Wenn Männer mir die Welt erklären

dscn7106Ja, das kenne ich leider auch, dieses männliche Welterklärungsdingens… und es scheint so normal zu sein das es gar nicht richtig auffällt. Nach dem Buch ändert sich das vielleicht. Die meisten Frauen die man befragt zum Thema Gleichberechtigung merken auch nicht das sich da viel zu wenig getan hat in den letzten Jahren, merken teilweise nicht mal wie sie nicht gleichberechtigt sind. Man kennts halt nicht anders – erzogen, konditioniert, und das ist wiederrum echt erschreckend.

Schon lange wollte ich das Buch vorstellen, es ist schon ein paar Wochen her das ich es gelesen habe. Ein gutes Buch und ein echt heftiges Buch. Schwer drüber zu schreiben. Empfinde es als sehr wichtig und möchte eine große Leseempfehlung aussprechen.

Wenn man grad sehr dünn besaitet ist vielleicht den Anfang weglassen wo es sehr viel um körperliche Gewalt gegenüber Frauen und Vergewaltigung geht, inklusive Zahlen/Statistik – so das einem mehrfach fast das Herz stehen bleibt.

„Gewalt ist eine Methode Leute zum Schweigen zu bringen, ihre Stimme und Ihre Glaubwürdigkeit zu negieren“   Wo fängt Gewalt an? In Amerika, woher die Autorin kommt, ist die häufigste Todesursache von Schwangeren die Tötung durch Expartner oder Ehemann.

„Wenn Männer mir die Welt erklären“ beginnt mit der Geschichte die zum Buch führte. Das nächste, recht lange, Kapitel beschäftigt sich mit dem Thema „Der längste Krieg“ – Machtmisbbrauch in all seinen Facetten – erschreckend und Augen öffnend.

Gewalt hat keine Rasse, keine Klasse, keine Religion und keine Nationalität, aber Sie hat ein Geschlecht“ …

und das führt Rebecca Solnit hier klar vor Augen. Sie regt damit an, endlich eine dringend nötige Debatte zu führen, und zeigt auf, welche tiefgreifenden Veränderungen es gesellschaftlich braucht. Wie sehr es nötig ist über Rollenbilder, Männlichkeit, Vorurteile und das Patriarchat zu reden. Es werden zu oft falsche Gründe genannt für Gewalt, und es wird nicht gesehen wie sehr Gewalttätigkeit geschlechtsbezogen stattfindet.

Nach dem Rundblick auf das Machtgefälle zwischen Frau und Mann geht Solnit zu einer beispielhaften Geschichte über und stellt die Frage nach dem „Recht“ zu töten und nach der Kluft zwischen weiblicher und männlicher Welt. Immer wieder folgen Beispiele zu den Aussagen, viele Beispiele. Danach ein Kapitel zur globalen Ungerechtigkeit. Sicher erinnern sich noch viele an die Nachrichten aus Indien, den Gruppenvergewaltigungen, der Brutalität und der Frage nach dem Hintergrund solcher Taten.

Ab Seite 83 geht es dann um die Ehe, und über die Unsichtbarkeit, die Frauen in dieser Institution überfällt. Hier geht es natürlich um Geschichte, aber weltweit betrachtet trifft es leider immer noch viel zu häufig zu, das der Eintritt in eine Ehe die Frauen ihrer Eigenständigkeit und Rechte beraubt bzw. sie gar nicht erst erringen läßt.

Diese Unsichtbarkeit der Frauen, bzw eben die Tilgung ihrer Anwesenheit ist an so vielen Stellen zu finden, Namen die abgegeben werden, Stammbäume die nur die männlichen Nachfahren aufzählen, Erbrecht, die Arbeit die so selbstverständlich ist, heute CareArbeit genannt – auch dahinter verschwinden die Frauen – ohne ihre Arbeit wäre soviel gar nicht erst möglich, sie ist grundlegend, aber auch zu selbstverständlich. Kleidung – wie eben die Vollbedeckung und Verschleierung, auch hier verschwinden die Frauen. Im Leben dann oft festgehalten im Haushalt und bei der Kindererziehung, fern der Öffentlichkeit. So wie Frauen auch bei uns das vorsichtig-sein angeraten wird, bestimmte Ecken sind zu meiden, eben weil dort Gefahr droht usw. Doch es sind auch die Frauen die ihre Stimmen gegen das Verschwindenlassen erheben, wie z.b. die Mütter der verschwundenen Argentinier, die während der Militärjunta entführt wurden.

Es folgt ein Kapitel über Virgina Woolf, der sich Solnit sehr verbunden fühlt in ihrem schreiben. DIe innere und die äußere Dunkelheit der Dinge.

„Es ist die Aufgabe von SchriftstellerInnen und ForscherInnen , mehr zu sehen, möglichst frei von vorgefassten Meinungen zu sein, mit offenen Augen in die Dunkelheit zu gehen“

dscn7101Ein sehr mäanderndes Kapitel, in welchem es um viele Verbindungen geht. Verbindung in den Themen als schreibende Frau, über eben die Dunkelheit aber auch die Hoffnung, um andere Texte. Es hat mich soweit inspiriert das ich mir nun doch mal Virginia Woolfs Buch „Ein Zimmer für sich allein“ gekauft habe – bin aber noch nicht so weit gekommen.. es ist ähnlich ausufernd bis jetzt. Solnit wendet sich dann noch Susen Sontag zu, was auch sehr spannend ist, allerdings geht es mir zu weit, streckt sich zuweit aus an dieser Stelle, wäre, denke ich, ein anderes Buch gewesen. Trotzdem klingen hier wichtige Themen an – die Selbstständigkeit als Frau und die Möglichkeiten die es oft nicht gibt durch fehlende Unabhängigkeit, vor allem finanzieller Art. Die Autorin geht hier richtig auf im Schreiben über Woolf und Sontag, was einerseits schön ist, aber auch die Grenzen sprengt. Sie erwähnt immer wieder das fließende und die Grenzenlosigkeit in diesem Zusammenhang, das kommt auch sehr gut rüber in diesem Kapitel, ist aber nicht so meins. Für mich die Schwachstelle an diesem Buch.

Nun also nach dem Ausflug in die Geschichte schreibender Frauen, schließt sich der Kreis aber wieder mit einem Kapitel über das Heute, den Feminismus und den Verlauf von Zeit und Entwicklung, sowie das Recht am eigenen Körper. Es macht das Buch rund. Das Fazit der Autorin: ist die Büchse der Pandora einmal geöffnet, und das ist sie in ihren Augen, gibt es kein Zurück mehr. Ideen haben Macht. Wenn sie reif sind werden Veränderungen folgen. Vom denken und fühlen hinein ins konkrete Leben bis hin zu Recht und Gesetz. Ein gesellschaftlicher Diskurs ist nötig für beide Seiten, für alle Menschen. Gewalt gegen Frauen ist kein individuelles Thema, sondern ein kulturelles.

Marie Sheer – was bedeutet Feminismus (1986): „die radikale Vorstellung, das Frauen Menschen sind

Die FAZ bezeichnet das Buch als vernichtend und komisch zugleich, dem kann ich mich nicht wirklich anschließen. Und es geht auch nicht einfach darum was zwischen Männern und Frauen schief läuft… diese Beschreibung ist schon wieder negierend und fast absurd auf dem Buchrücken. Es geht um viel viel mehr, um ein radikales Aufzeigen und eine kämpferische, revolutionäre Haltung für eine neue Form von Gesellschaft in welcher Gewalt nicht mehr als selbstverständlich oder als Ausrutscher hingenommen wird. Wo nicht durch körperliche Machtausübung einer über jemand anderen bestimmt. Diese Buch ist ein Plädoyer für Freiheit und Rechte für alle, und eine friedliche Zukunft.

Was ich sehr schön finde ist das  Hoffman und Campe dem Buch eine so schöne Form gegeben haben, perfekt der weiße Leineneinband mit der geprägten Schrift, diese Erhabenheit hat dieses Buch verdient. Es zeigt schon in seiner ästhetischen Erscheinung seine Wichtigkeit, ein Statement was mir sehr zusagt.

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Rebecca Solnit

Wenn Männer mir die Welt erklären

Hoffman und Campe 16,00 €

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weiteres

http://www.br.de/radio/bayern2/kultur/nachtstudio/rebecca-solnit-maenner-welt-erklaeren-gleichberechtigung-gewalt-100.html

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rebecca-solnit-men-explain-things-to-me-13533126-p2.html

eine weitere Besprechung: http://lobedentag.blogspot.de/2016/03/buch-der-woche-rebecca-solnit-wenn.html

 

Das Buch der Duftöle

dscn5723Duftöle – finde ich ein spannendes Thema. Wieviel verbinden wir mit Düften und wie sehr wirken Düfte auf uns. Und dies verbunden mit Ölen kann so heilsam sein.

Dieses Buch dazu lohnt sich sehr. Es ist nicht nur eins dieser Miniratgeber die einem erzählen was für was helfen kann, nein es ist sehr viel ausführlicher und richtig dick – über 200 Seiten. Ich bin sehr begeistert und es wird fortan in meiner Hausapotheke zu finden sein. Ich arbeite immer erst mal mit naturheilkundlichen Mitteln und der Homöopathie. Oft hilft das mehr als irgendwelche schulmedizinischen Medikamente. Ich denke viel Wissen ist in der modernen Zeit verloren gegangen, aber so manches Hausmittel erlebt eine Renaissance, weil eben nicht jeder gut auf die „künstlichen“ Medikamente unserer Zeit reagiert.

So hatte ich z.b. vor 2 Jahren eine sehr schlimme Verbrennung durch kochendes Wasser, schon damals wurde mir das reine Lavendelöl empfohlen – hier unbedingt auf die Echtheit achten. Und es hat sehr gut geholfen. Nicht nur das dieses Öl die Nerven beruhigt, nein es hilft eben auch sehr bei der Heilung von Verbrennungswunden.

Öle sind sehr ergiebig. Und die Autorin geht hier im Buch auch genau darauf ein warum und wie die verschiedenen Öle helfen. Ob nun äußerlich angewendet oder auch inhaliert. Pfefferminz, Eukalyptus und Teebaumöl helfen z.b. sehr bei grippalen Infekten und momentan bin ich sehr froh das ich diese Öle da habe und kann das nur weiterempfehlen.

Gerne auch wende ich Öle in der Duftlampe an wenn die Stimmung mies, ängstlich, depressiv ist – das ist auch eine tolle Sache für Haustiere und kleine Kinder. Eine sanfte Methoder zur Unterstützung. Noch toller ist natürlich ein richtiger Diffuser.

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Hier die einzelnen Kapitel im Buch:

  1. Wenn ätherische Öle sprechen könnten
  2. Ätherische Öle und die Emotionen
  3. Ätherische Öle, die uns in Notfällen zur Verfügung stehen
  4. Ätherische Öle: Die Schwingungsmedizin
  5. Die Natur hütet das Geheimnis des Lebens
  6. Biochemie – Wunder der Natur
  7. Therapeutische Öle am Prüfstand gegen Duftöle
  8. Ätherische Öle von A bis Z
  9. Praktische Anwendung der ätherischen Öle
  10. Geschichten aus der Praxis
  11. Ätherische Öle – die Urmedizin der Menschheit
  12. Ätherische Öle und ihre therapeutische Anwendung

Es läßt sich auch direkt nach Wirkstoffen nachschlagen oder nach Beschwerden.

Düfte erschnuppern wir nicht nur, sondern die Atome wandern sozusagen in jede einzelne Zelle. Selbst bei starken Beschwerden kann es Wunder wirken, Duftöle von außen und innen anzuwenden. Dazu gibt es hier Anleitung und nähere Erklärungen. In Praxen und Krankenhäusern könnte das z.b. auch sehr hilfreich sein. Besonder spannend finde ich die Anwendung gegen resistente Superkeime. die Natur bietet einfach soviel Möglichkeiten. Ich möchte mir jetzt erstmal ein Wintergrünöl besorgen gegen kalte Füße.

Hier geht es zur Internetseite: http://www.duftmedizin.org

Duftmedizin

Ätherische Öle und ihre therapeutische Anwendung

Crotona Verlag, 19,95 €

Und hier finden sich tolle Artikel zu verschiedenen Anwendungen – auch in der Pflege, wirklich tolle Artikel:

rosenhydrolat lindert angst bei hämodialyse

Tips für den Umgang mit Anderen

DSCN5361klein, fein, praktisch, toll 😉

hilfreiches Büchlein aus der „30 Minuten“ Reihe, die Ihr vielleicht schon kennt.

Also ich krieg das Buch nicht so schnell durch, aber man findet schnell Hilfe beim reinblättern. Wir kennen Sie sicher alle die A.´s und manchmal weiß man einfach nicht weiter, vorallem wenn man sich nicht distanzieren kann und ein Wiedersehen sicher ist.

Ich seh es als Übungsplattform und finde im Buch von Gitte Härter jede Menge Tips, obwohl ich mich schon intensiver mit dem Thema beschäftigt habe. Manchmal braucht es auch eine Erinnerung an Strategien.

Es finden sich Listen die man erstmal abarbeiten kann um eigene Verhaltensweisen und Werte zu klären, um sich dann klar zu werden was man möchte.

Dann gehts um das Gegenüber. Warum sind die bloß so? Was für Typen von Arschlöchern gibt es – Achtung man kann sich auch Selbst entdecken 😉 Im dritten Teil wird es ernst, Thema Konfrontation; das wie und das drumrum, im vierten Teil gehts dann um widrige Umstände und Akuthilfe.

Ein rundes Buch mit vielen hilfreichen Tips. Hier gehts zur Leseprobe und dann ran an die Nörgel-, Besserwisser- und Arschlochfront, Chaaaaakkkaaaaa Hiiiaaahhh

herzlichen Dank an die coole Gitte Härter, schaut mal auf Ihre Seite: http://www.schreibnudel.de/

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Gitte Härter

30 Minuten Arschlöcher zähmen

978-3-86936-447-6€ 8,90, Gabal Verlag

 

Das innere Kind, vom verstehen zum wohlfühlen

Das Kind in dir muss Heimat finden von Stefanie StahlDieses Buch ist  seit seinem erscheinen im November 2015 auf Amazon zum Nr. 1 Bestseller geworden, und das wundert mich gar nicht. Ein wirklich umfassendes und sehr verständlich geschriebenes Buch zum Thema. Ich habe es inzwischen schon vielfach empfohlen.

Ich gebe der Autorin recht beim Untertitel: „Der Schlüssel zur Lösung (fast) aller Probleme“, auch wenn das zuerst etwas hochtrabend klingt. Aber es ist so das wir Menschen zuerst die Kindheit durchleben, und das oft nicht unbedingt glücklich. Grade die Menschen, die das Kriegsenkelsyndrom betrifft haben in der Kindheit unter schlechter Behandlung, wenig artgerechten Umgang oder auch Dingen wie der Sprachlosigkeit in der Familie o.ä. gelitten. Und die Kindheit prägt. Inzwischen wird das zum Glück immer mehr erforscht, auch die Prägung in der Schwangerschaft und den ersten Jahren, die später am schwersten aufzuarbeiten ist, da wir uns daran nicht erinnern und auch noch keine Sprache hatten, was das Empfinden später oft diffus macht.

Stefanie Stahl spricht vom Schattenkind und vom Sonnenkind – Anteile in uns. Anteile aus verschiedenen Lebensaltern. Man kann mit diesen verschiedenen Anteilen oft lange ganz unbehelligt vor sich hin leben. Probleme gibt es manchmal in der Form das Sie gar nicht so richtig bemerkt werden, eben weil man es nur so kennt. Meistens wird einem aber irgendwann klar das es da Anteile gibt die einem im Weg stehen, oder es geht einem einfach nicht gut mit bestimmten Themen. Manchmal werden auch durch Krisen oder Erkrankungen Dinge wieder nach oben gespült.

Die Autorin weiß von was Sie spricht. Sie ist Diplompsychologin und beschäftigt sich eben mit genau den Themen die im inneren Schattenkind begannen, wie Bindungsangst oder ein schlechtes Selbstwertgefühl. Die Stimme unserer Eltern und Erziehungspersonen und  der Umwelt wird später zu unserer inneren Stimme, und die kann ganz schön fies sein.

Auf den ersten 30 Seiten schreibt die Autorin um was es bei dem Thema geht um dann von Grund auf das Thema aufzufächern. Es geht um die psychischen Grundbedürfnisse und wie unsere Kindheit unser Verhalten prägt. Es gibt kleinere Exkursionen zu Themen die sich daraus ergeben. Dann wir das Schattenkind ausführlichst erklärt, es folgen 40 Seiten zu den Schutzstrategien die das Schattenkind entwickelt hat, da wird sich vermutlich jeder irgendwo wiederfinden. Und wenn man sich wiederfindet ist das schon mal ein guter Schritt. Es folgen viele Übungen zur Heilung des inneren Kindes und dann entdecken wir das Sonnenkind in uns.

