Heeme – ein Heimkehrerinnenbuch

„Heeme“, eine Mischung zwischen Erfahrungsbericht und Kurzroman. Ich habs direkt von der Autorin bekommen, mit Widmung. Sowas freut natürlich immer ganz besonders. Stephanie Auras-Lehmann kommt aus dem Spreewald und war selbst lange fern der Heimat. Sie ist eine aus der Generation, die in der Kindheit/Jugend die Wiedervereinigung Deutschlands erlebt hat. 1982 wurde sie geboren. In der Geschichte von „Heeme“ verarbeitet sie eigene Erlebnisse und Erinnerungen aus der Zeit nach der „Wende“ bis zu ihrer eigenen Heimkehr 2009 nach Finsterwalde. Dort hat Sie inzwischen eine Rückkehrerinitiative für den Landstrich Elbe-Elster aufgebaut.

Die Protagonisten haben alle sehr lustige Namen, und es ist durchaus ein leichtes Buch was sich sehr gut lesen läßt – mit einer Überarbeitung wäre es bestimmt auch was für einen Verlag der Bücher in einfacher Sprache rausbringt. Da fehlt nämlich noch jede Menge Literatur.

Die Heldin der Geschichte hat einen typisch Ostdeutschen Namen: Peggy 😉 und bleibt irgendwie übrig nach dem Schulabschluss im Osten. Alle anderen haben die Heimatstadt schnell verlassen, denn dort gibt es so gut wie keine Zukunft, sprich Ausbildungsstellen. Irgendwann packt es dann auch Peggy, und sie macht sich auf in die neue weite Welt. Die Möglichkeiten beim Schopfe packen. Da heißt es erstmal „sich zurecht zu finden“, die westlichen Gepflogenheiten kennenlernen und sich ganz neu eingewöhnen. So richtig Freunde findet Peggy aber nicht, und man merkt sie hängt an der Heimat. Doch das leben meint es auf eine andere Weise sehr gut mit ihr und Sie macht Karriere – allerdings mit so einigen Hürden und nicht immer erfreulichen Ereignissen. Aber sie schlägt sich tapfer durch und bleibt am Ball und kommt weit. Und zwar bis hinüber über den großen Teich: New York.
Doch daheim im ruhigen Städtchen wartet der Freund und irgendwann muß Peggy sich entscheiden.

Wofür sie sich entscheidet ist klar, wenn man den Untertitel liest. Manch einer wird sie für verrückt erklärt haben und nunja, im Osten stehen die Chancen bis heute ja nicht gerade zum besten wenn es um das Thema Arbeit geht. Und will man denn nicht gerade als junger Mensch die Welt erkunden?

Stephanie hat mir vorne ins Büchlein geschrieben „Rückkehren verbindet“, dem kann ich nur von Herzen beipflichten. Ich hab beim Lesen auch gleich die Verbindung gespürt, auch wenn ich älter bin und früher weg bin und schon nach dem Studium zurückkam.
Das hat auf jedenfall etwas mit dem Thema Heimat zu tun – auch wenn auf mich jetzt weder Liebe noch Eltern gewartet haben – dafür die Großeltern. Im Laufe der Jahre hat es mich schon immer wieder auch verwundert wo es überall sächsische Enklaven gibt und wieviele jüngere Menschen Woche für Woche zwischen Ost- und Westdeutschland pendelten. Jemand der bis New York gekommen ist, kenne ich allerdings nicht.

Wir leben heute in einer Welt, in der Familien oft verstreut sind und auch Freunde selten am gleichen Ort wohnen. Die Welt ist verdammt groß geworden. Es gibt durchaus viele Möglichkeiten, wenn man sie denn findet, oder das Geld dazu hat. Denn es hat immer auch mit Glück zu tun wie weit man kommt und was man damit anfangen kann. Viele können auch nur in die Ferne schauen, und sehnen sich vielleicht gerade deshalb besonders danach. Doch wenn man die Welt auch weiter weg kennengelernt hat sieht man die Heimat oft nochmal mit anderen Augen. Spätestens wenn es ans Famlie gründen geht überlegt man sich doch wohin, grade wenn man Familie hat mit der man sich auch versteht. Großeltern sind doch sehr hilfreich für die Kinder und auch alte Freunde sind schon was besonderes.
So kehrt manche*r wieder Heim und ist Glücklich damit und bestenfalls bringt die Person auch noch was mit, wie Stephanie Auras-Lehmann ihre Geschichte und ihr Projekt für Heimkehrer*innen.

