Rauhnachtszeit

Bald schon beginnen wieder die Rauhnächte, im Moment befinden wir uns in den dunkelsten Tagen des Jahres. Die 12 Rauhnächte sind die Zeit zwischen den Jahren – die Differenz zwischen Mondjahr und Sonnenjahr. Die erste Rauhnacht ist die Nacht der Wintersonnenwende am 21.12.
Unser Weihnachtsfest, wie es heute gefeiert wird, ist eine merkwürdige Mischung aus alten Traditionen und christlichen Vorgaben. Der beliebte Adventskranz und der Tannebaum sind eindeutige heidnische und uralte Symbole.

Winter ist die Zeit der Wurzelkraft. Wurzeln die tief reichen, durch Jahrhunderte und tief in unzählige Verbindungen und viele Ebenen. Eine Zeit in der Träume und Geschichten eine wichtige Rolle spielen, Erinnerungen und Erzählungen, unser Erbe, weitertragen.
Man traf sich am Feuer in der guten Stube und erzählte sich Geschichten von seinen Erfahrungen und Erlebnissen, aber auch alte Sagen und Märchen. Und so wurden auch die Bräuche von Generation zu Generation getragen.

Essenz ist das Thema der Zeit. Essenz die sich im Rückzug, in der Tiefe und auch in der Stille und Besinnung findet, sowie in dem was du jetzt wirklich von Herzen und ganz aus dir selbst heraus tust.

Mein Tip: Nimm auch du dir die Zeit, dich dir selbst zuzuwenden. Geh bewusst in die dunkelsten Tage und Nächte des Jahres, sammle Kraft und Klarheit, so das du weißt wohin du deine frischen Energien im Frühjahr ausrichten magst.

Ich empfehle über die Zeit ein Tagebuch zu führen, auch in meinem Rauhnachtskurs werden wir dieses spezielle Rauhnachtstagebuch führen, es kann uns später im neuen Jahr begleiten.

Und wir wenden uns den Wurzeln zu und und widmen uns den Rhythmen der Natur. Und wir werden die besondere Energie dieser Zeit nutzen. Wünschen, orakeln, räuchern, backen und basteln. Sich gut verabschieden vom letzten Jahr, sich in der Gegenwart verankern und uns ausrichten für das Kommende.

Rauhnachtskurs heißt zu jeder Rauhnacht bekommst du eine Email mit den Impulsen und kleinen Geschichten zur Zeit. Außerdem gibt es eine Facebookgruppe für alle TeilnehmerInnen zum Austausch.
Das ganze kostet 47,- €

Bis dahin gibt es (kostenfrei) zur Einstimmung einen 3 teiligen Miniworkshop (inklusive einer Geschichte und einer Weihrauchmeditation), dazu bitte hier entlang.
Wer möchte kann auch gern meinen 7 seitigen Rauhnachtsbrief mit einigen Informationen zum selbstausdrucken für 5 € erwerben. Schreib an madameflamusse@googlemail.com

Schwester Tod – zur Trauerkultur

Der Vorteil von Blogs gegenüber den Berichten in Zeitungen, die Sachen sind direkter länger verfügbar und wie hier, manchmal werden sie nochmal überarbeitet und rebloggend. Dieses Buch ist aufjedenfall ein wichtiger Evergreen! Der Tod in weiblicher Hand.

reingelesen

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Im letzten Beitrag sprach ich über das trauern und klagen im Angesicht des Todes und heute möchte ich ein dazu passendes Buch vorstellen.

„Schwester Tod“ – der Tod, das Sterben und alles drumherum, ein Bereich um den sich immer mehr die Frauen gekümmert haben, neudeutsch auch Carearbeit. Ein wirklich umfassendes Buch, wo mir einerseits einiges wieder begegnet und andererseits viel Neues zu finden ist.

Die Autorin hat sich mit Traditionen und Überlieferungen befasst, und gibt sehr viele praktische Hinweise zur Ausgestaltung und Begleitung von Sterben, Tod und Trauerzeit. In unseren Breitengraden sind wir doch recht traditionslos geworden, und in vieles spielen Paragrafen und Gesetze hinein. Der Kontakt zum wesentlichen, wozu eben auch das Sterben gehört, geht verloren. In diesem Buch finden wir einen wunderbaren Zugang zu alten Sitten und Bräuchen und einen liebevollem Umgang mit all den Themen rund um das Sterben. Es nimmt einem die Angst und…

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Naturewriting – Schreibkurs

Ich möchte es euch nicht vorenthalten, am Mittwoch startet der erste Online Schreibkurs dieses Jahr. Diesmal, ganz Neu, zum Thema Naturewriting.
Es geht aber nicht nur um das Schreiben, sondern auch um Achtsamkeit, Erdung, Entspannung und Verbindung. Naturewriting ist eine wunderbare Methode um wieder mehr Kontakt zum Wesentlichen zu bekommen und deine aufmerksamkeit zu schulen.

Es gibt über den Oktober kleine Schreibimpulse per Email. Wer mag kann gern in die Facebookgruppe zum Austausch kommen oder mit mir direkt Kontakt aufnehmen. So wie es für dich passt und angenehm ist. Ich werde hier und da auch kleine Textausschnitte vorstellen zur Inspiration.

Naturewriting bringt uns näher zu uns selbst! Hast du Lust mal wieder zu schreiben? Oder suchst du einen Einstieg? Ich denke der Oktober ist der perfekte Monat für das Thema.
Wenn du fragen hast schreib mir: info@karolinkaden.de

Die Kosten des Kurses belaufen sich auf 47,- € / Start 6.10.
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Meine Kurse eignen sich für jedes Level.

Kleine Feuer … – Die Serie


Kleine Feuer überall

Nachdem ich mit Genuß das Buch gelesen habe war ich sehr gespannt auf die Verfilmung, kann diese aber eben auch nur aus der Perspektive der Originalgeschichte bewerten.

Ich muß sagen die Geschichte ist absolut hochwertig verfilmt wurden, aber es wurde einiges verdreht und hinzugefügt. Das ärgerte mich enorm, denn die Buchvorlage ist sehr sehr gut. Gern hätte ich verstanden warum es Änderungen gab.

Die Hauptrollen spielen 2 Familien, einmal eine alleinstehende Künstlerin mit Tochter, die von Ort zu Ort ziehen und dann eine Familie mit Mutter, Vater und 3 Kindern die schon seit Generationen am selben Ort wohnen, und eher der klassischen Aufteilung folgen. Dies ist eine Besprechung mit Spoilern.
Diese beiden Familientreffen aufeinander als die Künstlerin mit ihrer Tochter in die Stadt kommt: Mia. Mia mietet eine Wohnung bei Elena, und hilft ihr später auch im Haushalt. Die Kinder freunden sich an – Pearl hat mit jedem von Elenas Kindern eine besondere Beziehung. Und so wie Mia, die Künstlerin das schwarze Schaf in ihrer Familie ist, so ist es auch die jüngste Tochter von Elena, die eine wichtige Rolle in der ganzen Geschichte spielt.
Eine der größten Stärken der Erzählung sind die Darstellungen der feinen Dynamiken die sich in Beziehungen so abspielen, grade in Familie. Und wie sich Vieles über die Jahre sammelt und dann auch entzündet.

Die Geschichte ist phantastisch, es werden sehr viele Themen angesprochen und die Frauen haben hier aufjedenfall die Oberhand – sprich sie haben die Hauptrollen. Wobei die Männer im Buch noch viel mehr im Hintergrund stehn und in der Verfilmung der Vater der Familie plötzlich sehr viel zugeschrieben bekommt und eine starke Meinungsmache betreibt, fand ich schade. Im Buch ist er eher unsichtbar, immer auf Arbeit.

Was mir als Hinzufügung bei der Verfilmung unglaublich gut gefallen hat war die Darstellung von Mutterschaft – das wird leider im Buch nur knapp thematisiert. In der Serie bekommt das einen großen Raum und man sieht die Schwierigkeiten, die Nerven die am Ende sind, die Liebe zu den eigenen Kindern aber auch die Ablehnung die man gegenüber ihnen empfinden kann… wirklich grandios dargestellt von Reese Witherspoon, die in der Serie die weiße priviligierte (Ehe) Frau spielt.
Kerry Washington in der Rolle der afro amerikanischen Frau und Künstlerin fand ich manchmal etwas befremdlich in ihrer Gestik und Mimik, was sicher auch mit dem Buch zusammenhängt, man hat da sein eigenes Bild im Kopf, und in der Verfilmung sind alle Personen etwas anders. Leider gehen auch die Beschreibungen der künstlerischen Tätigkeit von Mia in der Verfilmung etwas unter und werden verfälscht, was ich grade am Ende sehr sehr schade finde und ich verstehe nicht warum es diese Veränderung in der Verfilmung gebraucht hat. Im Buch beschäftigt sie sich u.a. schon jahrelang mit Fotografie bevor sie studieren geht und bekommt auch ein Stipendium, das geht in der Verfilmung vollkommen unter. Auch das ihr in der Serie eine lesbische Beziehung angedichtet wird, so als könnten sich die Filmemacher nicht vorstellen das es auch eine Liebe neben der sexuellen 2erBeziehung gibt, fand ich nicht gut.