Die letzten fast 100 Seiten widmet die Therapeutin dem Thema „Von den Schutz- zu den Schatzstrategien, wieder mit vielen Übungen. Ich denke man merkt schon an der Beschreibung das dieses Buch in einer sehr zuwendenden Sprache gehalten ist. Es ist wirklich ein Schatzkästchen an Wissen, Informationen und hilfreichen Übungen.

Ich denke wenn jeder sein inneres Kind heilen würde gäbe es auf der Welt keine Kriege mehr. Denn wenn dieser alte Schmerz und diese Wunden angenommen und geheilt werden findet man sich selbst und ein großes Selbstverständnis, viel Kraft und Freude. Mann kann vollkommen erwachsen werden. Und das, nehme ich immer wieder wahr, fehlt vielen Menschen heute. Sie bleiben in den alten Verstrickungen und Mustern hängen, üben ungern Selbstreflexion und flüchten lieber oder greifen an – im Grunde nur weil Sie mit sich selbst nicht klar kommen.

Auch für jegliche Beziehungen ist das Thema ausschlaggebend. Sei es die Paarbeziehung oder die zum Chef, vor allem aber natürlich die zu uns selbst. Überall toben die inneren Kinder im Alltag und wenn dann da zwei aufeinander treffen – also die Schattenkinder, kommt selten etwas Gutes bei raus. Ich kann das Buch wärmsten Herzens empfehlen und hoffe das es noch sehr sehr viel Leser findet.

Ein ganz besonders Special hat sich der Verlag noch ausgedacht, ein sehr schönes. Es gibt 2 schöne Meditationen zu den inneren Kindern http://rhspecials.randomhouse.de/microsites/stefanie_stahl/

Zur Einstimmung könnt Ihr Euch ja mal das Interview anschauen was Sie in der Litlounge gegeben hat.

 

Stefanie Stahl

Das Kind in dir muss Heimat finden

Der Schlüssel zur Lösung (fast) aller Probleme

14,99 €, Kailash Verlag

Ein Kriegsenkel erzählt

DSCN3964Ein weiteres Buch im Kanon der Kriegsenkelliteratur. Diesmal ein auch sehr persönliches Buch des Journalisten Matthias Lohre. Ich muß zugeben, es war mir am Anfang nicht sehr sympathisch, da mir doch einiges zu sehr zusammengefasst und verallgemeinert erschien. Es wird nicht zwischen Kriegsgkindern und Nachkriegskindern unterschieden. Und die Jahrgänge der Kriegsenkel setzt der Autor schon ab 1955 an. Das sehe ich anders. Aber wie er auch schreibt, es gibt nicht den Kriegsenkel.

In Matthias Lohres Fall ist er ein später Kriegsenkel, Jg. 76 und seine Eltern Jg. 31 der Vater, und Jg. 37 die Mutter. Schon allein deshalb finde ich den Titel verfehlt, es müßte heißen: Das Erbe eines Kriegsenkels. Finde ich bedauerlich das auf solche wichtigen Feinheiten oft nicht geachtet wird. Bei mir lößt sowas erstmal Ärger aus, weil ich mich einfach in einen Topf geschmissen fühle. Und einer hier die Wahrheit für sich zu vereinnahmen scheint. Was aber sicher nicht die Absicht des Autors war, so wie ich es lese. Er ist ein Suchender wie viele von uns. Aber er gibt zu viele Antworten, die wie die Lösungen klingen und wie die einzigen Antworten, manchmal wie Anleitungen, das gefällt mir nicht so gut.

Ganz persönlich kann ich mich wenig in Matthias Lohres Erzählungen wiederfinden, weder ging und geht es mir „ja doch irgendwie gut“, wie in seinem Fall, er ist immerhin erfolgreicher Journalist der bei Taz und Zeit schreibt und schon das eine oder andere Interview zum Thema Politik gegeben hat, noch ist mein Weg vergleichbar mit seinem. Meine Eltern sind erst Anfang der 50iger geboren und bei uns gab es andere Familienthemen. Und so war auch das Schweigen der Familie ein anderes. Aber immerhin das Schweigen ist eine Gemeinsamkeit – und natürlich finden sich davon noch einige andere, auch wenn ich vielleicht andere Schlüsse ziehe wie er oder das gleiche Ergebnis erlebe mit anderen Voraussetzungen. Es muß auch dazu gesagt werden er ist ein Westdeutscher Kriegsenkel, ich denke hier gibt es doch einige Unterschiede.

Trotzdem haben das Werk und ich noch zusammengefunden, und ich habe Matthias Lohre bis zum Ende seines Buches begleitet. Auf seiner Suche nach Antworten und Klärung seiner eigenen Geschichte. Manchmal laß es sich als würde er laut denken. Hin wieder kam es mir vor, als würde er vor sich hinmurmeln, immer wieder wiederholend was wichtig ist und scheint, um den aufgenommenen Faden nicht wieder zu verlieren.Das ist einerseits ein bisschen nervig, auf der anderen Seite mußte ich aber auch schmunzeln weil es einfach allzu menschlich ist und ich es selber von mir kenne.

DSCN3965Das ganze ist eine Mischung aus Persönlichem und aus allgemeinen Erkenntnissen. Oft zitiert er auch gelesenes, vorallem Psychologen und aus einem Gespräch. Es gibt auch eine Bücherliste im Anhang. Ich finde es in der Mischung nicht so gelungen wie andere.

Am Anfang war mir das alles oft zu sehr auf einem Tablett präsentiert und ließ keinen Raum für mich als Leserin, aber das ist wohl einfach die Art des Journalisten. Er hat es aufjedenfall geschafft mich bei der Stange zu halten und vor allem das Ende hat mich sehr berührt. Und ich habe selbst im Kapitel über die Erziehung, und das schon ewig oft besprochene Thema Erziehung nach Haarer, noch etwas herausziehen können für mich, weil es gut formuliert war. Auch schön fand ich das er die Geschichte vorm Nationalsozialismus mit einbezieht. Das er nach Lösungen und Möglichkeiten sucht.