Stephanie Auras-Lehmann

Heeme
14,99 €

https://www.heeme-buch.de/

 

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ein bisschen Magie

Nicht nur weil ich

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Das richtige Zuhause für unsere Bücher…

Das ist eine wichtige Frage, wie ich finde und eine die mich schon mehrfach beschäftigt hat, und da lass ich mich doch gleich mal inspirieren zum träumen. Auch die Sortierung meiner Bücher war immer wieder ein Thema, da ich sehr sehr oft umziehen mußte habe ich immer geschaut das es nicht zu sehr ausufert mit den Büchern, denn das waren viele und schwere Kisten. Inzwischen beschränke ich mich in dieser Hinsicht auf 2 Ivarregale – übrigens eines der besten Systeme die Ikea je verkauft hat.

In meinen Träumen aber da habe ich ein richtiges Zuhause, eines wo ich bleiben kann und wo Platz ist. Einerseits mag ich so diese Englischen Cottage´s gern (hab als Schülerin bei einem Restaurator gearbeitet der sich auf Englisches spezialisiert hatte, da ist eine gewisse Schwäche übergeblieben), wo ich wohl eher Büchervitrinen hätte, samt passenden Sekretär…ja, das ist was was mir wichtig wäre, Glastüren für meine Bücher. Liegt aber vielleicht auch daran das ich noch mit Kohlen heize und hier doch etwas mehr Staub durch die Luft fliegt als in den üblichen Wohnungen, und auf so nem Cottage gibts ja aufjedenfall auch nen Kamin.

Die andere Vorstellung ist ein größeres Haus – so was wie von Frank Lloyd Whright oder Zumthor oder auch japanisch angehaucht – die haben eine phantastische Holzbauästhetik und handwerkliche Umsetzung derselben, eines wo ich eine ganze Wand von oben bis unten mit einem Bücherregal bzw. Fächern belegen könnte. Und wo es noch Platz gäbe für Neuanschaffungen, davor dann einpaar Chaiseloungen oder auch eine fette Sofalandschaft, möglichst tiefliegend, ein schöner Schurwollteppich davor und ganz viele Kissen. Lesenacht könnte man dort feiern. Ach und der 3. Traum ist sowas wie ein Lesezimmern mit Hölzernen Säulen zwischen den Regalen, mit mindestens einem Erker oder vielleicht auch als Rundes Zimmer…eine kleine Herrenhausbibliothek, in Dunkelgrün gehalten und schweren Vorhängen und Bänken im Erker….

Am wichtigsten wäre das Material. Unbedingt Handarbeit aus einem schönem Holz. Da Esche eher schlecht zu kriegen ist vielleicht Walnußholz …oder so. Und die Regale wären unten tiefer für die großen Bildbände und so das ein kleiner Absatz als Ablagefläche entsteht, achja und so eine Leiter die man hin- und herrollen kann.

Nunja, bis dahin bleibt es erstmal Ivar, und bei dem Platz neben mir im Bett und davor und auch auf der englischen Kommode….(Hach immer diese Stapelbildung) von dem es leider nicht mehr allzuviele Teile gibt. Die nächste Idee wäre vielleich erstmal eine schlichte Möbelhausvitrine.

Eigentlich war mein Regal inzwischen Farbsortiert – 1 Reihig – ich kann Doppelreihen nicht leiden – und ehrlich die meisten Bücherregale haben nicht passende Maße was die Tiefe angeht….hat sich aber schon etwas aufgelöst 🙂 und die noch wartenden Bücher bewahre ich in einer Weinkiste auf. Die Büchereibücher haben ein ExtraRegalfach im Flur.

 

 

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