Einstimmung auf die Rauhnachtszeit

Dieses Jahr gibt es über meine „Lebensfaden“ – Seite Adventspost.
Ein Brief mit kleinen und göttlichen Inspirationen für den Advent und die Sperrnächte, die am 8. Dezember beginnen.

Schreib mir wenn du einen Brief bekommen möchtest – in Echt oder per Mail. Hier gibts mehr Infos dazu: Zum Lebensfaden

Im Rahmen

Ich weiß noch wie still es plötzlich war und wie gut das tat. Und das da dieses Gefühl war, das die Welt da draußen jetzt viel besser passte, etwas nachgab, ein Luftholen möglich war, für den Moment. Irgendwie.
Das was vorher nur in mir war und in meiner kleinen Welt, fand plötzlich Resonanz da draußen. Und auch wenn da etwas Angst war und es alles etwas grusliges hatte und mir der Vorrat fehlte und einkaufen so verdammt anstrengend war und die Angst in mir das irgendwann auch die Läden schlossen und mir vielleicht das Essen ausginge und ob denn auch alles andere vorhielte und ich mir Sorgen machte wegen des Wassers, und der Badeofen immer noch kaputt war und ich nun seit 3 Monaten wieder zurück war in meiner Wohnung, wo alles über ein Jahr vor allem still lag, auch wenn das alles war, war es schön, dass meine Welt für einen kurzen Moment nicht mehr so anders war wie die Welt da draußen, und unser eigentliches Tempo sich anglich. Und die alltägliche Hektik einer Ruhe wich, wie ich sie hier nur von Feiertagen kannte.
Ich kopierte mir die Nummern von den Aushängen von der Nachbarschaftshilfe, falls ich es vielleicht doch nicht allein schaffte und dachte in 4 Wochen sieht es sicher schon wieder ganz anders aus. Es wird schon gehen, irgendwie.

Ich hatte die letzten Wochen funktioniert, ein Quartal kurz wie ein paar Tage in der Erinnerung, und kalt und grau. Noch war nicht alles zu mir durchgedrungen, der Schmerz aber mein permanenter Begleiter, genauso wie das Unbehagen und die vielen Fragen liefen immer mit, fuhren Karussell in meinem Kopf, und das Herz schmerzte endlos und es war eng in mir. Es quälte mich alles andauernd, ständig schwebte irgendeine Erinnerung durch den Kopf und intensiv durch den Leib, kein Appetit und Süßkram statt Geborgenheit und trotzdem zusammen und reißen. Mit all den Gewichten, der Alltag läuft weiter, und es fehlt der Raum wo ich meine Trauer, Wut und mein Unverständnis, mein Erschrecken hintragen konnte, dankbar über jedes Gespräch, wo eben ein Aussprechen möglich war, über das, was war und ist. Das reden, was es braucht, um die Gedanken zu sortieren und das unfassbare greifbar zu machen und zu verstehen was passiert war.

Es wurde still dann, Ende März, und die Kraft verließ mich, und ich verlor die Zeit. Ich schrieb endlose Texte in die Weiten von Whatsappverläufen und Messengerchats. Ich hatte auch meine Projekte, die zu diesen Zeiten wie Geländer an steilen Treppenstufenverläufen waren. Eine Zeit lang, ging das alles seinen Gang mit mir und meinem Gepäck im Schlepptau. Der Monitor mein Tageslicht und mein Zugang zur Welt.
Nein diesmal nicht, sagte ich mir, und dem Boden unter meinen Füßen, du bleibst hier.
„Sie wirken aber ganz stark und gesetzt“, sagt die Ärztin, ja nach außen hin merkt man mir selten an wie es in mir aussieht. Und ich bin auch stark, aber eben auch; und neben stark bin ich schwach, sehr schwach. So schwach und so müde und kraftlos zwischen Tag und Nacht, schlich ich durch die Zeit, die wiederum die Nähe zu einem schwarzen Loch suchte, sprich, es lief in Kreisen und Spiralen und Endlosigkeiten im dunklen und zeitlos und gleichzeitig und einfach nicht einsortierbar und nicht zu messen mit dem bekannten Zeitmaß.

