Haiku

In zwei Richtungen
geht das sterben am Ende
Hingabe werden

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animiert vom Totenhemdblog – vielleicht habt ihr auch Lust eins zu schreiben

5-7-5 Silben

Schlechte Gesellschaft

Ein Generationenroman sozusagen. Verschiedene Zeitschienen und eine Familie der Frauen. Die Autorin für mich eine Neuentdeckung und auch ihr erstes eigenes Buch. Ich frage mich was biografisches in der Geschichte steckt. Denn in „Schlechte Gesellschaft“ geht es um Papiere eines Schriftstellers, um seinen Nachlass. Und Katharina Born, die Autorin, hat selbst vor diesem Roman das Werk ihres Vater herausgegeben.
Im Roman gibt es eine Judith die auch sehr gern überraschend gefundene Papiere des Vaters verlegen möchte. Dieser Vater und sein schreiben, sowie sein Jugendfreund spielen eine wichtige Rolle im Leben der Frauen Judith, ihrer Mutter Hella und auch ihrer Tochter Alexia.
Am Anfang war ich nicht sehr begeistert schon wieder so eine Geschichte die ständig zwischen den verschiedenen Zeiten hin- und her springt, und ich hab auch zwischendurch immer mal vorblättern müssen, weil ich zu neugierig war wie die entsprechende Zeitschiene weiterging. aber ich muß sagen es war sehr spannend, das ganze Buch lang.

Ich kann gar nicht so genau sagen was mich an dem Buch so gefesselt hat. Es ist aufjedenfall sehr gut erzählt. Die Figuren machen neugierig. Man folgt auf einer Seite den Frauen durch die Jahrzehnte, und andererseits Andreas Wieland, einem Doktoranden, der eben die Papiere des Schriftstellers sozusagen entdeckt und großes vermutet.

Auch ein Ort, ein Dorf um genau zu sein, namens Sehlscheid spielt eine große Rolle – wie die Bühne im Theater präsentiert sich Schlußendlich alles hier. Das schwere Leben der bäuerlichen Vorfahren, die Verheiratung, das Gebären und sterben der Frauen. Das ankommen und heimkehren der Männer. die Nach- und Vorkriegszeit, die Verwandlung in ein Dorf erst voller Nationalsozialisten und dann voller Besatzer. Spät einkehrender Wohlstand. All die großen und kleinen Vergehen, Verbrechen, Kuppeleien werden hier aufgeführt. Zwischendurch gibt es immer wieder etwas heftige Szenen die mich als Leserin doch etwas mitgenommen haben.

Es ist schon erstaunlich was alles in diesem Roman erzählt wird und wieviele Personen die Autorin lebendig entstehen läßt. Wie Sie vieles kurz aber prägnant in den Raum setzt, der sich sofort füllt mit inneren Bildern. Richtig gut. Das Ende fand ich erst nicht so glücklich, aber als ich es verdaut hatte mußte ich schon sehr grinsen, wie das Leben eben manchmal so ist, nicht glatt, nicht gradlinig und wenig vorhersehbar.

Ein richtig gelungener Roman und freue mich auf weiteres von der Autorin.

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Katharina Born

Schlechte Gesellschaft

Eine Familiengeschichte

Hanser Verlag, 19,90 €

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Katharina Born, geboren 1973 in Berlin, deutsche Schriftstellerin, Journalistin und Herausgeberin. 2007: Literaturpreis Ruhr, 2008: 2. Preis des Dietrich-Oppenberg-Medienpreises der Stiftung Lesen für eine Rezension in der Jüdischen Allgemeinen, 2008: Georg-K.-Glaser-Preis des Landes Rheinland-Pfalz für die Erzählung Melsbacher Hohl, 2009: Ernst-Willner-Preis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt für die Erzählung Fifty-fifty, 2010 Jahrestipendium des Landes Niedersachsen

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Bild:

Katharina Born 2010 Copyright: Peter-Andreas Hassiepen

noch etwas persönliches über die Autorin:

http://www.deutschlandradiokultur.de/das-erbe-des-vaters.1153.de.html?dram:article_id=182436

 

Sterben – das letzte Abenteuer 1

 

 

 

 

 

 

.

