Emmas Reise – Petra Oelker

dscn5714Seit langem habe ich wieder mal einen historischen Roman gelesen und das auch noch von einer mir vollkommen unbekannten Autorin.

Es hat eine Weile gebraucht bis ich mich an die Sprache von Frau Oelker gewöhnt habe, mir waren es manchmal auch sehr viele Worte/Beschreibungen, aber die Geschichte hat mich doch schnell gepackt. Schön mal wieder so ein Abenteuerroman wo man so richtig in andere Welten versinken kann. Und nebenbei lernt man auch noch was zur Geschichte – um den 30jährigen Krieg, über das Gebiet Hamburg/Osnabrück bis Amsterdam.

Spannend auf jedenfall. Und so gemütlich wirklich abendelang eine Geschichte zu verfolgen und neugierig zu sein wie es weitergeht. Ich weiß nicht ob ich es richtig verstanden habe, aber am Ende klang es so als würde es eine Fortsetzung geben, daran wäre ich sehr interessiert, nicht nur weil die Figuren Emma und Valentin mir ans Herz gewachsen sind, sondern eben auch aus Interesse an den Lebensläufen und Gewerken der damaligen Zeit, die hier lebendig beschrieben werden.

Emma eine Tochter aus gutem Haus lebt in Hamburg, einer sicheren Handelszone im 30jährigem Krieg. Sie ist fast erwachsen und Ihr Stiefvater und Ihr Pate halten schon Ausschau nach einer passenden Verbindung für Sie, einem gutem Ehemann, der für die Familie, politisch und handelstechnisch passend ist und auch noch den richtigen Glauben hat. Viele rechte hatten die Frauen damals nicht.

Aber Emma hat das Glück eine Einladung nach den Niederlanden zu bekommen, wo die andere Hälfte ihrer Familie lebt, die Sie bis zum heutigen Tage noch nicht kennengelernt hat, aus gründen die wir nach und nach erfahren.

Damals war das Reisen noch eine große Sache, vor allem für ein so junges Fräulein. Es ist ein langer Weg. Viele Wochen wird er gehen, sehr abenteuerlich wird er sein und vielen verschiedenen Menschen und Situationen wird Sie begegnen. Sie reist nicht allein, das wäre gar nicht gegangen. Ihr Reisebegleitung, der junge Valentin war allerdings nicht so geplant. Überhaupt kommt es auf der Reise zu vielen Überraschungen, die am Ende aber gut ausgehen – was mich persönlich auch sehr froh gemacht hat.

Die beiden Figuren sind liebevoll „gezeichnet“. Und auch besonders schön sind immer wieder auftauchende Berufe, vom Maler bis zum Weber. Valentin stammt aus einem Teppichweberhaushalt (Gobelinwerkstatt), und ich hoffe dazu wird es einiges in der Fortsetzung geben, das interessiert mich schon allein als Handarbeiterin sehr.

Mit kleinen Ausbrüchen zwar, aber sehr authentisch merkt man dem Buch an wie bemüht die Autorin ist ein wirkliches Zeitgemälde darzustellen und das ist Ihr sehr gelungen. Ich werde sicher mal Ausschau halten nach anderen Werken. Petra Oelker ist Jg 47. Hat schon viele Sachbücher und Biografien erarbeitet und war als Jounalistin tätig. Eine lange Liste von Romanen findet man bei Rowohlt. Da gibts also noch einiges zu lesen. Das 17.Jahrhundert und die Gegend haben es Ihr scheinbar auch sehr angetan. Das Interesse an der genauen Recherche spürt man sehr im Roman „Emma Reise“, auch wenn ich mir die anderen Titel so anschaue; und genau so etwas mag ich sehr weil es einen wirklich in andere Zeiten versetzt beim lesen und lebendige Bilder im Kopf entstehen läßt.

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Karte des Reiseweges im Umschlag des Taschenbuches

Das Buch ist frisch erschienen am 26.8.2016 und nächsten Donnerstag zum Beispiel am 29.9. liest die Autorin in Hamburg vor und dann geht es auf große Lesetour. Hut ab. Unter dem Link findet Ihr eine Leseprobe.

Oh und noch eine für mich nette Textstelle – bezieht sich auf Gebäck damaliger Zeit, klingt sehr lecker:

„..der Duft des honigsüßen, mit Ingwer, Pfeffer, Nelken, Zimt und einem Hauch Muskat gewürztem Holunderkonfekts..“

oder

„…die zimtduftenden Mörseküchlein, mit Majoran, Ysop und Rosmarin, in Öl gebacken…“

Sehr interessante Zusammenstellung, oder? Da würden mich jetzt brennend die Rezepte interessieren!

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Petra Oelker

Emmas Reise

Rowohlt, 14,99 €

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Ps.: einen Wermutstropfen gibt es: das Papier – vermutlich empfindet das nur jemand der Hochsensibel ist, ich weiß es nicht. Das ist ein sehr trockenes Papier und das hat wirklich meinem Atem beim lesen manchmal echt belastet.

 

 

Ich freue mich das ich geboren bin – Birgit Vanderbeke

dscn5674Kurz bevor ich die Sprache anfing wirklich nervig zu finden war ich dem Sog des Buches auch schon vollkommen erlegen.

