Die Mönche und ich – Mary Paterson – eine Reise

Die Moenche und ich von Mary Paterson„Die Mönche und Ich“ ist ebenso eine Einladung wie auch eine kleine und eindrucksvolle Reise. Mary Paterson, eine Yogalehrerin aus Toronto/Kanada, hat sich nach dem Tod Ihrer Eltern zu einem 40 Tages Retreat nach Frankreich begeben. Zu einem Ort namens „Plum Village“. Plum Village ist ein buddhistisches Kloster mit Meditationszentrum, offen für Besucher aus der ganzen Welt, welche auch zahlreich dorthin finden. Das buddhistische Zentrum wurde 1982 vom vietnamesischen Mönch und Zenmeister Thích Nhất Hạnh gegründet, der seitdem dort wohnt.

Wir dürfen Mary begleiten. Tag für Tag. Liebevoll hat Sie jedem Tag ein kleines Kapitel gewidmet in welchen Sie Geschichten aus dem Kloster erzählt. Über das Leben dort, die Mönche und die Besucher, die Abläufe, den Buddhismus und Ihre Yogapraxis. Es gibt Kapitel über „Klarheit“, „sich einlassen“, „Wechselwirkung“ und 37 anderen essentiellen Themen.

Als ich das Buch entdeckte dachte ich an leichte Unterhaltungslektüre, das ist es aber keinesfalls. Es steckt soviel mehr in diesen 294 Seiten. Viele Weisheiten und Erfahrungen, Impulse und Denkanregungen. Und alles auf eine so schöne Art und Weise geschrieben das es sich ein wenig anfühlt wie eine zarte und von Herzen kommende Umarmung. Ich habe mich zwar auch schon vorher mit dem Buddhismus beschäftigt und kannte auch Thích Nhất Hạnh – er ist z.B. für die Gehmeditation sehr bekannt, aber das ist wirklich egal für das Büchlein und ich kann es auch jedem der davon noch gar nichts gehört sehr ans Herz legen, denn all die „Lektionen“ betreffen ganz essentielle Themen die in jedem Leben eine Rolle spielen und es braucht kein Vorwissen für das Lesevergnügen.

„…uns mit Leuten zu umgeben, die es wirklich gut mit uns meinen… Thích Nhất Hạnh legt viel Wert darauf, dass wir unsere unwiederbringliche Lebenszeit mit liebevollen, mitfühlenden und fürsorglichen Menschen verbringen, sonst, sagt er, könnten Wir nicht glücklich sein“

Jeder der 40 Tage hat neben dem Titel einen kleinen Spruch als Überschrift bekommen, z.B.

„So vielen Leuten entgeht Ihr Glück – nicht weil sie es nicht gefunden hätten, sondern weil sie nicht innehalten, um es auszukosten“

Für die die es dann erwischt hat, die also mehr wissen wollen gibt es am Ende des Buches 3 Seiten Quellenverzeichnis mit Litertaurtipps. Es ist außerdem ein handliches kleines Buch was in jedes Tasche passt und durch die kurzen Kapitel gut zum mitnehmen. auch die Gestaltung gefällt mir sehr. Es sind oft die Kleinigkeiten die viel ausmachen.

Mich persönlich hat dann Plum Village sehr interessiert. Ein wirklich interessanter Ort. Hier ist der Link zur Internetseite.

Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin und ich denke da wird aufjedenfall was kommen.

Mary Paterson

Die Mönche und ich

Lotos Verlag, 15,99 €

Hier gibt es eine Leseprobe

Und hier hatte ich schonmal kurz Meditationsbücher vorgestellt und auch die Gehmeditation, die man fast überall praktizieren kann und die sehr gut tut. Von Thích Nhất Hạnh gibt es dazu ein extra Buch, auch sehr schön!

Ein weiteres sehr hilfreiches Buch in diesem Themenbereich ist das letzten Sommer vorgestellte WutBuch 😉

 

Meditationsbücher

Heute möchte ich Euch einen Autor ans Herz legen, der für mich immer wieder die passenden Worte findet. Jack Kornfield hat einige Meditationsbücher geschrieben, die auch für alle die Menschen gut zu lesen sind die nicht meditieren. Denn Sie regen an und sind immer wieder sehr tröstlich.