Viel hab ich markiert, oft die Stellen wo ich dachte ja das bringt er gut auf den Punkt und die andere Hälfte Stellen, wo es bei mir ganz anders war und ich nicht mitgehen kann… auch so kann man schließlich am eigenen einhaken, das bietet Reibungsfläche; und das ist es ja am Ende was man als LeserInn doch auch sucht, die Verbindung zu sich Selbst.

DSCN3972Mehrfach hab ich an „Der alte König im Exil“ denken müssen, die ganze Geschichte des Autors hätte ich da gerne eingeordnet, an dieser Stelle im Bücherregal, aber durch dieses sehr gemischte von persönlicher Geschichte und Verallgemeinerung, und Erkenntnissen der Psychologie ist das nicht passend. Ich würde fast sagen es wäre gut gewesen ganz bei der eigenen Geschichte zu bleiben bzw. die Rückschlüsse auf das Eigene zu beziehen und dies auch so zu schreiben… ich merk jetzt wieder beim schreiben wie sehr mich doch manches ärgert, obwohl ich wirklich gern die letzten Tage jeden Abend im Buch gelesen habe. Es war eines dieser Bücher die ich nicht so verschlingen konnte, sondern nur häppchenweise vertrug.

DSCN3969In meinem Kopf ist so ein Bild von diesem Mann in meinem Alter, ein durchaus sympathischer und ziemlich schöner Mann, so wissbegierig und sensibel, mit seinen wirklich traurigen Augen die viel Seelentiefe erkennen lassen – da fühle ich mich schon sehr verbunden. Es ist gut das er seinen Weg für sich gefunden hat. Diese Geradlinigkeit aber, und vor allem auch diese guten Bedingungen aus denen er heraus agiert die haben, glaube ich, eher wenige Kriegsenkel, aber vielleicht täusche ich mich da auch.

Die Kapitel

Anfang und Ende – Warum diese Geschichte?

Kriegskinder & Kriegsenkel – Wer ist das überhaupt?

Fremde Eltern & Fremde Kinder – Was ist bloß schiefgelaufen?

Erster Weltkrieg & die Folgen – Wann entstanden die ersten Traumata?

Zweiter Weltkrieg & Nachkrieg – Was macht ein Kind zum Kriegskind?

Überlebensschuld & Lebensfreude – Konnten Kriegskinder glücklich werden?

Täter & Opfer – Was machte das Schweigen der Mittäter mit ihren Kindern?

Die deutsche Mutter & Ihre Kinder – Was richtete die Nazi-Ideologie in den Seelen der Kleinsten an?

Kriegsenkel & Kriegsenkelinnen – Was macht das Erbe der Kriegsenkel mit Frauen und Männern?

Verstehen & Nicht-Verzeihen – Wie entwickeln Kriegsenkel mehr Verständnis für sich?

Mutter- & Vaterseelenallein – Wie können sich Kriegsenkel mit der Vergangenheit versöhnen?

Ende & Anfang – Wie lässt sich Abschied nehmen?

Fazit: keine leichte Lektüre, aber verständlich und gut zu lesen. Besonders empfehlenswert für Kriegsenkel mit Kriegskindereltern

Matthias Lohre

Das Erbe der Kriegsenkel Was das Schweigen der Eltern mit uns macht

256 Seiten, € 19,99, Gütersloher Verlagshaus

Thema Grenzen – Bis hierher und nicht weiter

DSCN3333Kennt ihr den Spruch „das Kind braucht Grenzen!“ Damit ist meist nicht die Grenze des Kindes gemeint auch wenn der Erwachsene das denkt, nein er redet von seiner eigenen Grenze und geht dabei davon aus das alle anderen dasselbe brauchen wie er. So ist es aber nicht.

Grenzen. Wir haben Sie alle. Wir brauchen Sie alle, aber oft kennen Wir Sie nicht gut oder haben dieses und jenes Thema damit. Und das beginnt allermeistens in unserer Kindheit – Kindern werden selten eigene Grenzen zugestanden. Stattdessen ist grenzüberschreitendes Verhalten von Erwachsenen fast normal, auch wenn sich Er_ziehung langsam ändert Richtung Be_ziehung. Wenn immer wieder die eigenen Grenzen in Frage gestellt oder übertreten werden ist es sehr schwer ein gutes Gefühl für sich selbst zu entwickeln. Und später wird man das Verhalten was man vorgelebt bekam selbstständig fortführen bis.. ja bis einem klar wird das es so nicht geht.

Rolf Sellin hat dazu ein wirklich ausführliches Buch geschrieben in welchem er 100 und 1 Frage zu den eigenen Grenzen stellt. Fragen die nicht immer einfach zu beantworten sind und einen ins Nachdenken bringen. Ein sehr kluges Buch. Und ich glaube für viele Menschen ein wichtiges Thema.

Der Autor hat mich schon gleich am Anfang gehabt mit seiner Auslegung zum Thema „Grenzenlosigkeit“ in einer Welt wo einem so oft suggeriert wird „Alles ist möglich“. Ein Thema was mir persönlich sehr auf den Magen geschlagen ist, da es partout nicht zutreffen wollte. Denn in Wahrheit ist doch alles immer sehr individuell. Es gibt sehr verschiedene Ausgangssituationen, weshalb es auch schlau ist sich mit den genauen Flächen des eigenen Reviers und den Linien der eigenen Grenzen auseinander zu setzen.