Ja die Sprache ist merkwürdig, aber Sie passt zum Konzept. Ein Kind erzählt, so hört es sich für mich an – bzw. ein Kind erzählt wie sich das Erwachsene eben vorstellen das ein Kind erzählt; das aber in einer flüssigen Schriftsprache.

„…ich wäre gern ein liebes Mädchen gewesen, aber ich schaffte es nicht…“

Ich fing das Buch Abends in der Wanne an zu lesen und konnte nicht mehr aufhören – sprich das Wasser war irgendwann kalt und die Haut ganz schrumpelig, habe es dann die nächsten 2 Abende fertig gelesen – konnte es kaum aus der Hand legen. Es hat mich in seinen Bann gezogen. Ich hoffte auf ein gutes Ende, darauf auch, das sich etwas zum besseren verändert… eine echte Flucht gelingt, nicht nur in Gedanken.

„Wenn man lesen kann, kann man zaubern und sich in alle Länder in der ganzen Welt versetzen oder in Tiere verwandeln….“

Ich hatte viele Bilder im Kopf, grobe Illustrationen zu den schlimmen Dingen die hier nebenbei vorkommen, plötzlich auftauchen, so erzählt werden als wäre es Normalität… was es im Leben dieses Mädchens auch ist. Ein wirklich sehr eigenes Buch, heftige Beschreibungen dazwischen über Schläge und Misshandlungen und darüber allein zu sein, ausgeliefert. Und wie die Dunkelheit dann manchmal als Schutz zu einem kommt um den Schmerz nicht mehr fühlen zu müssen.

„Lieber gar nicht lieb haben als trotzdem, dachte ich, weil man bei trotzdem im Grunde nichts machen kann.“

Davon das die Geschichte in den 60igern spielt merkt man nicht wirklich etwas. Die Rahmenhandlung spielt auch keine allzu wichtige Rolle. Auch wenn manche Begegnungen ausschlaggebend sind, z.B. für die Liebe zu den Geschichten und Märchen über Orte weit weg, die das kleine Mädchen faszinieren. Geschichten in die Sie sich flüchtet.

Am Ende franst es ganz und gar aus – das Buch, – die Geschichte, – was das Mädchen erzählt. Ich habe die Orientierung dann vollends verloren und ich verstehe nicht warum die Autorin so ein Ende setzt, oder was Sie damit sagen will. Es geht viel um „hätte“ und ich frage mich ob das Mädchen einfach durchgedreht ist…

Sicher kein Einzelschicksal was hier geschildert wird, schockierend in der Normalität des Brutalen, wie es selbst heute noch Kinder erleben müssen. Man wünscht sich man könnte das Mädchen retten,… an manchen Stellen ist es schwer zu ertragen.

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Faszinierend in der Sprache, Sog erzeugend in der Erzählung und teilweise schwer auszuhalten. Die Hoffnung die andere hier finde lese ich nicht. Auch wenn das Mädchen eine starke Persönlichkeit vorzuweisen hat und fast schon altklug und weise daher kommt, es hilft Ihr nicht beim davonkommen. Sie findet eine Strategie die Dinge zu ertragen, mir wäre es soviel lieber gewesen wenn Sie abgehauen wäre…

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Ich kenne  die Schriftstellerin nicht – Sie hat aber schon einige Preise für ihre Werke bekommen. Ich kann leider keine Vergleiche ziehen zu Ihren anderen Büchern. Ich weiß nicht ob es Ihre Kindheit war was Sie hier beschreibt…so manches spricht dafür, z.b. die Sprache und für mich auch Ihr Blick auf dem Foto, aber ich weiß nicht ob das nicht reine Interpretation meinerseits ist.

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Erst heute las ich wieder davon wie ein Kind von seinem Onkel zu Tode gequält wurde, mitten in Deutschland. Lasst uns die Augen offenhalten und die Ohren.

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Birgit Vanderbeke

Ich freue mich, dass ich geboren bin

Piper, 18, 00 €

 

 

Kathrine Kressmann Taylor – So träumten die Frauen

dscn5458Ein kleines Bändchen, wunderschön gebunden in fliederfarbenem Leinen, mit einer Schwarzweißfotografie von Harry Gruyaert – und mir kommt gleich der Gedanke wie schön ein durchgängiges Konzept gewesen wäre mit einem Foto von einer Fotografin, z.B. Vivian Maier – die auch zeitlich besser gepasst hätte. Dazu am Ende mehr.

Kressman Taylor wurde 1903 in Portland/Oregon geboren, was man dem Nachwort Ihres Sohnes zum Buch entnehmen kann. Hier finden wir Informationen zu Ihrem Lebenslauf. Ich liebe diese Anschlußtexte. Denn oft ist man ja nach den Geschichten wirklich neugierig auf die Person die sie geschrieben hat.

1939 wurde Ihr erstes Buch „Adressat unbekannt“ – der Briefverkehr eines Juden in Amerika und seines ehemaligen Freundes, nunmehr in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus, veröffentlicht und schlagartig berühmt. Was Ihr dann ermöglichte ein besseres Leben zu führen und weiter zu schreiben.