Auch die (sexuelle) Beziehung zwischen Mias Tochter Pearl und Elenas Sohn hat grade am Anfang so einen komischen Beigeschmack in der Serie die es so im Buch nicht gibt.

Es geht immer wieder um „Rasse“ bzw. Ethnie und die Rolle der Mia zeigt auch immer wieder die Prägung die sie explizit als afroamerikanische Frau erfahren hat, sehr gut gemacht … ich bin bei der Buchrezension etwas mehr drauf eingegangen, wollte aber auch nicht zu sehr spoilern. In der Rolle der Mia ziegt es sich am deutlichsten das es etwas ausmacht welche Hautfarbe du hast und wie deshalb mit dir umgegangen wird und die Rolle zeigt das ganz deutlich auf an vielen Details. Bei den Richardson und besonders Elena ist das alles sehr viel subtiler dargestellt – auch weil die Figur sich selbst für offen und gütig und nicht rassistisch hält und ein guter Mensch sein möchte. Es gibt auch noch eine illegale Einwanderin, eine Chinesin und ihr Baby – auch hier werden Rassismusthemen aufgezeigt.

Es ist mir unverständlich warum in der Serie sovieles hinzugefügt wird was es nicht braucht oder warum Dinge und Personen anders dargestellt werden wie in der Originalgeschichte (auch die Story mit der Musiklehrerin geht vollkommen unter dafür werden andere Dinge lang und breit erzählt die so nicht im Buch stehen) – das hätte es einfach nicht gebraucht. Die Filmemacher hätten gut daran getan sich enger an die Originalgeschichte zu halten. Die SchauspielerInnen sind super besetzt, keine Frage und auch die Kameraarbeit/Ausstattung, die kleinen Andeutungen zur Zeit… ist alles super. Die einzige positive Hinzufügung ist das Kapitel zur Mutterschaft. Ach und die Diskussion zum Leseclub und den „Vaginamonologen“ ist auch ganz witzig, die gibt es so im Buch nicht.


Im Buch baut sich alles sehr langsam auf, schwelende Feuer sozusagen. In der Serie dagegen gibt es immer wieder Andeutungen auf eine mehr oder minder brachiale Art und es wird im erzählen Druck gemacht den die Story aber nicht braucht. Die Feinheiten gehen leider verloren. Und trotzdem ist es eine sehr gute Serie, weil einfach die Geschichte gut ist, und ich würde sagen Preisverdächtig in ihrer Art.

Hier zum Artikel über das Buch

Trailer

Alina Simmelbauer – Wir träumen allein

Im Juli besuchte ich diese wunderbare kleine Ausstellung:

Die Nachfahren

https://www.kunstvereindresden.de/

Eine kleine feine Ausstellung im Kunstverein Dresden. Alina Simmelbauer arbeitet das Verhältnis zu ihrem Vater auf – er ist Kubaner und musste die DDR verlassen als Alina grade mal wenige Jahre alt war. Erst als 30igjährige findet sie den Mut sich auf die Suche zu machen und reist nach Kuba. Das glück ist ihr hold und sie wird liebevoll empfangen und lernt endlich ihren Vater kennen.

In der Ausstellung sehen wir Bilder von ihren Besuchen in Kuba. Wunderschöne stimmungsvolle künstlerische Fotografien. Dazu gibt es Sound und auch eine Filmaufnahme vom Meer und der kubanischen Flagge.

28.05 17.07.2021

Ein Briefumschlag. Absender und Empfänger in schnörkeligen, blassblauen Buchstaben. Die eine Adresse in Deutschland, die andere in Kuba. Nicht viel mehr hält die Künstlerin Alina Simmelbauer in ihren Händen, als sie 2011 beschließt, nach ihrem Vater zu suchen und damit ihrer eigenen Geschichte und Identität nachzuspüren.