Sterben

so oft

schon habe ich

über das sterben nachgedacht

.

sterben

ist doch

irgendwie dauernd da

Tag für Tag für

Nacht

.

sterben

passiert beständig

so schnell plötzlich

und manchmal zieht es

sich

.

sterben

so absurd

scheint mir das

so fremd so entfernt

unbekannt

.

sterben

sich lösen

entfernen ablegen loslassen

Hingabe braucht es fürs

gehn

.

sterben

mir wurde

erzählt das es

sehr schwer sein kann

manchmal

.

sterben

wenn man

sich festhält hier

Leben und noch unerledigtes

hat

.

sterben

wenn sie

endlich den Raum

alle verlassen haben hier

ausatmen

. . .

Dieser Text entstand zum Anlass der Aktion des Totenhemdblogs „Totenhemd meets Poetry“

https://totenhemd.wordpress.com/2017/02/19/totenhemd-meets-poetry-phase-2-mitschreiben/

 

 

Mitten in einer Familie – Was ich euch nicht erzählte

9783423280754Die Geschichte spielt einmal in den 50iger Jahren:  eine Zeit in der Frauen immer noch als Unikate in bestimmten Fächern an der amerikanischen Uni zählen und genauso auch Nicht-Weiße hervorstechen – in dieser Geschichte ein junger Dozent – chinesischer Migrant der zweiten Generation, und nur durch Glück an dieser Stelle. Beide Außenseiter und Sie mit großen Plänen für die Zukunft.

Der andere Teil spielt Ende der 70iger Jahre. Die beiden, Er James P. Lee und Marylin Walker sind nun schon länger verheiratet und haben zusammen 3 Kinder.

Auf einer Ebene der Geschichte erfahren wir viel über die Eltern und ihre Kindheit, Ihre Entwicklung und Ihre Gedanken und Wünsche. Marylin wollte vorallem eins: nicht so leben wie Ihre Mutter, sie wollte Ärztin werden und es sah wirklich gut aus für Ihren Traum. Sie war fleißig, durchsetzungsfähig und wußte was Sie wollte.
Auf einer anderen Ebene erfahren wir jeweils etwas über die 3 Kinder, den Ältesten: Nathan, dann die zweitgeborene: Lydia, und die Jüngste: Hannah.

Und eins ist vom ersten Satz an klar, hier geht es nicht um eine schöne Geschichte oder Unterhaltungsliteratur. Der erste Satz erzählt uns davon das Lydia tot ist. So entwickelt sich die Geschichte hauptsächlich in einer Rückschau, und das vom feinsten.

Selten habe ich ein Buch gelesen wo jede Figur einer Familie so genau betrachtet wird und so gleichberechtigt zu Wort kommt. Für mich eine große Kunst die Entwicklung dieser Psychogramme der einzelnen Familienmitglieder. Sehr gut gemacht. Unheimlich fesselnd. Hier ein bisschen, da ein Stück und dort eine Scherbe. Und am Ende fügt sich alles wie ein sehr großes Puzzle zusammen.

Die Mutter hatte es nicht einfach, die Zeit, das angeborene Geschlecht – aber an irgendeinem Punkt scheint sie auch so vollkommen aufgegeben zu haben, so sehr Untertanin zu sein. Der Vater immer durch sein Aussehen von Anfang an ein Außenseiter – genau wie die Kinder – die so vieles wiederholen was schon den Geschichten der Eltern nicht gut tat. Aber so läuft das in Familien, wenn keiner die Muster durchbricht. Und Kinder passen sich einfach sehr gut an und ordnen sich unter, weil es für Sie überlebenswichtig ist, das erzählt hier Celeste Ng wirklich sehr präzise. Die Eltern schon früh „versehrt“, und wenig hinterfragend, beide irgendwie in ihren eigenen Schmerz verwickelt mit wenig Gespür für den anderen wie mir scheint. Auch wenn beide Außenseiter sind, ist das nicht unbedingt wirklich das verbindende Element, denn beide sind eine andere Art von Außenseiter.
Die Kinder bilden zusammen eine eigene kleine Welt, wie das so ist; denn Sie haben natürlich einen vollkommen anderen Blick von Ihrem Standpunkt aus. Lydia und Nathan sind sehr eng miteinander, vor allem seit einem Vorfall vor Hannahs Geburt verbindet Sie ein stummes Versprechen. Hannah dann, scheint zwischen all diesen Verknotungen, Verletzungen und Sprachlosigkeiten wie ein kleiner Geist durch das Haus zu tapsen, immer mit guten Gedanken für jeden in ihrer Familie. Man wünscht sich zwischendurch immer wieder sehr das wenigstens einer endlich etwas sagt.