„So träumten die Frauen“ ist ein Band mit 5 Kurzgeschichten aus den 50iger Jahren – bis auf eine von 1935, die letzte Geschichte im Band – ein Frühwerk, dessen Thema sich aber auch in einer späteren Geschichte wiederfindet, aber nach der Reihe:

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Das Mädchen mit dem blauen Kleid, 1958

Eine junge Frau besucht Ihre Familie auf dem Land. Sie selbst wohnt in der Stadt und erlernt dort die damals üblichen Bürotätigkeiten – scheint lange der Beruf gewesen zu sein, für Frauen die mehr vor hatten. Sie verdient Ihr eigenes Geld und spart auf den nächsten Kurs.
Bei Ihrem Besuch trifft Sie – so lese ich es heraus – einen alten Schwarm wieder und überdenkt Ihren aktuellen Lebensentwurf.

Erste Liebe, 1957

Eine Familie mit schicken Haus, eigenem Tennisplatz und eine Party. Junge Menschen die aufeinander treffen. Eine Zeit der Jugend in der Kleinigkeiten große Bedeutungen erlangen können.

Die sterbende Rose, 1953 (das Todesjahr ihres ersten Mannes)

Mit 38 Seiten die längste der Geschichten, und auch die eindringlichste. Das Eigentliche ist das was neben der Haupthandlung einher geht. Sehr schön gemacht finde ich. Vordergründig sucht eine junge Frau ein Ersatzhausmädchen, weil Ihres im Urlaub ist. Die empfohlene Dame ist alt und putzt auf eine sehr eigentümliche Art. Die beiden kommen sich näher. Und Ihre Männer lernen sich auch gleich am ersten Abend kennen. Am Ende gibt es 2 Tote und im Lauf der Geschichte zeigt sich immer mehr das dieses was wir sehen nicht immer die Wahrheit ist und alles eine Geschichte hat. Die wirkliche Hauptperson ist das alte Dienstmädchen, Mrs. Tevis. Man könnte wohl einen ganzen Aufsatz über diese 38 Seiten schreiben, aber ich möchte dem Lesenden hier nichts vorweg nehmen oder gar in eine Richtung lenken.

Todesglocken, 1956

Nicht nur die Überschriften werden dramatischer, sondern auch der Inhalt. Es handelt sich um einen Traum, aus welchem das Erwachen nicht einfacher ist, weil die Realität nicht wirklich schöner scheint. Hier würde sich viel deuten lassen, denn es bleibt viel ungesagt und es handelt sich die ganze Geschichte lang um Andeutungen zwischen denen vielen Raum bleibt für eigene Ideen. Nicht meine Lieblingsgeschichte aber interessant gemacht, wie ich finde.

Nehmen Sie eine Kutsche, Madam, 1935

Zwei Frauen, eine alte, die kaum noch die Treppen hinauf kommt und eine junge Dir Ihr hilft und damit mitten in das Leben der alten Dame stolpert. Eine Schneiderin und Designerin aus dem vorigen Jahrhundert. Die Figur und das ganze Muster der Geschichte erinnern mich sehr an Mrs. Tevis aus „Die sterbende Rose“ bzw. andersrum – das Muster taucht später wieder auf.

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Die Autorin wurde so bekannt mit Ihren Geschichten das Sie später das Schreibhandwerk am College unterrichtete, mit viel Herzblut und Einsatz (beneidenswert). Für mich ist Sie eine echte Feministin und auch Ihre Geschichten, die von doch recht emanzipierten Frauen sprechen – wenn wir die Jahre des Entstehens im Auge behalten. Und auch Sie selbst und Ihr Leben – Sie zog 3 Kinder sozusagen alleine, in einfachsten Verhältnissen, auf und schrieb nebenher ihren ersten Roman. Und Sie blieb über viele Jahre dabei und schrieb weiter und lehrte. Was Ihr eben dieser erste Roman auch ermöglichte.

Besonders hervorgestochen sind mir diese beiden alten Frauen, die eine eigene Art hatten, die beide einmal jemand besonderes waren… künstlerisch tätig mit Talent. Die eine verarmt, und die andere nicht nur das sondern auch noch fern von sich selbst. Vielleicht 2 Figuren die gerade uns Frauen mahnen auch an uns und die Zukunft zu denken? Das ist ja heute im Grunde genommen immer noch ein Thema vor allem als Alleinstehende oder auch als Mutter.
Ein weiteres mir auffälliges Thema ist der Bezug der Frauen zu den Männern, Ehemännern, Freunden, Geliebten. Aber ich will nicht zu viel erzählen, ihr sollt es ja selber lesen. Wirklich interessante Autorin mit, wie ich finde, ausgefeilter Erzähltechnik und guten Figuren.

Was mich generell noch sehr interessieren würde, vorallem mit Blick auf Ihre andere Bücher, ist wie Sie zum Thema des Nationalsozialismus kam und auch das Thema Glauben/Kirche spielt da eine Rolle. Habe dazu leider nichts gefunden bei meiner kleinen Recherche. – > siehe Kommentare oder das englische Wikipedia.

dscn5457Kathrine Kressmann Taylor

So träumen die Frauen

Erzählungen, 18,00 €

Hoffmann und Campe

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Zum Fotograf des Titelbildes Harry Gruyaert – ich mußte einfach kurz recherchieren, da mir die Fotografie der beiden jungen Frauen sehr besonders erschien. Harry Gruyaert ist 1941 in Belgien geboren, und war als Fotograf eher in Europa, Indien und Afrika unterwegs. U.a. von daher erscheint mir das Foto nicht wirklich passend weil es einfach anderes erwarten läßt. In den 50iger Jahren waren sicher auch keine Anoraks mit Reißverschlüssen oder Hosen üblich, wie man sie auf dem Foto erkennt. Und es findet sich auch in den Geschichten nichts was den Kreis zum Foto schließt. Schön ist es trotzdem.