Kuratorin: Daniela Baumann

Mir hat…

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Besuch bei der Künstlerin Mirjam Moritz

Eine schöne Erinnerung

reingelesen

DSCN4495Dammschlösschen nennt sich das schöne Haus der Künstlerin. 2006 bis 2009 wurde es saniert und beherbergt auch das Atelier und 2 Ferienwohnungen. Was mich schon eine ganze Weile besonders angezogen hat war der Garten, an welchem ich sehr oft zu allen Jahreszeiten bewundernd stehengeblieben bin. Er ist aufs feinste abgestimmt und bietet zu fast allen Zeiten etwas für das Auge.  Wunderschöne feine Farbspiele, so wie jetzt gerade, in weiß, rosé, flieder, lila bis dunkelpurpur. Bezaubernde kleine Wege aus alten Steinen bilden Kreuzgänge. Allium und Rosen setzen Akzente.

Nie hätte man in dieser unscheinbaren Nebenstraße so einen Garten erwartet. Welch ein Glück für die Urlaubsgäste die sich hier einmieten. Inmitten eines lebendigen Viertels, ruhig trotz der nah vorbeifahrenden Züge.

DSCN4489

Donnerstags zwischen 16 und 19 Uhr kann man sich das kleine, erstaunlich ordentliche, Atelier anschauen. Mirjam Moritz lädt dazu ein. Ich war sehr neugierig was für Bilder eine solch talentierte Gärtnerin wohl…

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Galerie

Ein Tauchgang

Ich bin ganz zufällig über das Buch gestolpert, eigentlich wollte ich gern den ganz neuen Zeh Roman lesen, aber der hat über 60 Vormerkungen in der Bibliothek, als heißt es noch etwas warten.

„Nullzeit“ klang ganz spannend, spielt auf Lanzarote, meine Lieblingsinsel und Sehnsuchtsort.
Plott:
Ein Tauchlehrer (ehemals Jurist) mit seiner Partnerin mit eigener Tauchschule und Ferienhaus
2 Gäste, eine Schauspielerin und ein Schriftsteller, beide eher Erfolglos aber finanziell gut gebettet (Sie)

Es erzählen abwechselnd der Tauchlehrer (Sven) und dazwischen lesen wir die Tagebucheintragungen von der Schauspielerin (Jola). Theo, der Schriftsteller kommt hin und wieder in einem Dialog zu Wort, sonst lesen wir vor allem Beschreibungen über ihn von Sven und Jola, die sehr unterschiedlich auffallen, was sich ja allein auch schon durch die unterschiedlichen Beziehungen ergibt . Antje spielt eine blasse Nebenrolle, obwohl Sie und Sven sich schon von Kindesbeinen an kennen, sie ist irgendwie da.

Jola hat Sven für 2 Wochen Fulltime als Tauchlehrer gemietet, um sich auf ein Casting vorzubereiten. Sie will diese Rolle unbedingt, um endlich aus ihrem Leben als Seriendarstellerin auszusteigen, eine Rolle die sie über Vitamin B bekam.

Svens Tauchschule und das Ferienhaus liegen an einem einsamen Inselfleck, weit ab von anderen Touristen oder Einwohnern, direkt am Meer. Das Meer in dem sich Sven vollkommen Zuhause fühlt, allein, unter Wasser…
Er ist dankbar für die Buchung, weil er viel Geld braucht für die Erkundung eines Wracks was er entdeckt hat. Doch er unterschätzt, was es heißt so viel Zeit mit 2 Fremden zu verbringen.

Jola und Theo nehmen sich nicht zurück, sind beide exzentrisch und wie schnell klar wird, irgendwie verrückt. Die Erzählung nimmt nach einem entspannten Anfang dann relativ schnell Fahrt auf.


Svens Erzählungen und Jolas Tagebucheinträge fangen irgendwann an immer mehr voneinander abzuweichen und man fragt sich eine Weile lang was stimmt. Das ganze Buch ist unterhaltsam und wird zwischendurch so spannend, dass ich begann, durch die Seiten zu stürzen und Absätze zu überfliegen. Die Wörter nicht so mächtig das man sie alle lesen müsste.
Hin- und wieder ein guter Satz und hin- und wieder aber auch Momente die mir unlogisch erschienen oder schlecht beschrieben.

Ich denke, was die Geschichte ausmacht, sind die disfunktionalen Beziehungen der Personen untereinander, Abhängigkeiten zwischen Gewohnheit, Liebe und Schmerz und Gewalt.
Trotzdem haben sich alle in ihrem Leben und den Umständen eingerichtet und folgen mehr oder weniger einem Plan.
Am Ende aber wird sich alles ändern.