Ein wunderbares Buch, und trotz der schwierigen und traurigen Thematiken verliert es sich in keinem und zügig geht es vorwärts. Als Leserin mochte ich es kaum aus der Hand legen.

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Celeste Ng

Was ich euch nicht erzählte (Link führt zu einer speziellen Buchseite)

dtv, 19,90 €

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Celeste Ng aufgewachsen in Pittsburgh in den späten 60iger Jahren, hat in Harvard studiert und für ihr Buch viele Preise bekommen. Es wurde in 20 Sprachen übersetzt.  Außerdem soll es verfilmt werden.

 

 

 

Radiergummis 1

Ich hab mich mal ein bisschen mit Radiergummis beschäftigt – ich schreibe sehr gerne mit Bleistift..wobei teilweise auch Kuli und Tinte – mit denen ich wiederrum auch gern zeichne – ausradiert werden kann, das teste ich dann nächstes mal.

Madame Flamusse la Fluse

dscn7913Wer mich besser kennt weiß das ich ein besonderes Faible für Schreibwarenartikel habe.
Das liegt einerseits daran das es für mich 1984 als wir aus der DDR nach Westdeutschland kamen das absolute Highlight war all die bunten Stifte und die gut riechenden Radiergummis zu entdecken. Überhaupt so viele schöne und bunte Sachen und soviel Auswahl. Andererseits hat das Zeichnen mich über viele Etappen begleitet, sei es im künstlerischen Bereich in der Schule, im Studium oder bei meiner Bauzeichnerausbildung.

dscn8006Nach einer längeren Pause widme ich mich nun wieder ein bisschen mehr dem Zeichnen und bin beim einkaufen auf meinen ehemaligen Lieblingsradiergummi gestoßen – welche Freude – der weißblaue von Läufer – der war auch als angehende Bauzeichnerin immer im Mäppchen dabei. Er hat eine harte blaue Seite für den stärkeren Strich und eine weichere weiße Seite. Dieser Radiergummi gehörte für mich irgendwie immer dazu, zu wie ein HB Bleistift oder ein…

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Das Geräusch des Lichts und die Welt der Mosspflanzen

dscn8040Ein Rahmen, in welchem sich die Geschichten wie Schichten von feinsten Fäden verweben. Manchmal ganz lose oder nur durch ein Detail verbunden und manchmal so als wäre es nur ein einziges festes Stück.
Kanada, Moos, Eis, Winter und der Planet der Tschu werfe ich mal als umschreibende Stichworte ein.
Es beginnt in einem Wartezimmer, von wo aus sich die Geschehnisse ausbreiten, und das so atmosphärisch dicht, sensibel und detailreich das ich ganz schnell versinke.  In der ersten Geschichte, in welcher das Moos die geheime Hauptrolle spielt z.b., oder  in der Geschichte mit dem Jungen der die Ausgänge zu einer anderen Welt finden will, weil er wissen möchte wohin seine Mutter und seine Schwester verschwunden sind.

Überhaupt zieht sich das Verschwinden wie ein roter Faden durch das Buch. Verschwundene Menschen, – verloren gegangen und die, die sie suchen und in ihren Spuren wandeln.

Alle landen irgendwie in Kanada, und wie es scheint an ein und dem selben Ort; und irgendwie in den jeweils eigenen Wirklichkeiten. Die Themen sind nicht immer einfach und es ist kein Buch welches man schnell liest. Zuviele Sätze und Geschichtenstückchen muß man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen. Hochsensible werden es mögen, selten achtet jemand auf soviele Kleinigkeiten und Ihre Beschaffenheit, wie hier die Erzählerin.
Es ist mein erstes Buch von Katharina Hagena , die durch ihr Buch „Der Geschmack von Apfelkernen“ bekannt wurde.