Zu Vivian Maier, die in Amerika lebte und dort vorallem auf den Straßen fotografierte (es gibt sehr viele Fotos aus den 50igern) kann ich Euch Ihre Seite empfehlen: vivianmaier.com)

Ps.: Möchte noch einen Querverweis geben. So wie Kathrine Kressmann Taylor gelebt hat, davon erzählt Siri Hustvedt – also dem Thema „Literatur unterrichten“ – in „Der Sommer ohne Männer„. Ich glaube die beiden Bücher passen ganz gut zusammen.

 

 

 

Albert – Graphic Novel

DSCN5427„Albert“ – ein sehr persönliches Buch. Albert, geboren 1922 im Westerwald – ist die Hauptperson dieser hervorragend aufgemachten Graphic Novel. Sein Sohn Eberhard erzählt das Leben seines Vaters und der Enkel Sebastian illustrierte das Ganze.

Albert hatte keinen guten Start ins Leben und wird dann auch noch in eine Zeit und Stellung hinein geboren die auch die Kindheit nicht einfach macht.

Und man ist seiner Geschichte hier von Anfang an nah. Sie trifft einen ins Mark. Durch das persönliche ist man mittendrin und bleibt nicht im Entsetzen stecken wie es doch manchmal bei Dokus und Berichten ist.  Ich erfahre hier hautnah, unterstützt durch die starken Zeichnungen, wie sich die Zeiten und die Üblichkeiten auf ein Menschenleben auswirken. Wie schwer Kindheit und Jugend damals war. In Finsternis gehüllt, wo es keine Wahl gab und das Leben soviel Schwere und Mühsal hatte. Und dann auch noch der Krieg. Nicht Erwachsen, schon an die Front. Überall Gewalt.

dscn5424Sebastian Jung scheut sich nicht vor einem kräftigen schwarzem Strich, der auch mal viel Raum einnehmen darf. Reduziert und oft grob sind die Striche und geben wieder was erzählt wird in einer zweiten Sprache welche die Erzählung wunderbar unterstützt. Immer wieder gibt es auch private Fotos, die uns noch näher an Albert heranrücken lassen.

Erzählt wird sachlich beschreibend. Mann spürt an einigen Stellen eine Einfachheit die sich anfühlt als würde uns jemand selbst die Geschichte erzählen, ganz privat unter uns, auf der Bank vor dem Haus.

Wir dürfen Albert durch sein Leben folgen bis zum Ende. Ich muß gestehen ich habe Rotz und Wasser geheult bei der Lektüre, in 3 Happen verschlungen. Ein wunderbares Buch, so authentisch und auf eine ganz reine Art schlicht.

Wir brauchen solche Bücher um unsere Geschichte zu verstehen. Um zu verstehen was die Zeiten, die Politik, die Erziehung mit den Menschen gemacht haben. Wie wenig Raum in diesen Leben zu sein schien, wie eng der Radius. Soviel von Anfang an vorgegeben. Soviel Schmerz und sowenig Möglichkeiten einer freien Lebensgestaltung. Die Wünsche waren nicht groß – aber selbst die….

dscn5422Was für Eltern gehen aus diesen Geschichten hervor, was für Kinder folgen? Und warum wirkt die Zeit des 2. WWK immer noch in uns nach? Gesammelte Essenzen in den alten Menschen. Geschichten die nie vorbei gehen, auch wenn viele Andere folgen. Die Kindheit und Jugend kann einem keiner zurückgeben und was danach kam … es bleibt alles bis zum Ende und darüber hinaus in den Kindern und Kindeskindern. Ein Buch was genau aufzeigt wie sich Politik in jedem einzelnem Lebenslauf zeigt. Ein Mensch der einfach nur Leben wollte, seinem Wesen entsprechend, so wie Wir auch. Ein Buch was ganz klar zeigt auf was es ankommt.

 

Das Buch bekam den Hamburger Graphic Novel Förderpreis!

Sebastian Jung

„Albert“

mairisch Verlag

Erscheint am 1. Oktober 2016

15,00 €

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Tips für den Umgang mit Anderen

DSCN5361klein, fein, praktisch, toll😉

hilfreiches Büchlein aus der „30 Minuten“ Reihe, die Ihr vielleicht schon kennt.

Also ich krieg das Buch nicht so schnell durch, aber man findet schnell Hilfe beim reinblättern. Wir kennen Sie sicher alle die A.´s und manchmal weiß man einfach nicht weiter, vorallem wenn man sich nicht distanzieren kann und ein Wiedersehen sicher ist.

Ich seh es als Übungsplattform und finde im Buch von Gitte Härter jede Menge Tips, obwohl ich mich schon intensiver mit dem Thema beschäftigt habe. Manchmal braucht es auch eine Erinnerung an Strategien.

Es finden sich Listen die man erstmal abarbeiten kann um eigene Verhaltensweisen und Werte zu klären, um sich dann klar zu werden was man möchte.