So viel wie dieses Jahr bin ich noch nie in meinem Bett gelegen, so selten hatte ich die ganzen Jahre nicht im Hof gesessen. Aber es galt auch soviele Orte zu meiden, weil überall die Erinnerungen rausspringen konnten. Nicht unerwartet und wie kleine fiese Piraten. Es wurde wohl Frühling, recht spät wie ich mich dunkel erinnere, es war mir egal.

Mein Rahmen war das alte Küchenfenster, durch das ich den Himmel täglich beobachtete. Keine Flugzeuge mehr und immer eine Konstante, ob nun bewölkt oder blau. Zwischendurch doch mal gute Tage, wo ich Nachschub besorgte, und immer auf die Wärme und die Sonne wartete, um meine Lieblingskleider zu tragen für einen Moment des guten Gefühls. Und immer noch und immer wieder dachte ich an dich und lebte zur Hälfte im letzten Jahr. So viele prägnante Tage und Daten und ich las wieder und wieder die alten Nachrichten baute vor meinem inneren Auge die Zeitschiene nach und versuchte mich zu erinnern an gewisse Worte von dir. Und jedes Mal bohrte sich der Schmerz mir in die Brust und der Kopf wurde heiß. Die erinnerten Gefühle waren oft so mächtig, aber die Worte verschwammen vielfach im Nebel.
Obwohl mein Kopf soviel wusste, suchte er weiter nach Erklärungen, die ich eigentlich auch schon alle kannte, aber es half, wenn andere aussprachen, was ich mir dachte. Realisieren, begreifen bis jede Windung meines Gehirns, wie die Furchen meiner Hände, die genaue Form fühlen konnte.
Die Echtheit bestätigen, die Zustimmung suchend und dann manchmal doch wieder das Gefühl als wäre alles nur ein Traum, oder eine Geschichte. Aber was war der Traum, mein anderes Leben oder das jetzt und hier? Auch wenn der Geist lexikonschwere Wahrheiten las und für wirklich wahr befinden konnte, sickerte alles nur langsam zu meinem Herzen durch. Eine Strecke weit wie eine monatelange Reise. Ich sag ja, ich verlor die Zeit und damit auch das wo und das was, aber nicht das wie, das behielt ich fest im Auge. Wie war das alles eigentlich?

Da waren die Tage wo ich nicht schlafen gehen mochte, denn kaum lag ich zwischen den Kissen begann wieder den Gedankenkreiseln, immer und immer wieder und nein ich wollte keinen Gedankenstopp üben, ich wollte denken, ich wollte mich erinnern, ich wollte verstehen, ganz verstehen, und wissen und klären, wenn schon nicht mit dir dann für mich. Die Logik war mein Anker. Und dann waren die Tage wo ich nichts anderes wollte als nur schlafen, liegenbleiben, dankbar für keine Termine, einfach nur sein, wo ich war und schlafen damit ich nicht denken musste, und trotzdem schrieb ich Seitenweise Briefe in meinem Kopf immer wieder von vorn, manchmal auch auf Papier.

Die Trauer, wir liefen, saßen, schliefen immer zu zweit durch den Tag. Lange konnte ich nicht lesen und brauchte viel Konzentration um was zu schreiben. Ich lenkte mich ab mit Filmen und Binchwatching, ich war nicht kreativ, ich erschuf keine tolle Trauerkunst, ich arbeitete in mir. Ich bastelte immer wieder an diesem Zeitstrang, und puzzelte Ursachen und Folgen und Ereignisse so gut es ging aneinander. Und oft stocherte ich wie mit Stäbchen in der Suppenschüssel und bekam nichts zu fassen was benennbar gewesen wäre. Es fühlt sich an als wäre da irgendwo eine Kammer in meinem Kopf und immer, wenn ich einen Schritt auf sie zutrat, entfernte sie sich ein Stück. Aber ich weiß trotzdem noch wie ich mich fühlte, auch wenn ich deine Worte nicht mehr zu fassen bekomme, ich weiß was mitschwang und was sie bedeuteten. Es ist auch nicht das Wort was am Anfang oder Ende steht, das ist mir jetzt klar. Es ist das Gefühl und es ist der Körper, es ist immer der Körper, der zuerst da war und es auch zuletzt sein wird. Die Zellen sind die, die alles speichern, auch das, was wir nicht benennen können und auch das was uns sprachlos macht, wir können es fühlen.

Ich werde weiter denken und sammeln und innerhalb werken, das Ende wird sich ergeben. Draußen gibt es die Bilder von vielen Tagen, mit dem Blick aus meinem Küchenfenster. Auch wenn mein Körper müde war oder nicht weit wollte, sich verkroch in der sicheren Höhle, wandert der Geist und die Augen sammeln die Himmel ein, und die Hand schreibt hier und da etwas nieder, und später werden meine Beine wieder laufen und zwischendurch meine Ohren wieder Musik lauschen, die wieder in mir landen darf, dann wenn ich es mag. Alles in meiner Geschwindigkeit, in der Reihenfolge die eben da ist. Und die nicht messbare Zeit und das Vergehen der Monate sind dann vielleicht wie eine weiche Wolke, auf der ich liegenbleiben darf und ich mir das gestatte. Trauern ist Leben, in echt.

***
November Blogaktion des Totenhemdblog
https://totenhemd.wordpress.com/2020/10/27/november-blogaktion-abschied-nehmen-meine-und-unsere-tradierten-und-spontanen-rituale/
„Trauer in Zeiten von Corona“




Herbst

Schreibst du mit mir ein Herbstgedicht?
Hier ist meins:

Das Leuchten des Herbstes hängt in den Bäumen
Oft weit oben, zwischen den Zweigen
So das wir den Kopf heben müssen
Vom ständigen neigen
Weit über den Horizont hinaus
Dort schreibt das Licht dann sein Poem
Flammende Zeilen
Zwischen den Ästen
Von Abschied, Essenz und Vergehn
Jeden Abend leuchten die Spitzen
Mit der Sonne in Resonanz
Jetzt ist die Zeit
In der die Himmel glühn
und die Stunden oft zu schnell vergehn
Des Kreislaufs bunte Palette

Ein Baum wie ein Gedicht…

Kleine Feuer überall

Es gab eine lange Lesepause, Familienzeit und Krisen. Lange habe ich kein Buch mehr zuende gelesen. Heute aber! Und das möchte ich vorstellen. Ein Buch was euch bestimmt auch aus jeder Leseflaute hinaus hilft. Genau so ein Buch und so eine Geschichte habe ich gebraucht.

Kurzfassung: Weiße priviligierte Familie mit 4 jugendlichen Kindern trifft auf afroamerikanische (wird nur angedeutet – ist nicht zu 100% sicher) Frau und Künstlerin mit ihrer Tochter, die eigentlich durchs Land ziehen und jetzt sesshaft werden wollen. Hinzu kommt eine illegale Einwanderin aus China und ihr ausgesetztes Baby.
Weder Reichtum noch Armut macht aus einem Menschen einen besseren Menschen, aber die Hautfarbe und der Status im jeweiligen Umfeld entscheiden darüber wie man mit dir umgeht.
Es geht um Lebensentwürfe, Lebenspläne und Entscheidungen. Um Geheimnisse Einzelner und die Dynamik in Familien, die Braven und die schwarzen Schafe in einem Umfeld das für alles Regeln hat.

„Kleine Feuer überall“ von Celeste Ng ist der Nachfolger von „Was ich euch nicht erzählte“. Beide Bücher haben mich auf ihre jeweils eigene Art fasziniert und tragen beide die deutliche Handschrift der Autorin. In beiden Büchern geht es um Familien, ihr Miteinander, ihre Geheimnisse und dieses „nicht- Kennen“ trotz der Nähe des Zusammenlebens.