„Seine Grenzen zu zeigen, sein Revier zu halten, das erfordert von uns, dass wir zu unserer Begrenzheit stehen, zu unseren Eigenheiten“

Grenzen setzen heißt auch für andere fassbarer zu werden. Grenzen kennen heißt zu wissen wer ich bin und worum es mir geht. Grenzen erfahren heißt lebendig sein und vielleicht sogar seinen Raum zu erweitern. Äußerst hilfreich in jeglichen Beziehungen, auch der zu sich selbst.

„Leben lässt sich beschreiben als ein ständiger Prozess der Anpasssung“

„Das Kind braucht Grenzen“ – Ja die braucht es und auch ein Erwachsener braucht Sie. Grenzen geben uns Orientierung und Halt und Grenzen zu haben bedeutet nicht das wir nicht auch darüber hinausgehen könnten.

Rolf Sellin schreibt sehr ausführlich über das eigene Revier. Er erzählt von der Grenze als Ort von Begegnung und Konflikt. Gibt Hilfestellung zur Abgrenzung auf verschiedenen Ebenen. Macht darauf aufmerksam was unsere Abgrenzung unterlaufen kann.

Es gibt neben den vielen vielen Fragen die er stellt auch viele Beispielgeschichten und Reflexionen (ein prüfendes und vergleichendes Nachdenken) und so einiges an Hilfestellung. Es ist sicher kein Buch zum einfach runterlesen sondern es gibt einem richtig viel Futter.
Rolf Sellin ist bekennender Hochsensibler und weiß wovon er spricht, wobei das Thema sicher für viele andere Menschen außer HSP´s genauso hilfreich ist. Ursprünglich Architekt – was man vielleicht auch so ein wenig rausliest *schmunzel* und was so passend ist zum Thema, hat er sich weitergebildet zum Coach. Genauer gesagt ist er Systemischer Coach, NLP Master und Trainer, sowie Heilpraktiker, beschäftigt sich mit Quantenpsychologie und Voice Dialogue – was auch immer das ist. Inzwischen hat er ein eigenes Institut für HSP´s in Stuttgart. http://www.hsp-institut.de

Ein wirklich richtig gutes Buch zu einem sehr wichtigem Thema. Ich bin aufjedenfall ein großer Fan von Rolf Sellin. Pragmatisch, fundiert, einfühlsam, und vor allem realistisch und hilfreich.

Rolf Sellin

Bis hierher und nicht weiter

Wie Sie sich zentrieren, Grenzen setzen und gut für sich sorgen.
Mit Test: Wie gut können Sie sich abgrenzen?

16,99 €, 206 Seiten, Verlag Kösel

Das Buch für Stadtpflanzen

DSCN2957DAS Buch für Stadtpflanzen, wie mich. Ich liebe die Natur und wenn man die Augen nur aufmacht findet man das Grün auch überall in der Stadt. Recht erstaunlich manchmal. Die Natur erobert sich immer wieder Ihre Flächen zurück.

So ist Jürgen Feder hier unterwegs in Deutschland, Ost und West. In Metropolen wie Düsseldorf, München oder Dresden. Und zeigt uns was für Pflanzen er so findet. Die Fotos sind meistens ganz gut, manchmal etwas klein, aber es gibt immer einen Erklärungstext und vor allem hinten ein Namensverzeichnis der Pflanzen. Auch gibt es allerlei Geschichten und Feder erzählt auch von seinen Verbindungen und den Menschen die er unterwegs trifft. Ich mag das Buch. Bin am anstreichen und unterstreichen und hab gestern gleich mal einen Ausflug auf das nächste Stück Grünfläche gemacht um zu schauen was da grade so wächst.

Ich machs kurz denn ich will Euch zeigen was ich so gefunden habe mitte April: übrigens sah das eine Woche vorher noch ganz anders aus

 

Na erkennt Ihr die Pflanzen? Es gab auch noch Gänseblümchen und Löwenzahn. So manches ist auch essbar. Also nix mit Unkraut. Das nächste was ich suchen werde ist der Giersch, daraus soll man toll Pesto machen können. Und ich bin gespannt was sich nächste Woche so findet.

Jürgen Feder

Feders Fantastische Stadtpflanze

Neue Entdeckungstouren

rororo 9,99 €

Die andere Seite

DSCN2987Vor kurzem hatte ich „Deutschland als Bilderbuch“ vorgestellt, es war im Grunde genommen nur Westdeutschland gemeint (obwohl das Buch von Deutschland spricht), bis auf wenige Ausnahmen. Auch in vielen Filmen wie z.B. dem kürzlich gesendetem 3 Teiler Ku`damm 56 wird Westdeutschland dargestellt, alles arg nett. Hübsch, bunt, bisschen Revolution der Jugend aber sonst? Alle sind versorgt und in den besten Kleidern gekleidet und Mangel an Nahrung oder Wohnraum wird schlichtweg nicht thematisiert. Gut am Rande bekommt man etwas von der anderen Zone, dem Osten mit – da gehts dann um die neue sozialistische Bewegung, Versammlungen, aber eben nur ganz am Rand. Und leider auch nur positiv dargestellt. So als wäre der Krieg zuende und einfach alles wieder ok.

In „17. Juni – die Geschichte von Armin und Eva“ dagegen dreht es sich um den Osten, also der Zone die unter Stalins Macht stand und sowjetisiert werden sollte als Arbeiter- und Bauernstaat. Ich hatte das Thema damals in meiner Geschichtsabschlußprüfung und hab nach diesem Comic gemerkt das die Schulbücher doch auch ziemlich viel weggelassen haben.

Was war das für eine Zeit, 8 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs. Vielleicht war es ja im Westen wirklich alles schon so hübsch, im Osten war es das nicht, dort gab es noch Lebensmittelmarken und die Arbeit war hart, es ging darum den Soll zu erfüllen, der immer wieder angezogen wurde. Bauern wurden enteignet, zwangsintegriert in die LPG – den landwirtschaftlichen Großbetrieb der DDR.