Dann gehts um das Gegenüber. Warum sind die bloß so? Was für Typen von Arschlöchern gibt es – Achtung man kann sich auch Selbst entdecken😉 Im dritten Teil wird es ernst, Thema Konfrontation; das wie und das drumrum, im vierten Teil gehts dann um widrige Umstände und Akuthilfe.

Ein rundes Buch mit vielen hilfreichen Tips. Hier gehts zur Leseprobe und dann ran an die Nörgel-, Besserwisser- und Arschlochfront, Chaaaaakkkaaaaa Hiiiaaahhh

herzlichen Dank an die coole Gitte Härter, schaut mal auf Ihre Seite: http://www.schreibnudel.de/

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Gitte Härter

30 Minuten Arschlöcher zähmen

978-3-86936-447-6€ 8,90, Gabal Verlag

 

Americanah – Chimamanda Ngozi Adichie

u1_978-3-10-000626-4Ein echt dicker Schmöker, da hab ich jetzt einige Tage dran gelesen. Die deutsche Übersetzung erschien Anfang April 2014 – weshalb es mich wundert das ich kaum andere Besprechungen auf Blogs gefunden habe, außer einer kurzen Notiz bei Perlentaucher. In der Presse dagegen wurde das Buch mehrfach gut besprochen.

Es hat sich insgesamt sehr gelohnt – ich mag ja auch dicke Bücher besonders gern – 600! Seiten. Das Ding ist bei „Americanah“ – es geht um ganz andere Lebenswelten – Welten die jetzt in der Literatur nicht unbedingt häufig auftauchen und auch von daher schon Preisverdächtig – eine kluge und differenzierte Stimme aus Afrika. Für mich war das Buch ein „Must read“ auf meiner Leseliste; vielleicht auch weil es mehrfach als bestes englischsprachiges Buch 2013 bezeichnet wurde, aber ich glaube vor allem weil ich als Feministin über die Autorin gestolpert bin. Sie hat das Buch „We Should All be Feminists“ geschrieben – bzw. den Vortrag gehalten – welcher immer noch nicht auf Deutsch erschienen ist.

Bei Wikipedia findet sich ein schöner Artikel über Sie und auch ein Link zu den 2 TED Talks von Ihr u.a. eben zu „We Should All be Feminists“. Die Autorin Chimamanda Ngozi Adichie selbst ist in Nigeria geboren und eine Wanderin zwischen den Welten (Amerika/Lagos). Ich mußte doch aufpassen den Roman als nicht zu biografisch einzuordnen und die Titelfigur Ifemelu mit der Autorin gleichzustellen – auch wenn es sicher große Parallelen gibt,

NigeriamapKurze Beschreibung des Inhaltes: Zwei junge Menschen in Nigeria kommen zusammen, lieben sich sehr. In Nigeria scheint es wenig Zukunft zu geben, z.B. was Bildung angeht. Das Mädchen schafft es nach Amerika, der Junge nach England. Beide schlagen sich durch. Das Mädchen bekommt später ein Stipendium, ergattert eine Greencard und hat auch 2 längere Beziehungen in den USA. Der Junge hat in England weniger Glück und kommt ziemlich schnell wieder zurück nach Nigeria wo er aber mit, den dort wohl üblichen, Tricks ein reicher Mann wird. Er bleibt aber wer er ist. Viele Jahre haben Sie keinen Kontakt.

Der jungen Frau begegnet in Amerika ein Thema was in Nigeria keins für Sie war. Dem Thema Rasse. Es gibt weiße Amerikaner, spanische Amerikaner und schwarze Amerikaner. Sie selbst bezeichnet sich als nicht-amerikanische Schwarze …

Überall und beständig wird Ifem mit dem Thema Rasse konfrontiert, sei es in Beziehungen, bei Ihrer Frisur oder auf der Jobsuche. Plötzlich hat sie Probleme die vorher nicht existierten. Sie versucht sich anzupassen und versucht das eine ganze Weile. Doch irgendwann besinnt Sie sich und beginnt dann einen Blog zu schreiben auf welchem Sie vom alltäglichen Rassismus berichtet und sehr viel Zustimmung findet. Sie wird eingeladen, hält Vorträge und verdient richtig Geld und landet später sogar auf einer Eliteuni. Immer betont Sie dabei den Unterschied zwischen schwarzen Amerikanern und den nicht-amerikanischen Schwarzen. Dort wo Sie herkommt gibt es keine Weißen mit denen sich die Schwarzen vergleichen müßten oder hinter denen Sie stehen würden. Später fiebert Sie mit als Obama sich den Präsidentschaftswahlen stellt.

Wir begleiten Ifemelu von Ihrer frühen Kindheit in bitterer Armut und in einem schwierigem Elternhaus – ein Vater der sich zu sehr bewußt ist nicht mithalten zu können und eine Mutter die eine extrem Gläubige ist und sich ebenso extrem beeinflussen läßt. Beide nicht wirklich erreichbar für das kleine Mädchen. Es flüchtet sich in Bücher und hegt eine enge Freundschaft zu Ihrer jungen Tante was Ihr Halt gibt. Ihre Intelligenz und Ihr Fleiß bringen Sie auch in der Schule vorwärts, wo Sie Obinze kennenlernt, der ähnlich tickt, der aber im Gegensatz zu Ihr ein gutes Zuhause hat mit einer Mutter die Professorin ist und Ihren Sohn fördert und akzeptiert.

