Siri Hustvedt – Ein Sommer ohne Männer

Ich mußte mich beim lesen mehrfach versichern das dieses Buch von Siri Hustvedt ist. So ganz anders.

„Was ich liebte“ hat mir unglaublich gut gefallen und zählt bis jetzt zu meinen Lieblingsbüchern. Ich habe mich bei beiden Büchern immer wieder gefragt was von der Hauptfigur mit Ihr selbst zu tun hat und was nicht.

Alles in allem ist „Der Sommer ohne Männer“ eine schöne Geschichte, sehr menschlich, schöne Beschreibungen und wirklich gut geschilderte Personen. Ich war erstaunt das es mir so gut gefallen hat. Am Anfang wird viel von der Heldin, Ihrer Mutter und deren Freundinnen im Altenheim geschildert, doch dieser Erzählstrang verläuft sich mit einigen Verflechtungen und die Geschichte geht immer mehr auf die Protagonistin selber ein.

Der Verlag zum Buch: „Die New Yorker Dichterin Mia steckt in einer Krise. Ihr Mann Boris will eine «Pause». Mia erleidet einen Zusammenbruch und beschließt, den Sommer in der Nähe ihrer rüstigen, neunzigjährigen Mutter zu verbringen. Dort entdeckt Mia das Leben neu: Sie führt ein erotisches Tagebuch, gibt pubertierenden Mädchen Unterricht in Poesie und Lebensfragen.

Besonders schön fand ich die Beziehung zu Ihrer Tochter, aber auch zu Ihrer Mutter. Im ganzen Buch geht es eigentlich um Beziehungen unter Frauen. Die Männer erscheinen nur am Rand. Und da hauptsächlich der Noch-Ehemann. Also ganz wie es der Titel schon sagt: „Der Sommer ohne Männer“

Jonathan Franzen – Unruhezone

Das Buch lag 2 Jahre bei mir rum. Ich hatte es ein paar Monate nachdem ich die Korrekturen gelesen habe gekauft. Bestimmt auch wegen dem Cover, welches ich immer noch total genial finde.

Jetzt hat sich mir aber auch der Text erschlossen. Als ich das Buch angefangen hatte konnte ich es nicht mehr weglegen, obwohl es einige Seiten gebraucht hat bis ich dachte das es mir gefällt. Am Anfang war ich nicht sehr überzeugt. Aufhören zu lesen konnte ich trotzdem nicht. Naja, und am Ende war ich verliebt, in das Buch, und in Jonathan Franzen.

Er erzählt wirklich sehr viel über sich selbst. Und auch er hatte eine eher nicht so glückliche Kindheit, aber nachher, da wird es besser. Und das hat mir irgendwie Hoffnung gegeben das doch alles gut wird (obwohl er auch von späterer Trennung schrieb). Sehr schön auch die Beschreibung seiner Eltern in zunehmendem Alter, Ihrer Ehe und auch der Veränderung in seiner Beziehung zu Ihnen.

Seine Ausführungen über die Peanuts sind vielleicht eher was für Fans. Ich weiß nicht wie sehr es diese in Europa gibt. Ich war schon immer eher ein Calvin&Hobbes Fan. Aber wie er so über diesen Hund berichtet is schon anrührend. Und seitdem sehe ich auch immer diesen Peanuts Hund überall. Komisch. Lustig. Auf jeden Fall läßt es mich schmunzeln und an das Buch denken. Und das ist schön.

Da ich selber mit dem Schreiben zu tun habe mag ich natürlich sehr, wie er über das Schreiben schreibt. Und überhaupt, das Manische was er manchmal zu entwickeln scheint, wie seine Ornithologischen Beobachtungen. Schön!

Nachtrag Januar 2018:
Inzwischen füttere ich hier seit 2 Jahren druchgängig die Vögel und ich liebe es sie zu beobachten. Die Zeit bleibt stehn und es ist eine große Freude.

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