nicht geht, dann wird sich abgegrenzt und negiert. Für mich kann Kunst trotzdem nicht allein aus Provokation bestehen. Aber auch diese hat ihre Berechtigung und ist es wert „angeschaut“ zu werden. Viele andere Werke, die eher das Zarte sprechen lassen, brauchen eine andere Art von Aufmerksamkeit, hier gilt es genauer hinzuschauen, zu fühlen und zu lauschen.

Es sind die alten immerwährenden Themen, für die man nie abschließende Antworten finden wird, bzw. jeder seine eigene, oder immer wieder Neue, die bewegen. Deswegen werden es immer Themen bleiben.

Dazu gehört auch diese Lee(h)rstelle. Für ein eigenes Erfahren! Frei nach Goethe, mit den eigenen 5 Sinnen wach sein, erfahren und erforschen. Durch eigenes Erfahren ist immer mehr und besser gelernt, als durch bloßes übernehmen eines Wertes der von anderen geschaffen bzw. festgelegt wurde. Das einzige was Sie dafür brauchen ist Zeit. Zeit die Sie sich nehmen sollten.

Liebe(r) LeserInn verlassen Sie sich nicht auf Worte, vorallem nicht auf Worte die nicht die Ihren sind. Und vorallem nicht als einziges und nicht zu allererst. Warten Sie bevor Sie etwas über ein Werk lesen. Warten Sie und nutzen Sie die Lee(h)rstelle zwischen dem Werk und Ihnen. Schauen Sie selbst. Horchen Sie in sich hinein was es in und mit Ihnen macht. Wo es Sie berührt und ob vielleicht ein leichter Duft ihre Naseflügel erbeben läßt. Ob Sie ein Gefühl überkommt, jetzt sofort herantreten zu müssen um mit Ihren eigenen Fingerkuppen sanft über die Textur zu streichen (Vorsicht Alarmanlage oder Aufsicht). Klopft Ihr Herz? Bleibt es stehen? Atmen Sie noch? Oder ist da ein unterdrücktes Gähnen? Kunst ist etwas was den Körper mit einbezieht, weil Kunst betrachten eine körperliche Erfahrung ist. Weil Kunst Präsenz zeigt, und Raum einnimmt, und eben nicht nur mit den Augen erfahren wird.

Ich wage zu behaupten das es, außer für die Künstler und die Kunsthändler/Kritiker/Galeristen, fast egal ist was der Künstler sagen will, und ob er/sie überhaupt etwas zu sagen hat. Viel wichtiger scheint mir was das Werk beim Empfänger auslöst. Ich weiß nicht ob es dafür wichtig ist wieviel Erfahrung hinter dem Werk steckt, und welche Intensität es ausstrahlt. Denn ich bin mir sehr unsicher ob das überhaupt festzustellen ist oder auch nur einer Übereinstimmung der Mehrheit bedarf.

Trotzdem plädiere ich für Inhalt, für Tiefe, für Gelebtes und Echtes. Wobei dies eben schwer in Kategorien zu packen ist. Und ich glaube auch niemandem so richtig, der behauptet das es geht. Was für mich die pure Dekoration ist oder einfach nur flache Pinselei ist für den anderen vielleicht schon eine kleine Offenbarung, und sei es nur um des Willens der Farbe oder des Materials. Oft sind die einfachen Dinge, die Besseren.

Wenn mich ein Stück Material zutiefst bewegt kann es sein, das der andere es gar nicht wahrnimmt, schon gar nicht als Kunst. Und sind denn heute die Grenzen nicht auch so fließend zwischen allem das Sie kaum noch auszumachen sind. Für den einen ist es Kunst für den anderen vielleicht nur ein durcheinander von Materie oder Nichtmaterie.

Ich möchte dem Künstler/der Künstlerin keineswegs die Bedeutung verwehren, ganz im Gegenteil; Sie sind die Beweger, die Aufforderer, die Antreiber und Fragensteller – genauer hinzuschauen, Fragen zu stellen und vielleicht auch Antworten zu finden, sich mit Themen zu beschäftigen die relevant sind für den Menschen und das wirklich menschliche. Dies möchte ich hier gern auch als Aufforderung stehen lassen, genau dies auch zu sein.

Eine Kultur, eine Gesellschaft, das was wir Zivilistaion nennen braucht die Kunst. Allein um sich nicht ganz zu verlieren. Um Bodenhaftung zu bewahren, Ethik zu verteidigen und Moral zu hinterfragen. Vielleicht ist die Kunst (und ich begreife die Kunst als einen Teil von Kultur und Sozialem) auch ganz allein das, was eine Zivilisation ausmacht. Was uns davor bewahrt zu verrohen, und in eine Wildheit, die mehr dem tierischen überleben des Stärkeren entspricht, zurückzufallen.

Eine Gesellschaft braucht die Kunst als Katalysator und Fragensteller. Frei nach der Beuyschen Sozialen Plastik.

Die Kunst kann uns berühren. Da wo Wir uns treffen lassen. Natürlich die Bereitschaft vorrausgesetzt, daß Wir uns als Betrachter dem Werk öffnen möchten. Bereit sind fühlend hinzuschauen. Und schauend zu fühlen. Und ich denke wenn Sie bereit sind sich zu öffnen, und mutig genug sich berühren zu lassen, werden Sie anders schauen können, auf die feinen und kleinen, zarten und flirrenden Werke, genauso wie auf die provokanten Arbeiten, und Zugang nicht nur zum Werk, sondern auch zu Ihrem eigenem Inneren finden. Zugang zu dem was Sie berührt. Vielleicht das was unsere Welt an emotionaler Leere in uns hat wachsen lassen, wieder zu füllen.

Wir lernen, können und dürfen lernen, aus diesen Lehrstellen herraus und das fühlen und füllen was da ist als Leerstelle, mit uns und durch das Werk. Nutzen Sie die Lee(h)rstelle!

Wassily Kandinsky: Über das Geistige in der Kunst (1910)

[…] „und die Kunst im ganzen ist nicht ein zweckloses Schaffen der Dinge, die im leeren zerfließen, sondern eine Macht, die zweckvoll ist, und muss der Entwicklung und Verfeinerung der menschlichen Seele dienen- ..Sie ist die Sprache, die in nur ihr eigener Form von Dingen zur Seele redet, … welches sie nur in dieser Form bekommen kann.“

passende Sendung auf Deutschlandfunk zu Caspar David Friedrichs „Mönch am Meer“ http://www.deutschlandradiokultur.de/akustische-reise-zum-moench-am-meer-caspar-david-friedrichs.976.de.html?dram%3Aarticle_id=353302

 

 

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