Das Leben in Nigeria ist nicht einfach – vorallen nicht wenn man Arm ist. Geld und Prestige und enge Verbandelungen unter Verwandten und Geschäftspartnern scheinen mir das Ding zu sein um es in Nigeria zu schaffen. Das Geld wird oft zuerst durch Betrug gewonnen und durch hohe Kredite und An- und Verkäufe vermehrt. Die armen Menschen setzen alles dran nach oben zu kommen. Viele Frauen versuchen sich einen reichen Mann zu angeln.

Man taucht wirklich in eine andere Kultur ein, die Stellenweise sehr befremdlich ist und andererseits gar nicht soviel anders. Ein wenig ist es wie eine Entdeckungsreise die wir mit Ifemelu machen können, durch Nigeria und durch Amerika, durch Armut und durch die Welt der Priviligierten.. Es werden auch noch viele andere Themen aufgegriffen, was die Protagonisten und die ganze Geschichte einfach auch sehr glaubhaft und echt macht.

Immer wieder bekommt man die Blogartikel zwischendurch zu lesen und fiebert auch sonst mit, vor allem in den Zeiten wo es Ifemelu sehr schlecht geht weil Sie kein Geld hat und keinen Job findet als Schwarze (intelligente) junge Frau außer zwielichtige Angebote.

Es ist schon ein bisschen auch so eine Art Aschenputtelstory, ein braves Mädchen wird durch Beharrlichkeit, Ehrlichkeit und Ihre Klugheit, naja und auch durch Kontakte und Hilfe (gibts auch bei Aschenputtel), zu einer jungen Frau die viele Annehmlichkeiten genießen kann und einen privilegierten Status erreicht. Sie findet ihren eigenen Ausdruck und damit sogar Anerkennung und Erfolg – was gibt es schöneres. Und auch Partnerschaft und Liebe.

Im letzten Teil des Romans kehrt sie nach Laos zurück, Ihren Heimatort und trifft Obinze nach vielen Jahren wieder.. das Ende erzähle ich natürlich nicht, ich will ja nicht spoilern.

Insgesamt entwickelt sich die Geschichte schon von unten nach oben – etwas was mir auch oft in Filmen auffällt, aus Arm wird Reich, und selbst die Liebe ist irgendwie immer verbunden mit Wohlstand und einem weichem Nest. Im Hintergrund die Message „wenn man sich genug anstrengt und an sich glaubt, sein Ding macht, dann ist alles möglich“. Ich will nicht unterstellen das die Autorin das so geplant und gewollt hat, aber mir als weniger bevorzugtem Mensch fällt das auf.

Dazwischen gibt es immer wieder kleinere Nebengeschichten und andere Lebensläufe, wie den von Tante Uju und Ihrem Sohn Dike. Oder Freunden und Wegbegleitern von Ifemelu.

Besonders gut gefallen haben mir die Dialoge, die sind sehr gekonnt geschrieben. Dann natürlich der Weg von Ifemelu und Ihre Selbstbehauptung als Frau. Es ist aufjedenfall auch als feministisches Buch zu verstehen. „Americanah“ ist zweimal ausgezeichnet wurden und die Autorin inzwischen weltberühmt.

bei 4th Estate Books sind Ihre Bücher als wunderschöne Sonderausgabe erschienen (auf Englisch)

13502616_10154119525280944_1518404122833888257_oDie Muster sind nigerianischen Wachsdrucken nachempfunden (ich habe da ja ne Schwäche für besondere Druckkunst, gerade auch besondere Stoffe) – einfach wunderschön.

Einen weiteren guten Artikel findet Ihr bei der Zeit http://www.zeit.de/2014/21/chimamanda-ngozi-adichie-americanah

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Chimamanda Ngozi Adichie

Americanah

Aus dem Englischen von Anette Grube
 24,99 €, S.Fischer Verlag

Zum Ende der DDR – Treibsand

DSCN5202Eines dieser Bücher welches ich gern Selbst geschrieben hätte. Das Trio Mönch Lahl Kahane kannte ich schon vom „17.Juni“ – welches mir auch ausgesprochen gut gefällt.

Beiden Graphic Novels ist gemeinsam das Politik und Geschichte auf eine einzigartige und tolle Weise erzählt wird. Inhaltlich tiefgehend und lehrreich.

In „Treibsand“ wird der Zusammenbruch der DDR aufgearbeitet und schließt damit irgendwie auch an den „17.Juni“ an – damals wurden die Aufstände gewaltsam niedergeschlagen. ´89 lief da anders – in Treibsand klingt es wie ein Versehen der Ostdeutschen Politik. Keine uninteressante Theorie, denn wenn man sich mal das Alter der Mächtigen damals anschaut und beachtet wie lange alle an der Macht waren, wie eingefahren und steif Gesetze, Vorgaben, Lauf der Dinge, was für ein riesen Apparat dahinter und wie wenig Geld…

Im Buch ist es ein amerikanischer Journalist der Deutschland besucht. Gerade hat er noch in China die blutige und gewaltsame Demonstration der Staatsmacht erlebt und ist nun voller Besorgnis beobachtet was in der DDR passiert. Er begegnet einer Frau die flüchten wollte und erwischt wurde – Ihre Geschichte und die Geschichte Ihrer Familie ist eng mit dem Staat verbunden und gibt Aufschluß darüber wie die DDR mit ihren Bürgern umzugehen pflegte.