„Kleine Feuer überall“ steigerte die Spannung so sehr, das ich es heute nicht mehr beiseite legen konnte und so lange im Bett blieb, bis ich es zuende gelesen hatte. Die Geschichte handelt auch von Gesellschaft, Rassismus und erster Liebe, von Kunst und es geht um verschiedene Arten das Leben anzugehen.

Da sind die Richardsons, – gut situierte Einheimische in einem Ort namens Shaker Heights. Ein Ort der geplant wurde und in welchem selbst die Fassadenfarben und die Rasenhöhe vorgegeben sind und man die Hintertüren offen lassen kann. Das weiße Ehepaar Richardson hat 2 Söhne und 2 Töchter. Der Vater ist anwalt, die Mutter Journalistin für Lokales. Und da ist Mia Warren und ihre Tochter Pearl, Afroamerikanerinnen, die durch das Land reisen und nie lang bleiben, aber jetzt wollen sie sesshaft werden und mieten eine Wohnung bei den Richardsons. Elena Richardson kommt Mia Warren sehr entgegen – sie sieht sich gern als eine gütige und offene Person.

Das Ehepaar Richardson hat einen gradlinigen Weg gewählt und alles geht seinen Gang – in gewisser Weise sind sie sich ihrer weißen und finanziellen Privilegien bewußt.
Umso älter die Kinder werden umso mehr erweitert sich der Horizont, auch wenn die Erwachsenen manchmal lange brauchen um das zu bemerken. Mia Warren ist Künstlerin und es gefällt mir sehr wie ihre Arbeit und ihr Werdegang beschrieben werden. Eigentlich ist ihr Platz in dieser Geschichte einer im Hintergrund, aber wie das so oft ist, bestimmt dieser Hintergrund eine Menge.

Pearl freundet sich gleich am ersten Tag mit Moody dem jüngeren Sohn der Richardsons an, sie sind Seelenverwandte, das wird schnell klar. Bald verbringen sie jeden Tag zusammen im großen Wohnzimmer der Familie mit den anderen Geschwistern Moodys. Pearl gehört schnell dazu und alle mögen sie. Elena heißt sie Willkommen und ist immer freundlich zu ihr. Pearl bewundert ihre Arbeit als Journalistin, da sie selbst gern schreibt.

Jedes Kind übernimmt eine wichtige Rolle. Da gibt es neben dem sensiblen Moody noch den sportlichenTrip, den Pearl sehr anziehend findet. Und Lexi – ein typisches reiches und vorbildliches Mädchen ( Kinder die ihren Eltern nacheifern, ihnen gefallen wollen), das sich Pearl ein wenig annimmt um sie sich ähnlich zu machen, was Pearl auch dankbar annimmt, gern möchte sie ein wenig cooler (auf die Art die Shaker Heighst sich vorstellt, dabei hat sie längst ihre eigene Coolness) sein, ihr fehlt allerdings das Geld welches Lexi zur Verfügung steht, dafür kennt sie sich im Second Hand Laden gut aus und hat viel Geschmack.
Die Jüngste, Izzy, war immer das Sorgenkind und schlägt ein wenig aus der Art (die Erklärung dafür finde ich etwas an den Haaren herbeigezogen), das schwarze rebellische Schaf der Familie. Sie ist die erste die ihren eigenen Weg geht und sich sehr hingezogen fühlt zu Mia und ihrer künstlerischen Arbeit. Mia, die irgendwann anfängt bei den Richardsons zu arbeiten und immer ihre ganz eigene und sehr aufmerksame Sicht auf die Dinge hat.

Die Familien kommen sich immer näher, alles verflechtet sich ineinander.
Alle teilen sie ganz verschiedene Dinge miteinander, die sie fürs Leben prägen werden. Und die auch die Eltern, vorallem Elena dazu bringen wird ihre Einstellung von Richtig und Falsch zu hinterfragen.