Was mich immer wieder etwas verwirrt hat war die Unterteilung des Buches, was aber auch daran liegen kann das ich wirklich so tief in die Geschichten eingestiegen bin, das es mich immer etwas verstörte wenn plötzlich eine andere Wirklichkeitsebene, gar ein anderer Ort, auftauchte, plötzlich dran war. Wobei mir ein Inhaltsverzeichnis mit Seitenzahlen lieb gewesen wäre.

Ein wunderbares Buch. Ich liebe die Moosgeschichte, wahrscheinlich weil ich Moos so liebe und selten so über eine Pflanze gelesen habe. Irgendwie genauso weich wie das Moos selbst, wenn auch rätselhaft, so wie eigentlich das ganze Buch und vor allem das Ende. Welches für mich ein wenig so nach klingt wie Eis auf Eis. Weis, Kalt, sehr kalt, Kanada.

„Dritter sein“ – läßt den Kopf dann richtig brizzeln. Solche Geschichten sollte es viel öfter geben. Ich schreibe in Gedanken nebenbei das Drehbuch dazu, so grandios erzählt fand ich die Geschichte von R.D. … R D.. merkst du was -> ER DE – das Buch hat immer wieder solche Spielereien zu bieten. Famos famos. R. D. ein toller Junge der mit wachen Augen und einem Forschergeist die Welt erkundet – mit einem Vater der ihn nicht versteht und einen Großvater der voll auf seiner Seite ist… überhaupt merke ich bein lesen wie ich mich hier und da verbünde mit den Suchenden.

Ein wundervolles Buch. Es hat ein schönes Cover, gutes Papier, rundum gelungen.

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Katharina Hagena

Das Geräusch des Lichts

Kiwi Roman, 20,- €

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Ganz neugierig bin ich auch auf ein weiteres Werk: „Vom Schlafen und Verschwinden“ von 2012.

Und ich werde mal nach der Verfilmung von „Der Geschmack von Apfelkernen“ schauen. Aber ich glaube ich hab ihn sogar schon gesehen.

Katharina Hagena – eine deutsche Schrifstellerin, – Jg. 67, Mutter und Autorin, Literaturwissenschaftlerin, Stipendiengewinnerin, mehrfach ausgezeichnet, mit eigenem Wikipediaartikel, Schirmherrin der Hamburger Mediclowns, und hier gehts zu ihrer Homepage http://www.katharinahagena.de

 

 

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article1830037/Katharina-Hagena-Mutter-und-Erfolgsautorin.html

Alle reden über Trauer

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copyright by Madame Flamusse

Trauer hat viele Facetten und es gibt vieles um das man trauern kann. Trauer hat nicht immer nur etwas mit Tod und sterben zu tun, auch wenn es im erweiterten Sinne fast immer um ein sterben im Leben geht.

Trauer, Schmerz, und alle Gefühle die uns wehtun sind nicht besonders beliebt, werden oft verdrängt und kaschiert. Manchmal bewußt und manchmal unbewußt. Manchmal tragen wir auch Trauer die uns gar nicht gehört. Und manchmal erkennen wir sie nicht, selbst wenn sie uns auf der Seele sitzt.

Gefühle die der Mensch nicht mag möchte er nicht gern fühlen. Dabei ist genau das der Punkt: Gefühle sind zum fühlen da. Es ist wichtig sie zu fühlen. Es heißt in Kontakt mit deiner Seele zu gehen und in Kontakt mit deinem Innersten, dem was dich ausmacht. Trauer zu leben heißt Lebendigkeit zu feiern. Gefühle machen uns lebendig, alle Gefühle, nicht nur die schönen. Und was wären die schönen Gefühle denn ohne die Schatten – Ein Kerzenschein an einem strahlend hellem Sommertag? Wir würden sie vermutlich nicht einmal erkennen.

Trauer findet sich an so vielen Stellen. Wenn wir etwas hinter uns lassen müssen was uns lange begleitet hat, wenn ein Übergang ansteht, ein Abschied, wenn jemand geht oder wir etwas verlieren. Freunde, Job, Aussichten, einen Traum, oder wir merken das das was wir tun keine Zukunft mehr hat. Manchmal bekommen wir etwas was wir nicht möchten. Es ist nicht immer leicht einen Absprung zu finden. Zu sehen wenn etwas zu Ende ist. Und manchmal wiederum erwischt es uns so heftig, das wir kaum noch Luft bekommen. Hoffnung kann schmerzhaft sein, und auch Sehnsucht ist nicht immer süß.