Sehr viele Themen sind im Buch untergebracht und Detailreich erzählt – ein wirklich gutes Geschichtsbuch. Stelle ich mir perfekt vor für den Geschichtsunterricht, so lebendig und vielseitig wie es erzählt. Ich habe es jetzt 2 mal gelesen und habs trotzdem auf meine Wunschliste gesetzt (es ist aus der Bücherei).

Spoiler:

Man erfährt etwas über die Grenze, die Arbeit an der Grenze, über Gorbi und die verschiedenen Politiker der DDR. Über den Umgang mit Flüchtlingen, das Frauengefängnis Hoheneck und es geht viel um Geld. Geld für das Menschen vom Westen freigekauft wurden oder Geld was der Staat mit der Arbeit seiner vielen Gefängnisinsassen verdiente.
Die Flüchtlinge in der westdeutschen Botschaft kommen genauso vor, wie die Staatssicherheit und der Spitzelapparat, die Maueröffnung und die Demonstrationen und und und … die groben Zeichnungen in ihrer ganzen Vielfalt passen wieder hervorragend zum Buch.

Treibsand

Max Mönch und Alexander Lahl

Zeichnungen Kitty Kahane

Graphic Novel, Metrolit Verlag

gesponsert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur

Innereien

Heute möchte ich Euch 3 sehr gute Bücher für Gesamtgesundheit vorstellen. Das betrifft nicht nur den Körper denn wie es so schön heißt nur in einem gesundem Körper wohnt ein gesunder Geist. Andersrum wenn man krank ist macht einen das auch psychisch fertig und kann regelrecht zu Depressionen führen.
Das Gute man kann was tun, mit Ernährung und weiteren unterstützenden Maßnahmen.

2b18628f61Ayurvedisches Heilfasten

Ellen Ertner und TraudelNastansky

Nymphenburger Verlag, 18,00 €

Ein tolles Buch und eine schöne Kur. Wirklich ganzheitlich aufgebaut mit allem drum und dran. Außerdem ist es sehr schön und trotzdem übersichtlich gestaltet.

Zuerst werden die Grundlagen geklärt und es geht auch um die Typen im Ayurveda. Die Kur ist aufgebaut mit 3 Entlastungstagen, 5 Fastentagen und 3 Aufbautagen und individuell anpassbar.

Ganz toll fand ich den Einkaufszettel – so muß man sich nicht alles selbst aus dem Buch zusammensuchen.  Für die ganze Zeit gibt es Rezepte und Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen wie einfache Yogaübungen und Selbstmassage. Und auch dem Danach sind einige Seiten gewidmet.

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Organ_Balance_Cover.inddOrganbalance

Dagmar Hemm, Andreas Noll

Gu Verlag, 14,99 €

Das ist eines meiner Lieblingsbücher geworden, in welchem ich gern mal nachschlage wenn wieder mal ein gesundheitliches Problemchen auftaucht. Sehr reichhaltige Tips und Hilfsmittel. Ich bin ein großer Fan der TCM🙂 Sie erkennt auch oft viel eher als die Schulmedizin wenn da was nicht ganz rund läuft.

Auch hier eine Einleitung zum Thema und danach werden dann die besten Hilfsmittel vorgestellt. Danach dann gibt es erstmal eine Checkliste um die DysBalancen herauszufinden. Es ist oft nicht so ganz offensichtlich für uns was zu welchem Organ gehört – da kann man hier viel lernen.

Danach werden die jeweiligen Organsysteme in längeren Kapiteln einzeln behandelt, hier findet man immer konkrete Hinweise was man machen kann. Über Akupressur, über Bachblüte, Homöopathie oder mit Aura Soma, hilfreiche Nahrungsmittel, verbundene Thematiken, Hausmittel und Heilpflanzen sowie Naturheilkunde. Alles recht ausführlich und umfassend erklärt für das doch recht dünne Büchlein. Die klare Gliederung ist ebenso hilfreich wie die übersichtliche Gestaltung.

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Fuenf Elemente Ernaehrung von Ilse-Maria Fahrnow

Fuenf Elemente Ernaehrung von Ilse-Maria Fahrnow

Fünf Elemente Ernährung

Dr.med.Ilse-Maria Fahrnow, Jürgen Fahrnow

Irisiana Verlag, 16,99 €

Ein sehr ausführliches Buch zum Thema Ernährung auf Grundlage der TCM. Liebevoll gestaltet, 170 Seiten dick. Hier hat man schon ein bisschen zu tun sich durchzulesen. Die Sichtweise ist einfach anders und erstmal neu. Auch wenn ich mich schon damit beschäftigt habe ist es doch nicht so einfach passend zu kochen. Es gibt einen Typentest… also welchem Element man zugeordnet ist und dann noch Ying und Yang Stärke oder Schwäche, ja da gibts doch einige Kombinationen – und mir kommt es auch vor als wechsle man mal den Typ.
Aber wie es so ist in der TCM wird hier auch viel Wert auf Balance und Gleichgewicht gelegt so das es sowieso wichtig ist das alle Elemente bedient werden. Auch dazu gibt es Tips.
Womit ich mir ein bisschen schwer tue: Das Buch handelt von den Grundlagen, ist aber auch mehr als nur ein Grundlagenbuch, dafür gibt es mir aber zuwenig Anwendungen. Es gibt zwar Rezepte, aber wenige und irgendwie empfinde ich Sie auch als ungewöhnlich. Insgesamt fehlt mir da etwas mehr Anwenderfreundlichkeit, und mehr Auswahl. Da scheint mir zuviel gewollt und zuwenig Inhalt dazu sein.