Vieles in dieser Geschichte hat mit Anziehung zu tun. Anziehung zwischen Menschen, die im Grunde genommen Liebe ist. Liebe der einen Art und Liebe der anderen Art. Liebe die nicht immer gut tut, sondern auch Schmerz erzeugt, weil sie merkwürdige Wege geht, … und Tragödien fabriziert, weil sie mit Egoismus verbunden ist.

Während die Fassade steht, lodern die kleinen Feuer dahinter überall und werden zum Großbrand. Die Spannung baut sich wirklich ganz immer weite rim Hintergrund auf, ganz wunderbar geschrieben. Lange sind den einzelnen Protagonisten ihre Rollen nicht klar. Mias Geschichte wird am intensivsten aufgerollt, und sie weiß irgendwie auch immer am meisten, aber behält es für sich. Beide Familien sind verbunden, durch ihre Kinder und ihre Lebensansichten – und Lebensweisen, und durch eine junge arme chinesische Frau und ihr Baby.

Mrs. Richardson beginnt in Mias Leben zu schnüffeln, sie ist Journalistin und hat viele Verbindungen – allerdings zieht sie oft die falschen Schlüsse, ihr Denken ist sehr schwarz/weiß, wodurch auch der Kontakt zu ihren Kindern leidet. Ihr Mann ist kaum vorhanden, aber die Kinder sind auch schon groß und gehen ihre eigenen Wege. Sie sind eingebunden in das Leben vor Ort, machen die ersten sexuellen Erfahrungen und erleben die ersten wirklich großen Enttäuschungen. Auch Pearl, die sich schnell einlebt, bleibt davon nicht verschont.

Eine intensive Geschichte über eine Familie die in ihrer Wohlstandsblase lebt und alles was nicht da hinein passt passend machen will und dabei ausblendet das nicht jeder ihr Lebensmodell anstrebt. Und es sind die Frauen und Mädchen die ausbrechen ( vielleicht auch für Mrs. Richardson die es verpasst hat eigene Wege zu gehen) und andere Geschichten leben wollen.

Eine Geschichte darüber das viele kleine Dinge zusammen eine Lawine ergeben können, und das es oft eben nicht so ist wie es zu sein scheint.
Eine Geschichte die dazu aufruft offen zu bleiben für Neues und Fremdes, und sich nicht zu früh festzulegen auf eine Meinung, ein Bild von etwas…
Es lohnt sich einfach mal nachzufragen, bevor man sein Urteil fällt.

Soundtrack
https://www.dtv.de/special-celeste-ng-kleine-feuer-ueberall/playlist-der-charaktere/c-1832


Izzy hört Tori Amos / genau dieses Album hab ich auch ganz oft am Anfang meines Studiums gehört und lauthals mitgesungen 😀

Schön das es dich gibt – Journal und Taschenbuch

Habt ihr schon einen Kalender? Schreibt ihr Tagebuch oder betreibt vielleicht sogar Journaling, also die Kalenderführung mit Rundumgestaltung?
Bzw. Wie haltet ihr es damit? Nutzt ihr einen reinen Terminkalender oder eher einen Tagebuchkalender? Oder habt gar zwei Bücher? „Rise up and Shine“ ist ein ziemlich besonderer Tagebuchkalender. Liegt recht schwer in der Hand, hat Gewicht, im Gegenteil zu meinen kleinen, reinen Terminkalendern. Er ist ziemlich dick und hat ein ganz wunderbares glattes, eierschalenfarbenes Papier. Richtig viel Platz für Eintragungen und um ins schreiben zu kommen. Außerdem kann das Datum selbst eingetragen werden, so das du keine Seiten verschwendest wenn du mal einen Tag ausläßt. Es gibt auch Wochenübersichten die du nutzen kannst. Dazu kleine Weisheiten und Texte zur Ermutigung.

 

Das macht schon was her, und ich finde es macht vor allem etwas aus sich so ein besonderes Buch, auch mit dieser schönen Gestaltung zu gönnen. Trotz der vielen Motivationen hat es eben auch noch genug Platz für das Eigene, das finde ich ja am wichtigsten. Das einzige was mir nicht so zusagt, obwohl ich Mantras sehr mag, das sind eben diese, das ist dann schon wieder so eine vorgegebene Art der Spiritualität, wie sie eben grad modern ist. Auch das englische zwischendurch müsste für mich nicht sein. Aber das hält sich zum Glück in Grenzen.