Für mich war das Buch ein guter Einstieg mal wieder zu lesen, zur Unterhaltung. Es war spannend genug um dranzubleiben und einfach genug um auch in müden Stunden ein paar Seiten zu lesen. Thematisch so weit weg das ich es auch vorm Einschlafen lesen konnte ohne das es mich danach beschäftigte oder mich wach machte.

Ein kleines Kammerspiel für zwischendurch, aber kein beklemmender Thriller, wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung meint.




Ungeschrieben – Finde Ausdruck

„Ausdruck finden“ ist essenziell und wesentlich. Das Schreiben ist eine gute Methode diesen Ausdruck zu finden.
Manchmal schreibe ich lange nur in meinem Kopf, dabei ist das Problem das die Gedanken irgendwann anfangen zu kreisen, sie fahren Karussell, und selten kommt dabei etwas Neues zustande oder gar eine Lösung, es hilft allerdings beim Sortieren, da ich auch ein recht analytischer Mensch bin.

Ein Stück weit hilft es über etwas nachzudenken, ein nächster Schritt ist dann aber der nach „außen“. Das heißt das ich mit mir selbst und vielleicht auch noch mit jemand anderen in einen Dialog trete, dieser Mensch muss nicht tatsächlich da sein, vielleicht ist er schon verstorben oder nie dagewesen.
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Ich schreibe für mich und das manchmal auch an jemand anderen. Oft haben wir das Bedürfnis uns an jemanden zu wenden – was nicht heißt, dass wir das Geschriebene tatsächlich absenden müssen. Es heißt nur erstmal zu schreiben, etwas aus dem Innenraum nach außen zu bringen, ein Austausch zwischen Innen und Außen, eine Art Zwiegespräch.
Es ist nicht immer einfach Worte zu finden, also die, die sich richtig anfühlen, und es ist auch nicht so einfach bestimmte Dinge wirklich zu äußern, und sei es nur uns selbst gegenüber, etwas nach außen zu bringen, auch in diesen kleinsten Raum mit mir allein kann durchaus beängstigend sein.
Schreiben hilft Dinge gewahr zu werden, und sie vielleicht das erste Mal nach außen zu bringen. Es kann sehr intim sein, ein Raum den ich mir nehme, den ich auch gestalte, der durch mich entsteht.
Welche deiner Dinge sind noch ungeschrieben und ungesagt? Welche Briefe schreibst du in Gedanken?
Was möchte unbedingt zu Papier gebracht werden? Was sucht Ausdruck?
Schreib es auf! Papier ist geduldig, es stört sich nicht an krummen Formulierungen, oder Wiederholungen, auch deine Gefühle haben hier alle Platz, sowie jedes Schimpfwort, deine Scham und enger oder weiter Blick und auch jede Zärtlichkeit, Freude und alle Tränen ungeweint oder gerade fließend.

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Was möchte von dir geschrieben werden, schreib es raus!

#findeAusdruck
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„Finde Ausdruck“ ist auch der Name meiner Facebookseite, falls du dich fürs Schreiben und speziell auch Biografiearbeit interessierst, für die Seele und Achtsamkeit, schau gern mal vorbei.

Überall und immer wieder

Wikipedia wird 20 Jahre

Hier geht es zum Artikel zum Buch: https://reingelesen.wordpress.com/2017/01/05/wenn-maenner-mir-die-welt-erklaeren/ (WordPress lässt mich das nicht rebloggen, deshalb so)

Ich war echt mal begeistert von Wikipedia, hab auch jedes Jahr einen kleinen Betrag nach meinen Möglichkeiten gespendet. Damit ist jetzt Schluß.

„It’s a Man’s Man’s Man’s World“

„Das gilt nicht nur für ihre Themen, sondern auch für die Gemeinschaft derer, die an ihr arbeiten. Auf neun Wikipedianer kommt eine Wikipedianerin. Bereits 2011 nannte Sue Gardner, damals Vorsitzende der gemeinnützigen Wikimedia Foundation, neun Gründe, warum kaum Frauen mitmachen. Vor allem schreckt sie der oft aggressive, rechthaberische und teils offen misogyne Umgangston ab.“


Kennt ihr Wikipedia? Ich denk mal schon. Wikipedia will neutral sein und das Wissen der Welt allen zugänglich machen – so heißt es. Wie es aussieht haben aber einige der Schreiber ganz andere Intentionen.

Der Laden hat Geburtstag und ist ein Männerschuppen mit ziemlich schlecht funktionierenden Regeln was das Thema Sexismus und Vorherrschaft angeht.
Es gibt ja durchaus coole Männer und viele die gut schreiben können – diese haben aber leider wohl nicht den Zugang gefunden bzw. sich anderen Themen als dem der Weiblichkeit und der weiblichen Anatomie gewidmet.