Es ist schon eine Wissenschaft für sich die 5 Elementeernährung. Das hier ist dann das Buch mit den Zusatzinfos und zum kreativ kochen brauche ich dann eben noch ein extra Rezeptbuch. Zur Stärkung und gegen Kälte weiß ich zumindest was hilft (gekochtes, Wurzelgemüse).

Dann gibt es Tips zum Wohlbefinden, die ich finde jetzt nicht so unbedingt dazu gehört haben. Wo am Ende die geweckten Erwartungen nicht so ganz erfüllt werden, denn die Seiten hätte man ja für mehr Rezepte verwenden können.

Alles in allem aber ein nettes Buch mit viel Wissen, und wenn man noch nicht soviele Bücher in die Richtung gelesen hat denke ich genau das richtige um die Grundlagen zu kennen und dann selber kreativ zu werden.

Marina Lewycka

find ich immer noch gut

reingelesen

Gelesen wie in der Reihenfolge abgebildet. Eine Autorin, die ich sehr zu schätzen weiß. Habe verschiedene Kritiken gelesen. Ich selber bin hellauf begeistert von allen 3 Büchern.

Wunderbare Charaktere. Alles sehr spezielle Typen, wie man Sie aber wirklich trifft. Sehr lebendig und atmosphärisch dicht, wie man so schön sagt. Und das alles mit Leichtigkeit und einem herrlichen Humor.

Bücher die zeigen das die wahren und spannenden Geschichten das Leben selbst schreibt. Bestimmt hat jeder so schrullige Typen irgendwo in der Nähe, man müßte nur mal richtig hinschauen.

In allen 3 Büchern werden sehr ernste Themen, Privat und auch Weltpolitisch aufgegriffen. Aber Sie sind so wunderbar mit den Geschichten verwoben, das es einfach passt und trotzdem unterhaltsam ist zum lesen. Und das ist auch etwas was mir so besonders gut gefällt, nicht nur leichte Unterhaltung, sondern auch Themen die wichtig sind, vorhanden sind und darauf warten auf den Tisch zu kommen…

Ursprünglichen Post anzeigen 121 weitere Wörter

Energiearbeit für Orte und Häuser

Orte erinnern sich von Kristine Alex

Orte erinnern sich von Kristine Alex

In diesem Buch aus dem Kösel Verlag geht es um Aufstellungsarbeit für Räume, Häuser und Orte. Also energetische Arbeit.

Die Autorin beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema und leitete schon viele viele Aufstellungen zu allen möglichen Themen. Das Thema Raum aber scheint Ihr ein besonderes Steckenpferd zu sein.

Es gibt eine kurze Einführung in die Aufstellungsarbeit und die verschiedenen Einflüsse, sowie zur Klärung des Anliegens, welches aufgestellt werden soll.

Dann wendet Sie sich in den folgenden Kapiteln den spezifischeren Themen wirklich ausführlich zu und führt sehr viele Aufstellungen und Ihren Verlauf sowie das Ergebnis auf. Mal länger mal kürzer. Jede Aufstellung ist individuell, was Sie auch immer wieder betont. Also als Aufstellerin würde Ich Sie sofort engagieren – das ist ja auch nicht immer einfach da jemand passenden zu finden. Aber Sie scheint mir Eindühlsam und vorallem dort zurückhaltend wo es angebracht ist und da einschreitend wo Ihre Führung gebraucht wird.

Die Themen reichen von Hauskauf und Renovierung, über das Gefühl zum eigenem Zuhause oder geerbten Grundstücken bis hin zu „Warum läuft das Geschäft hier nicht?“ oder „In welche Stadt soll ich umziehen bei verschiedenen Angeboten“. Ist also sehr vielseitig.

Sicher ganz interessant zu lesen war das schon, und für mich jetzt auch nicht überraschend. Aber wirklich anfangen kann ich damit nichts. Weil ich das Buch so für mich nicht nutzen kann. Die Aufstellungen die gemacht worden sind alles Aufstellungen mit mehreren Personen und angeleitet von der Autorin. Es wird mir nichts an die Hand gegeben, so das ich es selbst probieren könnte. So gesehen ist es eine Dokumentation für Aufstellungen. Sicher interessant für Menschen die eine Aufstellung vorhaben oder auch für die Aufsteller selbst. Oder auch für jemand der sich mit Energie an Orten beschäftigt. Hier findet sich eine Vielfalt von Möglichkeiten.

Kristine Alex

Orte erinnern sich Häuser, Wohnungen und Plätze von Störungen befreien
Systemische Arbeit mit Energiefeldern

Kösel Verlag € 19,95

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