Diese Art der Gestaltung hat natürlich einen Grund. Der Kalender erschien gleichzeitig mit dem Buch „Schön, dass es dich gibt“. Die Autorin Laura Malina Seiler ist – wie es heute so schön heißt: Mindfulnesscoach und hat einen eigenen Podcast. Ich kannte sie bisher nicht, aber vielleicht bin ich dafür nicht eng genug an der Szene dran. Sie möchte die Menschen motivieren ihren eigenen Weg zu gehen und ein authentisches Leben zu führen – das haben wir dann wohl gemeinsam, die Autorin und ich 😉

Wer etwas Zuspruch und Motivation braucht und diese gern in Buchform zu sich nimmt ist hier sicher richtig. Es geht darum auf sein Herz zu hören und die eigene Schöpferkraft zu stärken – und da wiederum ist der Kalender natürlich sehr gut geeignet, denn das Schreiben und Reflektieren ist sehr hilfreich.

***
Laura Malina Seiler
Schön, dass es dich gibt!
Wie du mit deinem Geschenk für die Welt ein außergewöhnliches Leben erschaffst

16,99 € , Rowohlt Verlag

***

Kinderbuch – Weihnachtstipp

Unsere kleine Höhle

„Unsere kleine Höhle“, ein Kinderbuch oder ein Buch für Erwachsene wie mich, die Kinderbücher auch lieben. Auf scheinbar leichtem Fuß kommt die Geschichte daher. Im Land der Tiere zieht ein Sturm auf. Alle gehen schnell nach Hause und sichern ihre Höhlen. Doch zwei Bärenbrüder sind noch unterwegs.
All die kleinen Tierfamilien habn ein Zuhause, tragen Vorräte zusammen und machen ihre Bauten sturmfest und schließen die Türen. Dort sitzen sie dann, als es klopft…

Eine Allegorie über das Eigene und das Fremde, und über Gastfreundschaft in schwierigen Zeiten.
Gezeichnet in einem zarten leichtem Strich und sanften Farben von der Illustratorin Qin Leng. Auf ihrer Seite könnt ihr noch viele andere Bildbeispiele finden. Ihr kleinen Menschen sind ganz bezaubernd: https://qinillustrations.com/Publication-List

 

 

Die Autorin Céline Claire

Céline Claire, geboren 1973 in den Vogesen, hat sich schon als Kind gern
Geschichten für andere ausgedacht. Heute ist sie Autorin mehrerer Kinder- und Jugendbücher. Céline Claire lebt mit ihrer Familie in Frankreich.

Die Illustratorin Qin Leng

Qin Leng, geboren 1983 in Shanghai, machte ihren Abschluss an der Mel Hoppenheim School of Cinema. Sie ist Designerin und Illustratorin. Für ihre Arbeiten wurde sie für zahlreiche Preise nominiert, darunter den renommierten Governor General’s Literary Award.

 

Aus dem Französischen von Oliver Ilan Schulz.
Illustriert von Qin Leng

Diogenes, 16,- €

Zur Leseprobe

Weihnachtsliteratur Geschenktip – Das Weihnachtsmarktwunder

Einstimmung auf Weihnachten: Meine Buchempfehlung.
Hier der Anfang der Geschichte zum reinhören von mir vorgelesen:
https://soundcloud.com/user-664340419/weihnachtsmarktwunder

reingelesen

guenther_rz_2.inddKurz vorm Fest möchte ich Euch ein ganz bezauberndes Buch vorstellen welches in meiner wunderschönen Heimatstadt Dresden spielt. Für mich schon jetzt eines der schönsten Weihnachtsbücher ever.