DSC03646 Jack Kornfield ist Therapeut/Psychologe und Buddhist. Ich möchte aber anmerken das das buddhistische Meditieren auch nicht anders ist als z.B. das christliche, im Kern geht es immer um dieselbe Sache: Verbindung, Vertrauen, die Mitte, das Innere, die Liebe, Sanftmut, Achtsamkeit…. es wird nur anders darüber gesprochen und geschrieben. Was in Worten so verschieden klingen mag im tun ist es das was es ist.

Die Bücher zu lesen macht noch keine Meditation aber sie bringen uns die Sache näher. Und in der Schöhnheit der Aufmachung und den hübschen kleinen Details geht es mir so das ich schon beim in die Hand nehmen irgendwie ruhiger atme. So das ich vieles davon als Einstieg am Anfang einer Meditation oder Entspannung nutze oder als Impulsgebung oder als Antwortfindung wenn mich Fragen quälen die die Hoffnung verdrängen. Wobei das Thema noch ein extra Beitrag wäre, da der Buddhismus das ganz anders sieht als das Christentum und dies was mit grundsätzlicher Gemeinschaftskonditionierung zu tun hat

DSC03650 DSC03651

Meditieren heißt vor allem tun. Und wer sich schwer tut still zu sitzen (als Kind ist das anders, da soll man sich bewegen), was ja sicher nicht so selten vorkommt in unserer Gesellschaft des ewig Beweglichen und Flexiblen, dem möchte ich die Geh-Meditation empfehlen: Das Ding: die geht IMMER und fast überall 🙂

DSC03648Wie bei den meisten Dingen und Taten kommt es stark drauf an WIE man es macht! Mit welchem Gedanken oder Nichtgedanken, mit welcher Absicht. Es braucht eine gewisse Freiheit im Geiste, Herz und DA SEIN. J E T Z T und HIER.

Die einfachste Art ist bei jedem Schritt den Du tust auf deine Füße zu achten. Wie Du auftrittst, sie abrollst, wie sich der Boden anfühlt, in welchem Rhytmus Du gehst. Und umso langsamer umso eher wirst Du die Erdung spüren.

Ich benutzte das auch manchmal als Blitzableiter, wenn es mir schlecht geht oder ich wütend bin, dann gehe ich forsch und kräftig und stelle mir vor das all diese Energie in die Erde geht, sich von mir löst (und in der Erde transformiert wird). Wie es auch so schön im QiGong heißt: Die Energie ist dort wo deine Gedanken sind.

Wenn Du ein bisschen geübt bist im langsam gehen kannst Du deine Gedanken Richtung Atem lenken. Atmen reinigt und belebt und ist die Hauptenergie unseres Lebens. Wichtig ist das Du es mit einem aufrichtigem und frohen Geist tust. Ein Lächeln zu den Füßen schicken, eins zu den Lungen…und wohin Du auch immer Lächeln magst. Frieden garantiert.

Der einzige Moment in dem Wir wirklich leben können ist der in dem Wir gerade sind. Und in jeder Meditation lässt sich genau in diesem Augenblick ein unglaublicher Lebens- und Lebendigkeitszauber finden. Ob Du nun sitzt oder gehst oder tanzt oder singst. May the Freedom be with you.

Ein besonderes Kapitel aus Jack Kornfields Buch „Meditationen die unser Herz öffnen“ ist übrigens ein Kapitel über Vergebung, wozu auch Loslassen, Trauer und Versöhnung gehört. Und es steht auch gleich ganz vorn im Buch. Für mich ein wichtiges Thema und ich glaube auch für die meisten Menschen. Was es dabei nicht zu vergessen gilt: Vergib zuallererst Dir Selbst!

*

Vergebung vergisst nicht und nimmt die Vergangenheit auch nicht einfach hin.
Vergebung hat einen weisen Blick.
Sie findet heraus, was unrecht, schädlich und falsch ist.
Sie würdigt die Leiden der Vergangenheit und erkennt Ihre Gründe an.
Zur Vergebung gehört Stärke.
Wer vergibt, kann gleichzeitig für sich eine Entscheidung treffen
und sagen:
„Nie wieder werde ich zulassen, dass mir oder anderen ein solches Leid geschieht.“

*

Geh-Meditation

Thich Nhat Hanh, Anh-Huong Nguyen

Goldmann, Arkana, 16,00 €

***

Meditationen die unser Herz öffnen

Jack Kornfield

Goldmann, Arkana 16,99 €

 
Thich Nhat Hanh himself:
 

%d Bloggern gefällt das: