Der 7. Beitrag – „Im Pharma-Zoo“ – „Mein Körper (und ich)“ die Blogparade

Heute gibt uns die Autorin und Jounalistin Maren Schönfeld einen Einblick in Ihr Leben mit Schmerz und Medikamenten, der Star: ein Gedicht! Der Pharma-Zoo

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Vorherige Beiträge:

Solina Thema Wohlfühlkörper und Fitness

Beitrag von Hiltrud: Schmerz und Leben und Humor

Wortbunt mit 3 Texten und Collagen

Augenwischerei

Schamhaare

Traumkörper

Chutriel und die Geschichte ihrer Panik

Monika
HPU und Hochsensibilität

Nadine
„Mein Körper und ich“ und keine Waage

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Beruhige mich nicht…

Bitten von Ulrich Schaffer

Beruhige mich nicht.
Schütte nicht zu, was aufgebrochen ist.
Halte mich nicht davon ab, den Dingen nachzugehen.
Überrede mich nicht, etwas zu glauben,
was ich nicht glauben kann.
Stehe mir nicht im Weg, wenn ich in die Tiefe gehe.

Entmündige mich nicht mit deinen Vorschlägen.
Entehre mich nicht mit billigen Antworten.
Verhandle mit mir nicht über Heiliges.
Beschwichtige mich nicht,
wenn ich mit der Oberflächlichkeit abrechne.

Belächele mich nicht, wenn ich
meine Sehnsucht nach mehr Lebendigkeit mit dir teile.
Versuche nicht, meine Leidenschaftlichkeit zu bremsen.
Antworte mir nicht mit Floskeln.
Spiele nicht mit, wenn ich vor mir selbst fliehe.
Verwöhne mich nicht, auch wenn ich dich darum bitte.
Schließe nicht die Augen, wenn ich mich selbst betrüge.
Begleite mich nur, wenn du willst.

DSCN1167

Text-Erinnerung

Ich wurden an einen meiner Lieblingstextfragmente erinnert und möchte dies mit Euch teilen. Manchmal frage ich mich wie ich so wichtige Dinge wie diese nur immer wieder vergessen kann.

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Man muss den Dingen die eigene,stille ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann,
alles ist austragen – und dann gebären…

Man muss Geduld haben. Mit dem Ungelösten im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben, wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken, eines fremden Tages in die Antworten hinein.

Rainer- Maria- Rilke

http://www.behance.net/massju

Es gibt Menschen

die Angst davor haben,

sich in einer Liebe zu verlieren,

ohne sich ernsthaft zu fragen,

ob SIE sich überhaupt schon

gefunden haben.

Bild: Matthias Heiderich, Text: Hans Kruppa

Irgendwann

Irgendwann siehst du zum letzten Mal Schnee

Irgendwann trinkst Du den letzten Kaffee,

streichelst den Hund, tanzt durch den Saal,

alles, alles gibt´s ein letztes Mal.

 

Irgendwann schmeckts du zum letzten Mal Brot,

schwimmst du im See und betrachtest ein Boot,

winkst einem Kind, gehst durch ein Tal,

alles, alles gibt´s ein letztes Mal.

 

Irgendwann hörst du die letzte Musik,

wirst du umarmt und erhascht einen Blick,

liest einen Brief, schreibst eine Zahl,

alles, alles gibts ein letztes Mal.

 

Irgendwann heißt, es kann Morgen geschehen,

und dass wir uns heut das letzte Mal sehen.

Drum, was du erlebst, erleb es total,

denn alles, alles gibt´s ein letztes Mal.

Alles, alles gibt´s ein letztes Mal.

 

von Gerhard Schöne

Es gibt – von Christa Spilling-Nöker

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es gibt
oasen in der wüste
leuchtendes morgenrot am ende der nacht
quellen unter geröll
und eine hand, die dich auch in den
dunkelsten stunden fest hält.

 

es gibt
türen, die sich wieder öffnen,
worte, die das schweigen durchbrechen,
gesten der versöhnung
und erste schritte auf dem weg
zu einem neuanfang

 

es gibt
farben des regenbogens
knospen aus trockenen zweigen
trauer, die uns reifen lässt
und ermutigenden segen
für dich und mich

 

christa spilling-nöker

 

Fontane

Eines meiner Lieblingsgedichte, welches für mich auch eine sehr besondere Bedeutung hat, in einer echt schönen Vertonung.

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