Ralf Günther hat lange in Dresden gelebt, ist bekannt für seine historischen Romane und beides merkt man meiner Meinung nach dem Buch auch an. Ich kenne natürlich die Straßen und Plätze deswegen weiß ich nicht ob nur ich die Bilder vor dem inneren Auge habe aber ich glaube nicht. Die Stimmung springt von der ersten Seite an sofort über. Ein wunderbarer Schmöker, auch zum vorlesen, vielleicht sogar direkt am Weihnachtsabend unter dem Baum.

Der Protagonist ist ein Junge aus dem Erzgebirge der die Arbeit seiner Familie und eines ganzen Jahres nach Dresden bringt um die Holzfiguren am einzigen Markttag dort zu verkaufen. Am Anfang sieht alles nicht sehr rosig aus, aber wie das so ist in Weihnachtsgeschichten, gibt es einige Helferlein und Fügungen…

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Ab jetzt ist Ruh von Marion Brasch

Familie Brasch jetzt im Kino
https://www.youtube.com/watch?v=UdSDuNJJVuw

reingelesen

abjetztistruh Ein Buch zum Thema Leben im Osten. Ein Buch zum Thema Leben als kleine Schwester von 3 Brüdern. Ein Buch zum Thema Leben auf der Suche nach Gefühlen und Worten.

Ich kann die Kritik anderer Leser nicht nachvollziehen, daß zu wenig Namen genannt werden oder Figuren auftauchen ohne erklärt zu werden. Für mich ist das Buch von Marion Brasch ein emotionssuchendes Buch, in dem die Protagonistin vorallem in sich Selbst sucht und nach Erklärungen in der Familiengeschichte.

Man kann dieses Buch gut lesen ohne in der DDR gelebt zu haben und man kann es gut lesen ohne die Brüder, den Vater und die anderen „Stars“ zu kennen. Denn das ist nicht wirklich das, was eine Rolle spielt. Es geht um Marion und Ihr Leben. Und um Ihren Weg der Suche nach sich selbst in diesem gewissen Kontext ihrer Familie und der DDR.

Die Sprache ist vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber durchaus interessant…

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T. C. Boyle, América

Heute möchte ich mal eine Rezension von einem anderem Blog teilen, da ich über dieses Buch nie selbst geschrieben habe. War noch vor meinen Blogzeiten als ich es laß. Aber es ist mir bis heute Eindrucksvoll in Erinnerung geblieben und steht auch auf meiner „muß ich unbedingt mal kaufen“ Liste.

BuchUhu

„Build that wall!“ Das war nicht nur der Schlachtruf Donald Trumps und seiner Anhänger im Präsidentschaftswahlkampf 2015/16. Es ist auch das Motto einer Gruppe von Nachbarn in T. C. Boyles 1995 erstveröffentlichtem Roman América. Die Besitzer von Häusern im einheitlichen Kolonialstil am Rand der Wildnis etwas außerhalb von Los Angeles wollen eine Mauer um ihre Siedlung bauen, um sich vor den vermeintlichen Gefahren von außen zu schützen. In erster Linie ist wie bei Trump die Abgrenzung vor mexikanischen Einwanderern gemeint, der gefühlten Bedrohung für Sicherheit und Wohlstand des weißen Amerikaners. Dass man sich mit der Mauer gleichzeitig selbst einsperrt, der Freiheit und des offenen Blicks beraubt, daran scheint sich in beiden Fällen kaum jemand zu stören – beziehungsweise ist die Stimme der Vernunft einfach nicht laut genug, um sich gegen Panikmache und Simplifizierung zu behaupten. Den Rest erledigt der Opportunimsus.

Der Bau von Zäunen und Mauern ist nur eines…

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Meinerseits – weitere Texte

Mein Blog hat mehrere Seiten, das sieht man im Reader nicht. Man muß direkt auf den Blog kommen. Es gibt eine Seite wo ich Links zu anderen Texten von mir sammle – einige befinden sich auch auf dem Blog hier. Bei dieser Sammlung geht es um verschiedene Themen, aber nicht um Bücher. Vielleicht interessiert es Dich:
https://reingelesen.wordpress.com/texte/

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