Doch wo ist der Raum für all die Gefühle, die die Menschen nicht mögen, all die abgewiesenen Anteile, oder die Fässer voller ungeweinter Tränen? Zu oft machen wir weiter, zu oft schieben wir die Dinge beiseite, zu oft sagen wir später, zu oft fehlt jemand der einfach nur zuhört, jemand der sich aufs Klagen und Weinen versteht und bereit ist sich davon nicht abschrecken zu lassen. Zu oft wird einfach drüber gebügelt und ein Ratschlag ausgeteilt wo eigentlich eine Umarmung helfen würde.

Wenn jemand stirbt ist die Sache eindeutig, aber bei einer Trennung, einem Jobverlust, einer Krankheit oder einem Herzenswunsch der nun endgültig abgehakt werden muß, da soll man einfach weitermachen und nach vorne schauen. Doch wie viel in unserem Leben ist oft mit diesen Dingen verbunden. Hier eine Entscheidung für die Trauer zu treffen, kann das beste sein was Du jetzt machen kannst. Zu einem lebendigem Leben gehören alle Farben, auch die wilden und dunklen.

Die Gefühle sind da, so oder so, sie stecken in uns und machen es sich irgendwo in unseren Zellen bequem. Wenn wir unserer Seele keinen Raum geben dann wird uns unser Körper irgendwann darauf aufmerksam machen.

Traurig zu sein und dazu zu stehen macht dich authentisch, die die das nicht verstehen oder Dir sagen das Lächeln hilft, gehen einen anderen Weg und nicht neben Dir. Folge Ihnen nicht, sondern bleib bei Dir. Vertrau deinem Herzen. Nimm Dir Zeit für deinen Schmerz. Gib der Trauer Raum, lass die Tränen zu.

„Sei wer du bist und sag, was du fühlst. Denn die, die das stört, zählen nicht und die, die zählen, stört es nicht.“ 

Theodor Seuss Geisel

Bei uns wurde nicht geweint und es gab auch keine Trauer, und wenn, dann trauerte wohl jeder für sich. Ich glaube das Leben hat mir soviel trauriges geschenkt damit ich lerne das Familienmuster zu durchbrechen, lerne zu trauern und aufhöre es zu ignorieren, so wie ich es aus meiner Familie kannte und von eben diesen Generationen vor mir. Das war ein regelrecht automatisiertes Muster. Ich glaube viele Menschen sind in diesem Bereich noch Übende. Und es ist wichtig das die, die wissen das Trauer zum Leben gehört darüber sprechen und zeigen was es heißt, wenn Trauer da sein darf, was es auch heißen kann getröstet zu sein. Denn der, der die Trauer kennt weiß auch was wirklich Trost bringt.

Ich wünsche mir eine neue Trauerkultur für jede Trauer. Und Raum für Tränen die fließen dürfen. Ich wünsch mir das Schwarz keine Modefarbe ist. Ich wünsch mir das das Thema normal dazugehört. Ich wünsch mir das wir füreinander da sind, wenn es jemandem schlecht geht und das man untereinander akzeptiert das jeder seinen eigenen Weg geht. Das jede Trauer ihre eigene Zeit braucht.

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Dies ist mein Textbeitrag zur Aktion

in-lauter-trauer

beim anklicken öffnet sich die Seite in einem neuen Tab

zum Aktionstag dem 27.2. findest Du noch viele weitere Beiträge

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Wenn Du Begleitung suchst in herrausfordernden Zeiten:

https://www.facebook.com/findeAusdruck

Telefonseelsorge – kostenfreie Notseelsorge

0800/111 0 111

0800/111 0 222

0800/ 116 123

 

 

Totenhemd meets Poetry – Phase 2: Mitschreiben!