Den Rahmen bildet eine sehr traurige Liebesgeschichte. Der Lauf der Dinge im Juni 53 wird dem Leser sehr gut nahe gebracht. Viele unschuldige Menschen sind damals im Gefängniss gelandet, im Gulag, den Arbeitslagern der Sowjetunion. Vom Regen in die Traufe. Viele flüchteten schon vorher in den Westen und viele wohl auch danach, bis dem später durch den Bau der Mauer ein Ende gesetzt wurde.

DSCN2988Solche Momente unserer deutschen Geschichte dürfen nicht vergessen werden. Es darf nicht vergessen werden das die DDR ein Unrechtsstaat war, der am Ende doch genauso seine Bürger missbrauchte wie der Nationalsozialismus dies tat. Diese Zeiten sind lang noch nicht aufgearbeitet.

Meine Mutter ist 53 geboren und wenn ich mich da mal so richtig hineinversetze was für Zeiten das waren, wie die Welt für die Menschen damals aussah in der DDR. Wie wenig Freiheit es gab, wie grau alles war und wie förmlich vorbestimmt die Lebenswege durch den staatlichen Einfluß, wie geschlossen das Land. Das ist schon eine ganz andere Welt wie heute. Immer wieder heftig wieviel sich in einem Menschenleben ändern kann.

Das kleine Buch hier konnte durch Förderung der brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung realisiert werden. Ich kann nur sagen: bitte mehr davon. Das ist Geschichte wie man Sie gut versteht weil Sie so erzählt wird wie die Menschen Sie erleben. Ich hoffe auf Fortsetzungen. Wirklich tolles Projekt mit viel Inhalt.

 

Autoren: Alexander Lahl, Tim Köhler, Max Mönch

Illustration von Kitty Kahane

17. Juni – Die Geschichte von Armin & Eva

Verlag Walde+Graf bei Metrolit

http://www.museumsmagazin.com/2013/03/berlin/die-geschichte-von-armin-eva/

schaut auch mal hier beim Tagesspiegel

http://www.planet-wissen.de/geschichte/ddr/geteilte_stadt_berlin/pwiejunideraufstand100.html

 

Das Licht in Dir

Das Licht in dir von Siglinda Oppelt

Das Licht in dir von Siglinda Oppelt

Passend zu Ostern: Das Licht

Nachdem ich mich schon mehrfach mit Planzen und Ihrem Umgang z.B. mit dem Licht beschäftigt habe fand ich den Titel dieses Buches doch sehr interessant. Das spirituelle Licht in uns ist mir bekannt. Und wenn es da eine Möglichkeit gäbe das Licht zu nutzen, so wie es der Untertitel verspricht, wäre das doch toll.

Ich muß dazu sagen ich habe mich aufgrund eigener Gesundheitsthemen viel mit alternativen Heilungsmöglichkeiten beschäftigt, weil ich mich oft von Ärzten wenig verstanden bis unzureichend behandelt gefühlt habe, und man einfach auch irgendwas tun will.

Ich habe z.B. sehr gute Erfahrungen mit einer Art zu beten gemacht, mit Atemübungen, Meditation, Homöopathie, Naturheilkunde usw. Eine der Meditationen die ich kenne handelt davon sich heilendes Licht vorzustellen – klingt vielleicht obskur für manch einen, ist es aber nicht. Es ist einfach ein Bild welches man im inneren erzeugt zur Unterstützung. Jeder der sich etwas positives vorstellt wird sich damit gleich besser fühlen. Da kommt man schnell zum Thema „der Glaube versetzt Berge“. Und da ist ganz real etwas dran. Denn es ist inzwischen nachgewiesen das unser Denken alles beeinflußt. Aus Gedanken werden Dinge. Es heißt sogar das die Absicht und das Denken wissenschaftliche Forschung beeinflußt. Ist auch sehr gut vorstellbar, wenn man etwas bestimmtes erreichen will oder sich etwas erhofft handelt man einfach anders wie wenn es nicht so wäre. Und wer weiß welche Einflüsse alles eine Rolle spielen. Das Denken beeinflußt unsere Gefühle und unser Handeln. Bei meditierenden wurde nachgewiesen, das z.B. bestimmte Hirnbereiche Reaktionen zeigen – und da alles miteinander verbunden ist..Blut, Nerven, Haut, Organe etc. alles miteinander reagiert, ist ganz schön viel möglich. Vielleicht gleich mal ein Versuch wert?

Es gibt einen Mantra: Nadha Brahma das heißt Welt Klang. Die Welt ist Klang, das trieft zutiefst zu, denn Alles besteht aus Atomen, alles anfassbare und alles nicht anfassbare. Und was machen Atome? Atome bewegen sich, Sie schwingen, und was schwingt das klingt. Alles ist Klang. Und so ähnlich ist es auch mit dem Licht, wie Siglinda Oppelt das versucht in diesem Buch darzustellen.

Den ersten Teil zur Astro- und Quantenphysik kann ich so ganz gut nachvollziehen, er erscheint mir recht logisch. Und dann steht man da und denkt, Ja wie könnte ich auch kein Licht sein. Das ist auch ein Punkt von welchem die Autorin ausgeht. Was allein schon ein guter Gedanke ist.

Und trotzdem tue ich mir schwer mit diesem Buch. Ich glaube ein wenig Kürzung und ein wenig mehr auf den Punkt hätten dem Schmöker gut getan. Immer wieder vermischt sich sogenanntes wissenschaftliche mit Informationen aus der geistigen Welt, weiß nicht so richtig was ich davon halten soll.

Im zweiten Kapitel geht es um Biologie und um die Spur des Lichts, es liest sich etwas zäh, aber ich konnte folgen.