„…ein wichtiger Schritt, um mehr Frauen für die Wikipedia zu begeistern: „Wir müssen eine Umgebung schaffen, in der sich Menschen sicher beteiligen können, ohne Angriffe zu fürchten“, sagt sie. Die Wikipedia müsse eine Gemeinschaft werden, die alle willkommen heiße – und in der Artikel über Physikerinnen nicht einfach abgelehnt werden, weil sie der Autor für irrelevant hält.“

Leider ist Wikipedia sehr frauenfeindlich, das zeigt sich an vielen Stellen, z.b. daran wie wenig Frauen dort überhaupt schreiben und schreiben dürfen – denn Texte können abgelehnt und gelöscht werden – was anscheinend gern z.b. bei weiblichen Biografien gemacht wird.

Eine andere Herangehensweise ist es Frauenfeindlichkeit direkt in Beiträgen unterzubringen. Ganz viele Widerlichkeiten kann man in den Artikeln zur weiblichen Anatomie finden. Sexistische Bilder, gewaltvolle Bilder, zuviele Bilder, eine gewisse Einfärbung der Bilder, pornografische Bilder, unpassende Bilder – insgesamt abstoßend und unpassend. Diese Haltung die hier offensichtlich wird – wo ich mich persönlich frage welchen Fetisch diese Autoren hier eigentlich ausleben – zeigt sich natürlich auch ganz massiv in den Texten, der Betonung, in der ganzen Schreibweise wie z.b. auch der starken Verbreitung und intensiven Darstellung weiterer Themen.
Vielleicht wäre es nicht so aufgefallen, wenn sich die Autoren einem Schlüsselbein ebenso intensiv gewidmet hätten wie sexuellen Praktiken und der menschlichen Vagina. Schön auch im Vergleich der Artikel zum Penis. es gibt übrigens endlose Artikel zu Penissen, die Vulva dagegen wird gleich komplett mit dem Tierreich inklusive abgehandelt.
Spätestens seit Liv Strömquist wissen wir das es leider auch in der Geschichte die Herr_schaften gibt die ein krankhaftes Interesse an weiblichen Körpern hatten und dies vorallem in Besitzansprüchen, eben diesen weiblichen Körpern gegenüber, manifestierten und in frei erfundenen Geschichten medizinische „Fachbücher“ verfassten. Eine neue Generation scheint sich hier bei Wikipedia gefunden zu haben und sie haben die Freiheit diesen ganzen Müll online zu stellen.
Im frei zugänglichen Bearbeitungsverlauf sieht man das dagegen vorgegangen wurde, es aber nichts nützte. Soweit zu universellem Wissen. #stopthisshit #FrauenbeiWiki #toxipedia

# whatswrongwithwikipedia


In anderen Sprachen hat man übrigens andere Texte zustande gebracht auch ohne solch explizites frauendfeindliches Bildmaterial. Und einfach mehr Zeichnungen verwendet.

Wer sich trotzdem auf Wikipedia beteiligen will (ein steiniger Weg) kann gern Kontakt mit mir aufnehmen, ich kann euch da vernetzen. Es gibt auch Kurse zum Einstieg.

Beitrag auf Arte:
https://www.arte.tv/de/videos/093704-000-A/das-wikipedia-versprechen/


Einige Artikel zum Thema:
Weiß, westlich – und vor allem männlich
https://www.sueddeutsche.de/digital/wikipedia-frauen-maenner-1.5173285

20 Jahre Wikipedia
https://radiothek.orf.at/oe1/20210115/624881?origin=oe1.orf.at

DieZEIT
https://www.zeit.de/digital/internet/2021-01/katherine-maher-wikipedia-wikimedia-foundation-chefin-online-enzyklopaedie-unabhaengigkeit

Wie wahr ist Wikipedia wirklich
https://www.br.de/mediathek/video/das-globale-universallexikon-wie-wahr-ist-wikipedia-wirklich-av:600098c063a076001ac1e901

Einstimmung auf die Rauhnachtszeit

Dieses Jahr gibt es über meine „Lebensfaden“ – Seite Adventspost.
Ein Brief mit kleinen und göttlichen Inspirationen für den Advent und die Sperrnächte, die am 8. Dezember beginnen.

Schreib mir wenn du einen Brief bekommen möchtest – in Echt oder per Mail. Hier gibts mehr Infos dazu: Zum Lebensfaden

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