Beim totenhemdblog gibt es wieder eine Mitmachaktion, diesmal eine poetische. Und da ich das ziemlich toll finde – mit meiner Kriegsenkelgruppe mache ich auch immer wieder spontane Poesieübungen – möchte ich das mal teilen. vielleicht mag ja noch jemand mitpoetisieren. Poesie braucht die Welt ❤

Totenhemd-Blog

16805484_1375189912554929_321110693_oLiebe Worttüftler*innen, Gottespoet*innen und Reimeschmieder*innen,

vielen Dank für all die wunderbaren Worte, die ihr entdeckt, durchbuchstabiert und eingeworfen habt, sogar Fotos gab es schon, z.B. herrlich unscharf von Stephanie. Nun beginnt Phase 2 von „Totenhemd meets Poetry“ – und auch DU kannst mitmachen:

Die Challenge
Da wir uns zur Aufgabe gemacht haben, die Leute dazu zu bringen, mehr, leichter und offenherziger über das Thema „Sterben“ zu reden, soll es genau darum gehen. Es soll explizit nicht ums Trauern gehen, sondern ihr kreiert Texte, die Leute dazu locken, über´s Sterben zu reden. Sich überhaupt erst mal zu trauen. Muss nicht tiefgehend sein, darf aber. Darf Lachen und Weinen, Schimpftiraden und Liebesschwüre hervorbringen.

Die Form diesmal: Poetisch!
Kurz oder episch,
gereimt oder als Haiku,
freestyle, slammig oder als Elfchen,
humorvoll, träumerisch, skurril,
ein Spiel mit Worten.

Alles, nur keinen klassischen Blogtext!

Die Spielregel: Suche dir 1 – 3 Worte aus der folgenden…

Ursprünglichen Post anzeigen 344 weitere Wörter

kleine Veränderungen

dscn2815Kommt doch mal wieder richtig auf meinem Blog vorbei, nicht nur im Readermodus.
Ich habe u.a. eine neue Unterkategorie, bzw. Seite eingerichtet. Dort werde ich nun immer meine Texte verlinken die ich zu verschiedenen Themen geschrieben habe. Bisher leider immer unbezahlt, aber wer weiß was noch kommt – aufjedenfall einer meiner Schwerpunkte dieses Jahr.

Ganz frisch mein Text zum Thema „weitermachen“ auf „Umstandslos“, dem feministischen Müttermagazin – was ich als Nicht-Mutter sehr ehrenvoll finde. Generell ein grandioser Gemeinschaftsblog mit vielen unterschiedlichen Stimmen. Ich mag die Seite sehr:

würde mich über Kommentare freuen oder auch Likes – aber nur ernstgemeinte bitte: https://umstandslos.com/2017/02/10/von-fleissigen-frauen-vom-scheitern-und-vom-weitermachen-ein-appell-fuer-eine-neue-menschlichere-gesellschaft/

Desweiteren könnt ihr auf der Seitenleiste rechts nun die Verlinkungen zu Facebook sehen. Dort habe ich eine Seite für meine Illustrationen eingerichtet – sie ist noch im Aufbau aber ein paar Sachen könnt Ihr schon anschauen. Hab ja berichtet das ich das Thema wieder aufgenommen habe und da ein wenig mehr draus machen möchte. Schaut gern mal vorbei.

 

Überraschungen von Menschen mit Büchern

dscn7908Manchmal kommen wirklich schöne Überraschungen. Zitronentartchen, hat im Antiquariat an mich gedacht, bei einem Schlink-Buch. Ich kanns kaum fassen. Wir kennen uns beide nur durch unsere Blogs. Ich glaub kein Mensch aus meiner näheren Umgebung wäre drauf gekommen mir das Buch zu schenken, aber Zitronentartchen wußte das ich den Schlink so mag – und ich hab das Buch noch nicht gelesen. Hach, das hat mich echt berührt.

Dankeschön ❤

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#light #visitor - ein Lichtkolibri? #abendlicht #pflanzenliebe #pflanzenfotografie #baum #nature #beautyofnature #friedhof Wenn der Kater kuscheln will, ist erst mal Pause mit stricken Portrait of Daisy, #pflanzenliebe #pflanzenfotografie #gänseblümchen #blumenwiese #heilpflanzen "eine Poesie des Fuck you" #feiertagslektüre #untenrumfrei #margaretestokowski #rowohlt #instaread #bücherliebe #takeyourpower#fightforyourright Mit den kurzen Reihen der Ärmel geht es irgendwie viel langsamer vorwärts, dafür ist der Farbverlauf sehr schön #stricken #strickjacke #farbverlaufsgarn #farbfetischistin #colourwork
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