Im dritten Kapitel ging es dann zum Thema Heilung los um im nächsten Kapitel im „Licht im Alltag“ zu landen und im letzten Kapitel wurde das Thema Beziehungen angesprochen.

Außer dem Licht geht es immer wieder viel um Kommunikation. Ich fand es wirklich schwierig dran zu bleiben. Das ist für mich kein Buch was man so am Stück lesen kann und irgendwie scheint es mir immer wieder so abzudriften. Also man braucht schon ein bisschen Zeit um sich mit dem Thema so wie es hier aufbereitet ist auseinander zu setzen.

Anbei ist noch ein CD mit Lichtmeditation und dazu gibt es richtige Arbeitsbögen auf ein paar Seiten.

Ich kann gar nicht so richtig ein Resümee ziehn. Das Thema hat mich schon gepackt, aber vielleicht liegt mir einfach der Schreibstil nicht sonderlich. Manchmal ist es ja auch so das Dinge einem so logisch erscheinen das man sich wundert wie groß alles aufgepumpt wird, so das man sich dann wieder die Information förmlich raussuchen muß auf die es ankommt.

Ich werd mich sicher noch eine Weile mit dem Werk beschäftigen. Mal schaun ob ich noch einen besseren Zugang finde. Manche Bücher brauchen einfach Ihre Zeit und ein zweites lesen. So richtig weiß ich noch nicht wie ich das Licht als Lebenskraft besser nutzen kann. Vielleicht sind ja Ton und Licht das gleiche.

Unter dem folgenden Link ist eine Leseprobe und weitere Information vom Verlag zu finden

Siglinda Oppelt

Das Licht in Dir

272 Seiten, 19,99 €

Hier noch ein schöner Vortrag von Frau Birkenbihl zur Quantenphysik

Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin – Anna Elisabeth Röcker

Ja Ihr seht richtig, ganz viele Karten. Ich liebe Kartensets, weil man Sie einfach gut nutzen kann im Alltag. Dieses hier kommt mit einem kleinen Begleitbuch „Ganzheitlich heilen zum richtigen Zeitpunkt“ – Vitalisierung der 12 Meridiane rund um die Uhr. In dieser nur Handgroßen Beilage werden kurz Grundlagen und vor allem die Karten erklärt. Wie schon im Titel erwähnt kennt die TCM 12 Meridiane und zu allen 12 gibt es jeweils 4 beidseitig bedruckte Karten für die tägliche Anwendung. 1 Karte mit Yogaübungen, 1 Karte mit Akupressurpunkten meistens 2, manchmal 3, Hinweise was auf einen geschwächten Meridian hinweist – seelisch und körperlich, die 3. Karte zu den Aufgaben des jeweiligen Organs und des Meridians. Die 4. Karte verweist auf allgemeine Zuordnungen, wie Sinne, Farbe, Chakra und hat auf der Rückseite eine kleine Visualisierung.
Für Anfänger ist das eine nette Sache um einen Einstieg ins Thema zu bekommen. Das kleine Büchlein hat 93 Seiten, aber ist halt wirklich nur eine Beilage und nichts für jemanden der da tiefer einsteigen will, hat aber doch erstaunlich viel Informationen versammelt. Was mir etwas fehlt sind Infos zu den Zuordnungen und wie diese z.B. hilfreich eingesetzt werden können. Die Visualisierung finde ich als Karte quatsch, denn man müßte Meridian und Text auswendig kennen um diese durchzuführen. Da wären wirklich genauere Kenntnisse bzw Übung von Nöten und vor allem eine CD oder auch ein Mp3 zum Download sehr sinnvoll gewesen.

Kurz wird auch die Organuhr erwähnt und auch ganz gut erklärt, aber auch hierfür würde ich mir ein Buch besorgen was sich generell mit der Organuhr beschäftigt, als Ergänzung zum Thema. Mit den Akupressurpunkten kann man aufjedenfall was anfangen, und ich nutze dieses recht häufig, empfinde das als sehr hilfreich. Auch die Yogaübungen sind gut, und auf den Karten ja auch gut zu nutzen um Sie neben der Matte parat zu haben. Die Übungen sind auch für Anfänger geeignet.

Was mich stört ist das beim Meridianverlauf immer ein männlicher Körper gezeigt wird. Außerdem finde ich das Buchformat schwierig. So kleine Bücher lassen sich vielleicht noch ganz gut lesen wenn es sich um Fließtext handelt, aber bei solchen Themen, wo viel in Tabellenform und Listen sowie vielen kleineren Abschnitten erzählt wird macht es das ganze recht unübersichtlich und weder die Gestaltung noch den Satz finde ich besonders gelungen. Praktisch ist allerdings das man es halt mit den Karten zusammen dann in einem pack aufbewahren kann, da die Größe nicht so unterschiedlich ist. Zugute gehalten werden muß auch das aufjedenfall in alles ein Einblick gegeben wird. Grundsätzliches zu TCM, Ying/Yang, die Meridiane, Akupressur, Organuhr, Nahrungsmittel/Geschmacksrichtungen (5 Elemente Ernährung) und auch zu Yoga und den Chakras.

Alles in allem ein praktisches Kartenset und ein guter Einstieg ins Thema und vielleicht wird es ja nochmal neu mit einer besseren Gestaltung aufgelegt. Ich wünsche mir für solche Praxisbücher immer eine Spiralbindung, das läßt sich dann einfach besser nutzen.

Anna E. Röcker

Ganzheitlich heilen zum richtigen Zeitpunkt-Set

Vitalisierung der 12 Meridiane rund um die Uhr.

Buch mit 48 Karten, ISBN: 978-3-424-15132-9

17,99 €

Unterm Link wie immer eine Leseprobe

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